|
Wolfgirl
Drama/Fantasy/Thriller
Tara Talbot
(Victoria Sanchez) ist eine wilde Bestie. Von Geburt an am
ganzen Körper mit Fell bedeckt wie ein Tier und ausgestattet
mit künstlichen Klauen und Reißzähnen ist
der Teenager als "Wolfsmädchen" die Hauptattraktion
einer Freakshow. Doch hinter der furchteinflößenden
Aufmachung steckt ein normales Mädchen, das sich nichts
sehnlicher wünscht, als auch ganz normal auszusehen.
Als Tara ein neues, noch ungetestetes Medikament gegen Haarwuchs
in die Hände fällt, nimmt sie es ohne zu zögern
ein. Und das Mittel wirkt tatsächlich! Doch die Wunderdroge
zeigt fatale Nebenwirkungen. Je mehr Tara äußerlich
alles Tierhafte verliert, desto stärker wird der Wolf
in ihrem Inneren. Ein unkontrollierbarer Blutdurst erwacht
in ihr. Als eine Gruppe gelangweilter Teenager beschließt,
die Wildheit des Wolfsmädchens auf die Probe zu stellen,
nimmt die Katastrophe unaufhaltsam ihren Lauf.
So richtig
Stimmung will bei "Wolfgirl" nicht aufkommen, in
keinem der durch die Geschichte angeschnittenen Genres. Die
gebotene Action beschränkt sich auf sehr unspektakuläre
Dinge, der Drama-Part kommt zu kurz, als das einem die Protagonistin
wirklich auch einmal etwas Leid tut oder der Zuschauer überhaupt
einmal in irgendeiner Hinsicht berührt wird. Also durchschnittliche
Ware mit einem Thema, dass durchaus bekannte Elemente erneut
etwas anders temperiert aufkocht - schade. Die darstellerischen
Leistungen dabei gehen in Ordnung, reißen jedoch ebenfalls
nicht vom Hocker. Löblich möchten wir über
die Kostüme und einige Sets und die Maske sprechen, hier
wurde gute Arbeit geleistet. Die Filmmusik bildet präsent
einen akustischen Mantel um eine nicht sonderlich innovative
und spannende Geschichte.
Die technischen
Leistungen entsprechen den Erwartungen, die man als DVD-Purist
an eine Produktion aus dem TV-Segment hegt. Das Format beläuft
sich auf ein Ratio von 1.77:1 und wurde anamorph auf der DVD
abgelegt. Das Geschehen auf der Mattscheibe oder Leinwand
weist einen hohen und qualitativ hochwertigen Kontrast in
Kombination mit einer satten und plastischen Farbgebung auf.
Auch die Bildschärfe geht auch in Ordnung. Einige kleinere
Defekte und etwas Rauschen finden wir zwar auch vor, doch
stört das nicht im großen Stil. Die Kompression
wirkt gut, aber nicht tadellos. Sound gibt es hier im typischen
Sunfilm-Tonpaket: deutsche Sprachausgabe in DTS, Dolby Digital
5.1 und 2.0 und englisch in Dolby Digital 5.1. Die Mehrkanaltonspur
DTS kommt mit einer etwas über dem Durchschnitt liegenden
Qualität daher. Die Dynamik reicht aus und einige Direktionaleffekte
und gut platzierte Hintergrundgeräusche tun ihr übriges.
Sunfilm
Entertainment veröffentlicht mit dieser Disc einen weiteren
DVD-Titel auf dem deutschen Code2-Markt, dem es inhaltlich
und technisch nicht ganz so gegönnt ist. Von der praktisch
fehlenden Ausstattung mit Bonusmaterialien einmal abgesehen.
Denn mehr als deutsche Untertitel und ein englischsprachiger
Mehrkanalton-Trailer gibt es hier nicht. Mit einer Laufzeit
von ca. 93 Minuten findet der in 16 Kapitel unterteilte Film
Platz auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc, die ab einem
Alter von 12 Jahren freigegeben wurde. Der Verleih der DVD
startete am 22. Mai, der hingegen beginnt am 23. Juli zu einem
Verkaufspreis von rund 25,- Euro. Werwolf-Freakshow, die nur
bedingt überzeugt.
André
Schnack
03.07.2002
| Film
/ Inhalt |
: |
   |
Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
| Bild |
: |
   |
| Ton |
: |
   |
| Extras
/ Ausstattung |
: |
 |
| Preis-Leistung
/ Gesamt |
: |
   |
|
| |
WWW Links:
- |
Bitrate (durchschnittlich):
8,89 |
|