| Das
wandelnde Schloss
Deluxe Edition
Animation/Adventure/Fantasy/Romance/Science-Fiction
[Inhalt]
Die junge Hutmacherin Sophie lebt in einer Kleinstadt im Lande
Ingary, einer Welt voller Magie und Fabelwesen, die aber auch
schon erste Flugzeuge und Dampfmaschinen kennt. Eines Tages
lernt Sophie durch Zufall den jungen Magier Hauro kennen und
verliebt sich in ihn – doch eine eifersüchtige
Hexe verwandelt sie in eine alte Frau. Sophie verlässt
ihre Heimatstadt, um nach einem Mittel gegen den Fluch zu
suchen, und gelangt schließlich zu Hauros wandelndem
Schloss. Hier findet sie eine Anstellung als Putzfrau und
gewinnt durch ihre freundliche und zuvorkommende Art schnell
die Herzen der übrigen Bewohner.
Nur Hauro
bleibt ihr gegenüber kalt und abweisend. Als der König
von Hauro verlangt, für ihn in den Krieg zu ziehen, begreift
Sophie allmählich, welche geheimnisvolle Verbindung zwischen
dem Magier und Calcifer besteht, dem Dämon, dessen Kraft
das wandelnde Schloss antreibt – und dass nur die alles
verwandelnde Kraft der Liebe sie, Hauro und die übrigen
Bewohner erlösen kann…
(Quelle: universumfilm)
[Kommentar]
„Das wandelnde Schloss“ bietet eine stimmungsvolle,
wunderbare Märchengeschichte voller Intensität und
toller Ausstrahlung. Eine Welt voller Industrialisierung,
Zauberei und menschlichen Charaktereigenschaften formt die
Geschichte von „Das wandelnde Schloss“. Eine Mixtur
aus scheinbar späten Mittelalter und einer mechanischen
Zukunft mit Fluggeräten, Panzern und vielen Dampfmaschinen
bildet den Hintergrund einer magischen und voller Fantasie
ausgestatteten Geschichte. Sonderbare Monster treten auf den
Plan, sie tragen Hüte und scheinen aus schwarzem Rauch
zu bestehen.
Unheimlich
plastische und deutlich gezeichnete Charaktere, in doppelte
Hinsicht praktisch. Regisseur Hayao Miyazaki legte bei seinem
aktuellen Film sehr viel Wert auf die Details und genaue und
liebevolle Bilder, jeweils mit völlig unterschiedlichen
Wirkungen und Gesinnungen. Dabei behielten die Zeichner einen
sehr Anime typischen Stil bei und legten viel Wert auf eine
gute Wirkung der „Aufnahmen“. Mit viel Spannung
und einem sehr abwechslungsreichen Verlauf besticht „Das
wandelnde Schloss“, überzeugt auf ganzer Linie
und erinnert mitunter stark an Werke wie „Prinzessin
Mononoke“ und „Steamboy“. Die Qualität
der Animationen gelang sehr gut, die Bilder wirken keinesfalls
computer-generiert oder aber unsauber gezeichnet, jedoch sehr
dreidimensional und farbintensiv.
[Technik]
Die hohe Kunst der Animations-Technik wurde praktisch in Japan
geboren. Und bis heute erhielten sich die Macher ihren eigenen
Charme, der sich von den Produkten der Hollywood-Fabrik positiv
abhebt, ohne dabei schlechter oder besser zu sein. „Das
wandelnde Schloss“ erscheint mittels eines 1.85:1-Transfers
auf der Mattscheibe und wurde anamorph auf dem Datenträger
abgelegt. Der Transfer und seine Werte hinterlassen einen
rundum positiven Eindruck, das Geschehen wirkt überwiegend
sehr sauber und frei von Fehlern. Die Kompression schreitet
überwiegend unbemerkt zu Werk und wir erhalten ein plastisches
und dreidimensionales Bild auf der Mattscheibe. Unter einer
gelungenen Kantenschärfe entstehen so viele Bilddetails,
wie die Zeichner zuließen. Bewegungen erscheinen teils
etwas ruckelig, was jedoch am Stil der Animation liegt und
nur selten auftritt.
„Das
wandelnde Schloss“ weist einen sehr dichten und stimmungsvollen
Music-Score auf, von dem innerhalb des Filmverlaufs nur selten
Abstand genommen wird. Doch dieses „Manko“ an
Abwechslungsreichtum macht der ansonsten lebhafte und auch
räumliche Ton wieder wett. Wir haben es mit Dolby Digital
5.1-Sound zu tun, wahlweise in den Sprachen Deutsch oder Japanisch;
optionale Untertitel gibt es in deutscher Sprache. Mehrkanalton
steht nicht nur drauf, sondern ist auch drin’. Es gibt
eine angenehme Weite zu verspüren, die vorrangig von
der Musik und eher sekundär von einigen gut platzierten
Surround-Effekten getragen wird. Des Öfteren überzeugt
der Ton durch einige zielgerichtete und effektive Effekte,
was dem optischen Geschehen und der Stimmung sehr zuträglich
ist.
[Fazit]
„Das wandelnde Schloss“ hat Charme und weiß
mit einer schönen, märchenhafte Story zu beigeistern.
Auf der gesamten Laufzeit von rund 119 Minuten wird der Betrachter
gut und unheimlich abwechslungsreich unterhalten. Der Film
kommt mit einer Altersfreigabe ab 6 Jahren daher und bietet
auf der zweiten DVD, ebenfalls einer einseitigen Dual-Layer
Disc (DVD Typ 9) eine ganze Menge an Bonusmaterial. „Das
wandelnde Schloss“ ist seit dem 27. Februar im Handel
erhältlich. Zu erreichen über eine einfache Navigation
und ein passend gestaltetes Menü sind folgende Extras:
- Storyboard
zum kompletten Film
- Reportage
zu den Computer-Animationen
- Interview
mit Autorin Diana W. Jones
- Interview
mit Synchron-Regisseur Pete Docter
- Hayao
Miyazaki zu Besuch bei Pixar
- 5
hochwertige Sammlerkarten
Wir können
auch zu den Extras ebenfalls nur positives berichten. Auf
Inhalt und Umfang achtete man und fand einen adäquaten
Weg der Umsetzung und Aufbereitung, der sich Begeisterung
auf der Seite des Betrachters niederschlägt. Und das
auf einer zusätzlichen Laufzeit von rund 181 Minuten.
Die Extras liefern zahlreiche Einblicke in die Entstehung
des Films und die Arbeiten des Regisseurs. Wer Zeichentrick-Filme
mag, der sollte hier unbedingt Zugreifen und für einen
freien Platz im Regal sorgen.
Andre
Schnack
14.03.2006
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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