| Typhoon
- Rache ist eine Naturgewalt
Action/Drama/Thriller
[Inhalt]
Der Pirat Sin (Dong-Kun Jang) hat vor 20 Jahren seine Familie
verloren, als sie von Nordkorea durch China nach Süden
flüchten wollte. Um die diplomatische Beziehung mit China
nicht zu riskieren, hat die südkoreanische Regierung
die Familie im Stich gelassen. Jetzt besinnt Sin sich auf
Rache und plant einen großen Angriff auf Nord- und Südkorea.
Se-Jong (Jung-Jae Lee), der von Südkorea in geheimer
Mission auf Sin angesetzte Marineoffizier, erfährt auf
der Suche nach dem Pirat sein trauriges Familienschicksal
und begegnet seiner Schwester (Mi-Yeon Lee). Sie ist damals
vor der Ermordung geflüchtet, lebt jetzt als todkranke
Prostituierte in Russland. Trotz der gegenseitigen Bewunderung
müssen beide Helden ihrem Prinzip (Rache und Patriotismus)
treu bleiben und gegeneinander antreten...
(Quelle: Splendid Entertainment)
[Kommentar]
Wird es ein neues „Oldboy“ geben? Diese und andere
Fragen keimen auf, wenn es um Filme und die durch gute Export-Werke
Koreas geschürte Erwartungshaltung geht. Und so ergeht
es dann auch „Typhoon“, welcher mit einem hochtrabenden
Titel daher kommt. Aber immerhin geht es auch um eine Actionfilm-Produktion.
Ja, sogar um jene, die das bisher größte koreanische
Budget einer Filmproduktion verschlang, und zwar gleich 15
Mio. US-Dollar. Wo steckte man das Geld hin? Nach bereits
wenigen Minuten wird klar, dass wir es mit einem Actionfest
zu tun haben, welches es mit zahlreichen Westproduktionen
aufnehmen kann. Tolle und aufwendige Stunts und Special-Effects
zählen genau so zum Repertoire, wie auch die zahlreichen
sehr gut gelungenen Landschaftsaufnahmen.
Auf der
Rechnung stehen also „Reisen“ und „Effekte-Ausstattung
(Stunts, CGIs)“. Hinzu gesellen sich noch „Kostüme“
und „Masken“; die Story allerdings gewinnt keinen
Blumentopf und hat hoffentlich nicht allzu sehr das Budget
belastet. Im Kern liegt ein Manko: ein von Hass zerfressener
Mensch treibt einen Krieg gegen ein ganzes Land, dessen Einwohner
sind natürlich zuweilen unbeteiligt und maßgeblich
unschuldig, so dass es diesem Wahnsinn ein wenig an Glaubwürdigkeit
mangelt. Davon ab hingegen ist die Erzählweise als spannend
zu bezeichnen und die Action wirklich gut und üppig ausgprägt.
Viel Tiefsinn darf nicht erwartet werden, stand jedoch auch
nicht auf dem Einkaufszettel des Regisseurs.
[Technik]
„Typhoon“ erreicht auf technischer Seite eine
gelungene Präsentation. Durch einen anamorph auf der
DVD abgelegten Transfer im Format 2.35:1 erscheint das Geschehen
breit und detailliert auf dem angeschlossenen Wiedergabegerät.
„Typhoon“ versteht es in einem doch eingeschränkten
Farbspektrum bestimmte Szenen zu unterstreichen, weist generell
einen authentischen Level der farblichen Ausmalung auf und
eckt damit nirgendwo negativ an. Der Kontrast geht in Ordnung
und die Ausleuchtung lässt auch in den dunklen Momenten
des Films ausreichend Bilddetails zu. Neben dem gesunden Schwarz-Level
der Grundierung gesellt sich eine ordentliche Kantenschärfe.
Patzer wie Rauschen oder andere Verunreinigungen machen sich
nicht bemerkbar.
Tontechnisch
gibt es ordentlich etwas auf die Ohren. So ertönt der
koreanische Taifun in Form eines Dolby Digital 5.1-Tons in
den Sprachen Deutsch oder Koreanisch aus den angeschlossenen
Lautsprechern. Oftmals nutzt die Thematik dieses technisch
gelungene Ensemble aus dynamischen Effekten, einer Vielzahl
an Hintergrundgeräuschen und zuweilen guten Bass-Einlagen.
Insgesamt wirkt die Ausspielung aller tonaler Ausschweifungen
ausgereift und professionell. Die sprachliche Verständlichkeit
bleibt dabei keineswegs auf der Strecke und bietet den Effekten
auch in lauten Momenten erfolgreich die Stirn. Knacken oder
andere Fehler gibt es nicht zu nennen.
[Fazit]
„Typhoon“ aus dem DVD-Programm von Splendid Entertainment
versteht auf einer Laufzeit von rund 120 Minuten bestens zu
unterhalten und sorgt für Spaß, Spannung und Stimmung.
Dank der großartigen Action-Einlagen kommt zu keinem
Moment Langeweile auf. Und die technischen Seiten der einseitigen
Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) können sich ebenfalls sehen
lassen. Kurzum, soweit eigentlich schon eine Empfehlung der
Erscheinung ohne Jugendfreigabe wert. Die aufgeräumten
Menüs offerieren die obligatorischen Einstellungen und
den Zugriff auf folgendes Bonusmaterial:
- Audiokommentar
mit Regisseur und Hauptdarsteller
- Dokumentation:
Making Of „Typhoon“
- Dokumentation:
Two Charakters
- Prologue
- Location
- Tattoo
- Epilogue
- Production
Design
- Visuelle
Effects
Ein ansehnliches
Verpackungs-Design rundet das faire Angebot zu einem Preis
von knapp 18,- für eine 2 DVDs umfassende Special Edition
positiv ab. Die Extras konnten wir nicht ausreichend prüfen,
da wir die Einzel-DVD Variante des Titels zum Test erhielten.
Schlussendlich zeigt uns dieser Film, dass Korea sein Kino
gefunden hat und dieses nun professionell produzieren kann.
Auch schön, dass es einen Veröffentlicher in Deutschland
gibt, der dann auch noch den gelungenen Film auf einer technisch
adäquaten DVD herausbringt. Erscheinungstermin war der
30. März.
Andre
Schnack
02.05.2007
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/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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