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The 4th Floor
Thriller/Horror
Als Tante
Cecile ganz überraschend stirbt und ihr kleines New Yorker
Apartment ihrer Nichte Jane (Juliette Lewis) vererbt, zögert
sie keine Minute. Jane legt den Plan, mit ihrem Freund Greg
(William Hurt) zusammenzuziehen, erst mal auf Eis und zieht
in das alte Mietshaus. Doch schon kurz danach geschehen unerklärliche
Dinge: Ihre Nachbarn, die zunächst freundlich waren,
werden immer aggressiver. Und Jane erhält plötzlich
anonyme Drohbriefe. Vor allem ihre Nachbarin Alice, die ein
Stockwerk tiefer wohnt, scheint es auf sie abgesehen zu haben.
Als Jane eines Tages Scharen von Mäusen und Ungeziefer
in ihrer Wohnung findet, dreht sie durch. Sie will Alice zur
Rede stellen, doch dabei stößt sie auf ein entsetzliches
Geheimnis...
"The
4th Floor" ist wirklich kein schlechter Film. Ganz im
Gegenteil, er kommt sozusagen gerade zum rechten Zeitpunkt,
denn trotz der über die Jahre hin abgegriffenen Geschichte
passt er gut in die aktuelle Kino- und Video-Landschaft. Regisseur
Josh Klausner bewies ein talentiertes Händchen bei seinem
Kino-Debüt: die Sets und die dichte Atmosphäre zeichnen
den Film genauso aus, wie es die beiden Hauptdarsteller tun.
Leider löst sich die Geschichte gegen Ende nur bedingt
auf. Einige Handlungsstränge werden nicht vernünftig
beendet und wirken etwas unvollständig. Der Zuschauer
wird hübsch an der Nase herumgeführt, das Geschehen
bildet sich insgesamt spannend aus, fällt jedoch mit
der einfallslosen Auflösung etwas zusammen. Für
das Drehbuch zeichnet sich ebenfalls Mr. Klausner verantwortlich
- insgesamt leistete er einen guten Job. Es gelang ihm ein
unheimlicher Psychothriller mit Top-Besetzung und hohem Spannungsgrad.
Technisch
unterstreicht die Leistung in Bild und Ton die Stimmung des
Filmes sehr. Der Bildtransfer im Originalformat von 1.85:1
wurde anamorph auf der DVD abgelegt und vermag mit guten Werten
in nahezu allen Bereichen Begeisterung zu erzielen. Der Kontrast
ist recht steil und die Farben knackig. Es wirkt alles mit
einem leichten "Braunton" überzogen, was aber
definitiv Absicht ist. Somit entsteht im Haus eine sehr schmuddelige
und ungemütliche Atmosphäre - und die wirkt. Ab
und an hätte das Geschehen ruhig etwas mehr Lux vertragen
können, aber darüber hinaus gibt es keinen Anlass
zur negativen Kritik. Von Kompressionsartefakten und anderen
Störungen bleibt der Zuschauer verschont. Ton gibt es
im Mehrkanaltonformat Dolby Digital 5.1 von den Dolby Laboratories
in deutscher und englischer Sprache. Beide Tonspuren weisen
einen gelungenen Mix auf. Die den Bass ab und an erschütternde
Musik, gepaart mit einigen wohlplatzierten Effekten sorgen
für Spannung. Die Dialoge erklingen stets sauber und
rauschfrei aus dem Center-Speaker. Große, direktionale
Einlagen bleiben aus, dafür wirkt der relative dynamische
Ton wohl abgemischt und harmonisch in sich. Untertitel gibt
es optional in deutschen Buchstaben zum deutschen Ton und
zwangseingeblendet bei der englischen Originalfassung.
"The
4th Floor" ist ein gelungener, spannender Thriller mit
guten Darstellern - soviel steht fest. Der 87minutenlange
Streifen lebt vom Haus und der bedrohlichen und sehr feindselige
Stimmung, die durch die sehr undurchsichtigen und unsympathischen
Charaktere noch geschürt wird. Die Motivationen sämtlicher
Figuren bleiben jedoch nicht immer unfragwürdig. Kinowelt
bringt den Film auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD
Typ 9) auf den deutschen Code2-Markt und stattet ihn mit folgenden
Extras aus: ein Audiokommentar mit dem Regisseur, dem Schnitttechniker
und dem Szenenbildner, ein alternatives Ende, Starinfos zu
William Hurt und Juliette Lewis und sieben Kinotrailer weiterer
Erscheinungen aus dem Programm. Freigegeben wurde der Film
ab 16 Jahren. Er erscheint mit Verleihfenster am 20. März
als Rental-DVD und dann anschließend am 19. Juni als
Kauf-DVD für rund 50,- DM. Freunde der spannenden Thriller-Unterhaltung:
ansehen!
Andre
Schnack
11.03.2001
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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