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Taxi Driver
Drama
Mittlerweile
kennt man das Regisseur-Schauspieler-Duo Scorsese/DeNiro gut,
letztlich aus Filmen wie „GoodFellas“
oder „Casino“. „Taxi Driver“ begründete vor über 20 Jahren
den Anfang dieser Zusammenarbeit. 1976 lief Martin Scorsese’s
Drama über einen Taxifahrer in New York in den Kinos. Die
Hauptrolle hatte Robert DeNiro, des weiteren spielten Jodie
Foster, Albert Brooks, Harvey Keitel, Leonard Harris, Peter
Boyle und Cybill Shepherd mit.
Der
Film erzählt die Geschichte von Travis Bickle (DeNiro), einem
Niemand in den Straßen von New York. Er beginnt gerade mit
seinem Job in einem Taxi-Betrieb, übernimmt dort die Nachtschicht,
fährt bis zu zwölf Stunden durch die wildesten Gegenden der
großen Stadt. Es ist ihm egal wann er fährt, wo er fährt und
wie lange er fährt. Er schläft wenig, arbeitet sehr hart und
verbringt die kurze Freizeit die ihm bleibt nicht selten in
Kinos für Erwachsene. Freunde hat er keine, außer mit den
anderen Fahrern redet er auch kaum mit jemandem, Travis ist
ein Einzelgänger und sehr einsam. Von Unzufriedenheit geplagt
sucht er nach einem Ziel, einer Aufgabe in seinem scheinbar
nutzlosen Leben. Was er genau sucht weiß er selbst nicht,
er sucht die Erfüllung, einen Inhalt für sein Dasein. Einziger
Lichtblick in seinem trostlosen Leben ist die hübsche Betsy
(Shepherd). Doch schon nach den ersten paar Treffen nimmt
sich sehr rasch Distanz zu ihm. Ein weiterer Rückschlag, bald
verkraftet Travis so etwas nicht mehr. Er entwickelt sich
immer mehr zum Rassisten, sammelt eine geballte Ladung Wut
im Bauch, auf eigentlich alles und jeden. Er verfängt sich
immer mehr in seiner Paranoia. Das Verlangen etwas gutes zu
tun treibt ihn zur jungen Prostituierten Iris, er will ihr
helfen. Doch auch das verläuft nicht so wie er sich das vorstellt.
Letztlich findet Travis eine Aufgage in der Vorbereitung auf
ein Attentat, gut gerüstet will er einen Präsidentschaftskandidaten
(Harris) erschießen, denn im Wahlbüro dieses Senators arbeitete
Betsy. Danach geht es dann zum Zuhälter von Iris (Keitel),
denn auch mit dem hat er noch eine Rechnung offen.
Ein
merkwürdiger Film. Die Charakterstudie eines Mannes, der jemand
sein will, aber ein Niemand ist. Jemand der nur Rückschläge
erleidet, weil er sich selbst in die Isolation treibt und
nach und nach desozialisiert, bis er schließlich fast unfähig
ist mit anderen klarzukommen. Eine Geschichte des Lebens,
hart und teilweise brutal inszeniert, doch glaubwürdig und
auch tragisch. Der Wahnsinn des Alltags in einer gigantischen
Stadt, gewalttätig und ehrlich. Zum einen ist es die gute
Arbeit von Regisseur Martin Scorsese, der Film hat viel Eigencharakter,
beinhaltet eigenartige und neue Elemente. Aber die sind es
auch, die den Film zur Geschmacksache machen! Kein Zweifel
besteht an der ausgezeichneten Leistung des damals noch junge
Robert DeNiro als Travis. DeNiro konnte es auch schon damals,
er haucht dem Typen das nötige Leben ein, der Betrachter denkt,
er sehe tatsächlich diesen Psychopathen von Taxifahrer vor
sich und keinen Schauspieler. Die Musik von Bernard Herrmann
unterstreicht die sonderbare Atmosphäre des Films nur noch
weiter, sie wirkt bedrohlich und düster. „Taxi Driver“ ist
ein bemerkenswerter Film den ein jeder gesehen haben sollte,
er behandelt Dinge, die jeden angehen und keinem fremd sind.
In
Anbetracht des hohen Alters des Film und der Tatsache, daß
er noch nie besonders brilliant aussah, macht die DVD ein
gutes Bild. Das Sony Mastering Center leistete ausgezeichnete
Arbeit. Der anamorphe Bildtransfer in 1.85:1 ist überwiegend
sehr gut, doch hat er auch Tiefen. Diese treten zwar nicht
häufig auf, bilden aber einen krassen Kontrast zum gut überarbeiteten
Material, daß oft so aussieht, als wäre es gerade erst abgedreht.
Ab und an sieht das Geschehen aber weniger gut aus, dann sieht
man, daß der Zahn der Zeit nagte, und das nicht zu wenig.
Dennoch insgesamt ein gutes Bild, die Farben wirken frisch
und natürlich, Kontrast ist in Ordnung, selbst in den häufig
auftretenden dunklen Szenen verschwinden keine Details in
den kräftig dunklen Schatten. Sogar die Schärfe macht überwiegend
etwas her, bei einigen Aufnahmen wirkt das Bild jedoch recht
soft und verwischt. Kommen wir zum Ton: sieht man dem Bild
das digitale Remastering noch sofort an, so muß beim Sound
schon etwas mehr das Ohr gespitzt werden, damit die Verbesserungen
deutlich werden. Der einzige Soundtrack ist eine Dolby Digital
2.0 Spur. Dem Alter entsprechend ist sie recht unspektakulär
und weist praktisch keine Effekte-Schmankerl auf, was aber
auch sicherlich an der Thematik liegt. Die Sprache wurde gut
von den Hintergrundgeräuschen getrennt, ebenso die Musik.
Columbia Tristar bringt mit
der Collector’s Edition von „Taxi Driver“ eine sehr gute DVD
auf den Code1-Markt. Die einseitige Dual-Layer-Disc kommt
mit einem ganzen Batzen an Zusatzmaterialien, so wie es sich
für eine Collector’s Edition eben gehört. Da gibt es alles
was das Sammlerherz begehrt:
eine
Making Of – Doku, Fotomontagen, Portraitgalerien, Storyboards,
Original Screenaplay, Filmografien, Liner Notes und Trailer. Außerdem bietet die Disc Untertitel in den Sprachen
Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Chinesisch, Koreanisch
und Thailändisch. Die Scheibe macht also beim Film und bei
der Ausstattung und Präsentation wirklich etwas her, für einen
Preis von knapp 50-60 DM kann man dort bedenkenlos zugreifen.
Klasse DVD, DeNiro in Topform! Sehr empfehlenswert.
Andre
Schnack
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Eine Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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