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The Straight
Story
Drama
Der für
seinen Eigensinn bekannte Alvin Straight (Richard Farnsworth)
hat sich in den Kopf gesetzt, seinen erkrankten Bruder Lyle
(Harry Dean Stanton), mit dem er seit zehn Jahren zerstritten
ist, wiederzusehen, um sich endlich mit ihm auszusprechen.
Da seine Augen schon sehr schlecht sind, kann er kein Auto
mehr fahren. So beschließt er, den langen Weg von Iowa
nach Wisconsin auf einer Rasenmähmaschine mit einem Anhänger
anzutreten. Auf seiner sechswöchigen Reise begegnen dem
verschrobenen Alten ganz normale Menschen und komische Typen...
"The
Straight Story" ist eine rührende Geschichte über
das Leben eines alten Mannes, der ein letztes Mal seinen Bruder
sehen möchte, um einen alten Streit niederzulegen. Und
das ist auch schon die ganze Geschichte des Films! Man sollte
es kaum glauben, aber Regisseur David Lynch inszenierte diese
so einfache Geschichte auf eine geniale Art und Weise und
schafft es, dass sie wirklich interessant wirkt. Das Drehbuch
aus der Feder von John Roach und Mary Sweeney glänzt
durch interessante Charaktere, die einfache aber schöne
Geschichten erzählen. Herz des Films jedoch ist die Umsetzung
der Geschichte in fantastische Bilder und eine nahezu poetische
Atmosphäre voll Charme, Ruhe und Weisheit. Geschürt
wird diese Stimmung durch die hübschen Aufnahmen und
der wundervollen Filmmusik. Eine irgendwie lustige und gleichzeitig
faszinierende Geschichte nach einer wahren Begebenheit, emotional
tief und ergreifend. Absolut sehenswert.
Technik.
Nebst schönem Inhalt gibt es auch eine schöne Technik
- das sieht und hört man gerne. Die wunderschönen
Bilder erstrahlen im Breibildformat von 2.35:1 und weisen
durch ihre anamorphen Eigenschaften ein hohe Schärfe
und einen sehr detaillierten Bildinhalt auf. Der Kontrast
gibt sich knackig und die Farben wirken sehr natürlich
und energisch, es wird ein plastisches und lebhaftes Bild
geboten. Dennoch wirkt es sehr ruhig, frei von Kompressionsartefakten
und Verunreinigungen. Auch wenn bei einem solchen Film der
Ton eine eher untergeordnete Rolle einnimmt, observierten
wir natürlich genau. Abgelegt wurden auf dem Silberling
zwei Tonspuren, beide im Dolby Digital 5.1-Format, eine auf
englisch und eine auf deutsch. Gesprochen wird wenig, dass
was aus dem Center- und den Stereo-Lautsprechern klingt, klingt
gut. Auch die hinteren Kanäle werden insbesondere für
den fantastischen Soundtrack gekonnt genutzt. Die Qualität
des Tons befindet sich im oberen Bereich, eine Darbietung
in Sachen Effekte bleibt verständlicherweise aus. Untertitel
gibt es zur deutschen Tonspur optional in deutscher Sprache
und beim englischen Originalton zwangseingeblendet.
"The
Straight Story" ist zum einen eine wundervolle Geschichte,
die von einem talentierten Regisseur prächtig und gewitzt
inszeniert wurde, und zum anderen eine technisch hochwertige
DVD aus dem Hause BMG Video. Die wahre Geschichte des alten
Alvin Straight ist schon etwas besonderes, selten bekommt
man Filme dieser Art vor die Augen. Neben dem 107minutenlangen
Drama befinden sich allerdings nur wenige Special-Features
auf der einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9). Mehr als
5 Trailer anderer BMG DVDs, einen deutschen Kinotrailer zum
Hauptfilm und ein Erinnerungs-Special an den erst kürzlich
verstorbenen Schauspieler Richard Farnsworth auf Texttafeln
mit Bio- und Filmografien, findet der Käufer leider nicht.
Aber auch diese Ausstattung gefällt, zumal es ein hübsches
und mit der tollen Musik unterlegtes Menü gibt, dass
den Zugriff auf diese Extras gewährt. "The Straight
Story" ist menschlicher Film, der durch seine geniale
Einfachheit überzeugt und bei nahezu jedem Gefallen finden
wird.
Andre
Schnack
05.01.2001
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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| Ton |
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