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Der Stern von
Afrika
Drama/War
Deutschland
1939: Der junge Hans-Joachim Marseille (Joachim Hansen) ist
ein Flieger-As. Er und sein Freund Robert (Hansjörg Felmy)
werden bei Ausbruch des Krieges nach Afrika versetzt. Nach
dem hundertsten Abschuss wird der Soldat in Berlin gefeiert:
Dort verliebt er sich in die junge Lehrerin Brigitte (Marianne
Koch), die in Marseille große Zweifel über den
sinnlosen Krieg weckt, der eine gemeinsame Zukunft unmöglich
mache. Von seinem nächsten Einsatz in Afrika kehrt Marseille
jedoch nicht mehr zurück: Sein Fallschirm verfängt
sich am Leitwerk des abstürzenden Flugzeugs...
Jochen
ist ein typischer Draufgängercharakter, der zwar eine
Menge Talent aufweist, jedoch auch Probleme mit Autorität
hat und etwas leidenschaftlich ans Fliegen herangeht. Der
Aufbau des Films erinnert stark an vergleichbar alte Filme
der gleichen Zeit und des gleichen Genres: vorerst recht heile
Welt, dann jedoch kommt etwas, dass kein einzelner Charakter
in der erzählten Geschichte verhindern hätte können,
und alle leiden darunter. Der Film versucht etwas von dem
kindlichen Gedanken des Heldentums abzubringen und darauf
aufmerksam zu machen, dass es im Krieg für die Soldaten
um nur eines geht: ums Überleben. Unsere Hauptfigur merkt
dies sehr schnell durch den Verlust eines Kameraden, wird
aber trotzdem durch seine Leistungen zu einem Helden, was
nicht überall gut ankommt. Es geht auch um die Freundschaft
zwischen den im Krieg zusammengewachsenen Gefährten und
um die Einstellung allgemein zum Krieg. Der Regisseur leistete
eine gute Arbeit und setzte auch die Luftkämpfe für
damalige Verhältnisse ansehnlich um, lediglich die Musik
gewinnt einen schon etwas nervigen Touch.
Über
die Technik braucht der Tester nicht viele Worte zu verlieren,
denn das Alter bestimmt hier natürlich grob die Leistung.
Es wird ein 4:3-Vollbildtransfer (1.33:1) geboten, der die
Mattscheibe eines normalen TV-Geräts komplett ausfüllt.
Der Kontrast der grauen Flächen - es handelt sich um
einen Schwarz-Weiß-Transfer - gelang ausreichend wirkungsvoll,
wenngleich das Bild durchgehend von einem Rauschschleier begleitet
wird und über ein leichtes Flächenflimmern verfügt.
Dennoch insgesamt ansehnlich, wenn auch kein Vergleich mit
aktuelleren DVDs. Ähnlich sieht es beim Ton des Films
aus. Abgemischt im Dolby Digital 1.0-Format wird hier kaum
noch ein Pilot hinter dem Ofen hervorgelockt. Zu belchernd
gibt sich das Klangbild, von Weite und Räumlichkeit kann
keine Rede sein. Aber das macht auch nichts, immerhin hat
der Film mehr als 40 Jahre auf dem Buckel und weist eine klare
und deutliche Sprachausgabe und einige Hintergrundgeräusche
auf. Untertitel wurden der DVD allerdings nicht spendiert,
taube Zuschauer gucken in die Röhre.
Ein schöner
Film mit etwas Leibe, Action (damals hat man das hier gebotene
als Action bezeichnen können) und Dramatik. Das 100minutenlange
Werk befindet sich auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD
Typ 9) und bietet als Bonusmaterial: den Trailer zum Hauptfilm,
ein rund 33minutenlanges Interview mit Joachim Hansen, einige
Informationen auf Texttafeln über die Resonanz auf den
Film und die ihm gegenüber geäußerte Kritik
und letztlich noch einige Starinfos, ebenfalls auf Texttafeln.
Ferner findet man in dem sehr einfach designten Menü
im Schwarz-Weiß-Gewand noch 5 Trailer weiterer DVD-Erscheinungen
des gleichen Genres von Kinowelt. Wer alte deutsche Klassiker
der Nachkriegszeit mag oder sich als Joachim Hansen-Fan bezeichnet,
der erlebt hier mit Sicherheit seinen Spaß und gute
Unterhaltung, die allerdings nicht mehr recht zeitgemäß
wirkt. Freigegeben wurde die DVD ab einem Alter von 12 Jahren,
sie kann seit dem 30. Oktober zu einem etwas überteuerten
Preis von rund 50,- DM erworben werden.
Andre
Schnack
08.11.2001
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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