|
Second
Skin
Thriller
Warum
Crystal Ball (Natasha Henstridge) in den kleinen Buchladen
von Sam Kane (Angus MacFadyen) gekommen ist, weiß sie
nicht mehr. Denn beim Verlassen seines Geschäftes wurde
sie von einem Auto angefahren. Als sie im Krankenhaus erwacht,
kann sie sich an die vergangenen Tage nicht mehr erinnern.
Der zurückhaltende Kane erliegt schnell der Mischung
aus Hilflosigkeit und Sex-Appeal, die die aufreizende Fremde
ausstrahlt. Er hilft ihr, die Puzzlesteine ihrer Erinnerung
wieder zusammenzufügen. Die Spuren führen die beiden
zu Merv Gutman (Peter Fonda), einem eiskalten Mafiaboss, dem
der Buchhändler eigentlich nie mehr wieder begegnen wollte.
Eingeholt von seiner eigenen Vergangenheit, verfolgt von einem
Auftragskiller wird Sam Kane erst viel zu spät klar,
welche Rolle die undurchsichtige Crystal in diesem Albtraum
wirklich spielt...
"Second
Skin" weist zwar in den Credits einige bekannte Darstellernamen
aus, gehört inhaltlich allerdings zu den Werken, die
man nicht gerade gesehen haben muss. Typisch für eine
günstigere Filmproduktion beweist auch dieses Produkt
Hollywoods durch die nicht immer nachvollziehbare Storyline
ihren Charakter. Figuren und Umfeld passen nur bedingt zusammen
und harmonisieren ebenso wenig, wie die Motivationen der Rollen
einem weitgehend unerschlossen bleiben. Gute Momente gibt
es jedoch auch hier, doch werden diese durchaus spannenden
Aufnahmen im teils gelungenen Look eines Film-noir Thrillers
von vielen klischeebehafteten Zutaten begleitet. Der mysteriöse
Faktor und die vermeintlichen Absichten der Figuren bereiten
auch ausreichend gute Unterhaltung, lösen sich mit fortschreitendem
Filmverlauf jedoch durch zunehmenden Unrealismus leider wieder
etwas auf - schade. Mit etwas mehr inneren Stärke wäre
aus "Second Skin" wirklich etwas mehr zu machen
gewesen.
Zur Beschreibung
der technischen Seite können gute und nicht so gute Wörter
gewählt werden. Präsentiert wird "Second Skin"
durch einen anamorphen Breitbildtransfer im Originalformat
1.85:1. Dieser wartet mit einer insgesamt durchschnittlichen
bis guten Darbietung auf. Die Darstellungsqualität der
Farbflächen, der Kontrast und die Kantenschärfe
leisten allesamt eine annehmbare Abbildung eines insgesamt
zufrieden stellenden Bildes. Auch die Kompression gelang,
wenn auch das Geschehen stets etwas unruhig wirkt, was aber
an anderen Faktoren liegen mag. Akustisch gibt es etwas im
deutschsprachigen DTS 5.1-, im Dolby Digital 2.0- und im englischsprachigen
2.0-Format an die Ohren. Die Tonspuren geben sich - egal ob
DTS oder Zweikanalton - im Qualitätsvergleich nicht viel
untereinander, für Sunfilm Verhältnisse recht gewöhnlich.
Der Großteil der akustischen Ereignisse findet ohnehin
auf der Front statt und nur selten kommt auch die hintere
Partie Lautsprecher zum Einsatz. Die Dialoge sind klar verständlich,
optional lassen sich deutsch Untertitel zum Ton hinzuschalten.
Sunfilm
Entertainment bringt uns aus dem DVD-Programm den - inhaltlich
nichts besonderes darstellenden - Thriller "Second Skin"
am 17. April in die Geschäftsräume; der Verkaufspreis
der DVD wird sich um 25,- Euro orientieren. Der Streifen läuft
rund 95 Minuten und wurde auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc
(DVD Typ 9) abgelegt. Als einzige Extras, wie praktisch bei
den meisten Sunfilm DVDs - gibt es lediglich einen Trailer
und die bereits schon erwähnten Untertitel in deutscher
Sprache. Freigegeben ab einem Alter von 16 Jahren sorgt der
Thriller bei einem großen Publikum für Unterhaltung,
wenn er sich auch nicht mit den Blockbuster-Hits messen kann.
Natasha Henstridge Fans werden wahrscheinlich auch ohne hohe
inhaltliche Qualitäten zugreifen.
Andre
Schnack
22.03.2002
| Film
/ Inhalt |
: |
   |
Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
| Bild |
: |
   |
| Ton |
: |
   |
| Extras
/ Ausstattung |
: |
 |
| Preis-Leistung
/ Gesamt |
: |
   |
|
| |
WWW Links:
- |
Bitrate (durchschnittlich):
7,28 |
|