|
Edgar
Wallace - Der schwarze Abt
Crime/Thriller
Lord Chelford
(Dieter Borsche) forscht schon seit langem nach dem sagenhaften
Chelford-Schatz, der in den Ruinen einer nahegelegenen Abtei
vergraben sein soll. Doch in dieser Abtei spukt eine unheimliche
Gestalt in schwarzer Kutte - der "Schwarze Abt",
der in hellen Mondnächten immer wieder zu sehen ist.
Als der zwielichtige Jagdverwalter Smooth tot in den brüchigen
Gemäuern aufgefunden wird, nehmen Inspektor Puddler von
Scotland Yard (Joachim Fuchsberger) und sein Assistent Horatio
(Eddi Arent) die Ermittlungen auf. Doch es gibt viel zu viele
Verdächtige, die ebenso von der Existenz des Schatzes
wissen. Als der unter Verfolgungswahn leidende Lord Chelford
bei einem seiner nächtlichen Streifzüge den Schwarzen
Abt tötet, überschlagen sich die Ereignisse...
Auch dieser
Edgar Wallace-Film bereitet Spaß und sorgt für
gute Unterhaltung. Eine spannende Geschichte des typischen
Krimis wird knapp anderthalb Stunden hier erzählt. Die
gelungenen darstellerischen Leistungen unterstreichen die
wohlerzählte Geschichte auf interessante Weise. Eine
passende aber nicht mehr zeitgemäße Musikuntermalung
begleitet das Geschehen den ganzen Film über. Durch die
Story und die stimmungsvolle Umsetzung entsteht nicht nur
eine wirkungsvolle Atmosphäre, sondern auch ein gewisses
Tempo des auch recht dialogträchtigen Movies. Einige
Zufälle und Twists & Turns sind nicht unbedingt sofort
verständlich, dafür wird aber ein hoher Grad an
Abwechslung geboten.
Technisch
gesehen wird ebenfalls ein gutes Ergebnis geliefert. Der anamorphe
Cinemascope-Breitbildtransfer (2.35:1) befindet sich im Schwarz-Weiß-Format
auf der Scheibe. Durch die 16:9-Erweiterung gefällt das
Geschehen. Bemerkenswert sind die Abrundungen der Ecken des
Bildes, die durch die Schablone, welche das Bildformat begrenzt,
entsteht. Ein sehr ruhiges Bild, dass bei den Bewegungen etwas
nachzieht und gleichzeitig für den Zeitraum der Bewegung
auch Schärfe einbußt, offenbart sich hier. Zwar
wurde ein sehr sauberer und ruhiger Transfer vollbracht, dafür
jedoch befindet sich die Kantenschärfe auf einem gerade
einmal ausreichenden Level; der Kontrast hingegen gefällt.
Die Kompression gelang sauber und gibt keinen Anlass zur Kritik.
Zur hier vernommenen Akustik brauchen nicht viele Worte verloren
werden. Aufgenommen im Dolby Digital 1.0-Ton wird ein Sound
der zurückhaltenden Natur geboten. Einige Hintergrundgeräusche,
die Musikwiedergabe und letztlich die klare und stets verständliche,
deutsche Sprachausgabe sprechen eine eindeutige, wenn auch
nicht mit heutigen Neuerscheinungen vergleichbare Sprache.
Nichts spektakuläres, dafür aber eine solide Qualität.
Untertitel wurden dem Silberling nicht gegönnt.
Unsere
dritte DVD aus der Wallace-Reihe im DVD-Check. Auch ein drittes
Mal konnte Kinowelt Home Entertainment bei der Konvertierung
eines sehr alten Films auf ein neues Medium durch eine hohe
Qualität glänzen. Der rund 85minutelnage Krimi wurde
auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) abgelegt
und es befinden sich neben dem Hauptfilm noch folgendes Bonusmaterial
auf dem Datenträger: 3 Trailer zu weiteren Wallace-DVDs,
der Trailer zum Hauptfilm, einige Produktionsnotizen, eine
Fotogalerie, ein paar Goofs und ein rund 10minutenlanges Interview
mit Filmkomponist Martin Böttcher. Zu erreichen über
ein unspektakuläres und einfach gehaltenes Menü
mit einer einfachen Struktur. Freigegeben wurde "Der
schwarze Abt" ab einer Altersstufe von 12 Jahren. Auch
diese Disc erschien am 4. September zu einem Verkaufspreis
um die 35,- DM. Restauriert und ungekürzt, dass wird
nicht nur den Edgar Wallace-Fans schmecken, sondern allen
Krimiliebhabern gefallen.
Andre
Schnack
17.09.2001
| Film
/ Inhalt |
: |
    |
Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
| Bild |
: |
   |
| Ton |
: |
   |
| Extras
/ Ausstattung |
: |
   |
| Preis-Leistung
/ Gesamt |
: |
    |
|
| |
|