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Rampenlicht
Comedy/Drama
Der alternde
Komiker Calvero (Charles Chaplin) war eins ein berühmter
Star des englischen Varietés. Aber seine große
Zeit ist nun vorbei. Als er eines Abends im Alkohol Trost
gesucht hat, riecht er bei seiner Heimkehr Gas im Flur. Er
bricht die Tür seiner Nachbarin auf und findet die junge
Ballett-Tänzerin Terry (Claire Bloom) bewusstlos auf
dem Bett. Terry hat davon geträumt, eine große
Ballerina zu werden, aber nun sind ihre Beine gelähmt.
Daher wollte sie sterben. Calvero verspricht, ihr zu helfen.
Die zwei unterstützen sich und bauen sich gegenseitig
auf, und tatsächlich gelingt es Terry wieder etwas Fuß
zu fassen. Eine vielversprechende Karriere nimmt ihren Lauf.
Nur Calvero schafft es nicht so richtig. Er weiß nicht
so ganz mit sich etwas anzufangen und glaubt offensichtlich
selbst nicht mehr an seine aufbauenden Worte, die er Terry
immer gegenüber bringt. Abgesehen vom Erfolg und Nichterfolg
bahnt sich eine rührende Liebensgeschichte an...
"Rampenlicht"
ist ein Film von Leichtigkeit, mit viel Charme, guten Darstellern,
einer tollen Geschichte und einer Portion Spaß. Charlie
Chaplin gehört zu einem der bedeutendsten Namen seit
dem es Kino und Filme gibt. Das belegt er auch mit diesem
Werk ein weiteres Mal. Seine Gestiken und Mimiken zeichnen
Charles Chaplin auch in diesem Werk aus, obwohl sie nicht
der Natur sind, wie sie es sonst in den Filmen waren, für
die Herr Chaplin bei den meisten bekannt ist. In diesem Film
geht es vielmehr um Themen wie Liebe, Freundschaft und Leben,
den Sinn des Lebens. Ferner werden Themen wie Erfolg, Versagen
und das Kämpfen gegen Dinge, die einen in den Weg kommen
behandelt. An Slapstick-Einlagen fehlt es hier gänzlich,
allerdings wären diese auch mächtig überflüssig.
Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Chaplin erzählt
auf emotional feinfühlige Art und Weise mit dem nötigen
Sinn für Dramatik eine schöne Geschichte über
den Auf- und Niedergang einer Karriere - stellenweise traurig,
stellenweise lustig. "Rampenlicht" gibt sich stellenweise,
aus heutiger Sicht, etwas theatralisch, insgesamt unterhält
der Film aber prächtig und lebt durch die Dialoge, die
gute Geschichte und die hervorragenden Darsteller. Wer Chaplin
mag, der wird diesen Film lieben.
Diese
DVD gehört zu der Gattung, der man keinen direkten Vergleich
mit heutigen Neuerscheinungen unterziehen kann. Schließlich
kann dieser 50 Jahre alte Streifen es in Sachen Technik nicht
mit der frisch aus dem Kino kommenden Neuerscheinung aufnehmen.
Dennoch werden hier alles in allem sehr positiv anmutende
Ergebnisse erzielt. Der Bildtransfer wird im Vollbildformat
(1.33:1) vollzogen, in Schwarz-Weiß. Der Umfang der
Grautöne ist gut, wenn auch stellenweise die Qualität
etwas variiert, was bei dem alten Ausgangsmaterial aber nicht
zu verdenken ist. Der Kontrast ist in Ordnung, die Detailfülle
ausreichend und die Schärfe sogar gut. Kompressionsartefakte,
Treppeneffekte oder andere Störungen bleiben aus. Wie
zu erwarten war, wird der Ton durch eine monaurale Tonspur
transportiert. Diese leistet bezüglich der Sprachausgabe
wirklich gute Dienste, andere Geräusche und die Filmmusik
erklingen scheinbar etwas aus der Ferne und natürlich
- wie es bei Monoton eben der Fall ist - lediglich aus dem
Center-Speaker. Insgesamt langt der Ton vollkommen aus. Untertitel
wurden auf der DVD nicht abgelegt.
Von der
Technik und vor allem vom Inhalt her überzeugt diese
DVD auf ganzer Linie. Kinowelt zeigt erneut, dass ein erneutes
Auflegen von Klassikern durchaus Sinn macht, wenn auch die
Technik verständlicherweise nicht so gut ausfallen kann,
wie bei aktuellen Filmen. Doch das Schwarz-Weiß-Werk
vermag in allen Disziplinen guten Eindruck zu hinterlassen.
Neben dem 130 minutenlangen Werk befinden sich auch noch einige
interessante Informationen auf der einseitigen Dual-Layer-Disc
(DVD Typ 9). Die da wären: eine Fotogalerie, der Kurzfilm
"Ein Hundeleben" (37 minutenlang), 6 Trailer weiterer
Filme und Texttafeln mit Hintergrundinformationen über
den Film, Charles Chaplin und Buster Keaton. Präsentiert
werden die Features in einem gut sortierten, animierten und
mit Musik unterlegten Menü. Der Straßenpreis der
DVD liegt zwischen 40,- und 50,- DM. Die DVD mit dem Film
ab 6 Jahren erscheint am 18. Juli diesen Jahres. Wer anspruchsvolle
Filmkost mag, der kommt hier voll auf seine Kosten. Empfehlenswert.
Andre
Schnack
11.07.2000
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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