| Die
gefürchteten Vier
Western/Action
[Einführung]
In den jüngsten Jahren geriet das Genre des Westerns
immer mehr in den Hintergrund. Keine Frage, anstelle der Helden
mit Schlapphut und 3-Tage-Bart rückten coolere, stylisch
gekleidete und auf dem ersten Blick unscheinbarere Figuren.
Dennoch sieht man auch heute noch gerne einen guten Western,
sofern dieser auch wirklich etwas zu bieten hat. Und dieser
hier, „Die gefürchteten Vier“ (Originaltitel:
The Professionals), ist gut und hat etwas zu bieten. In den
Hauptrollen sind Burt Lancaster, Lee Marvin, Robert Ryan,
Woody Strode, Jack Palance, Claudia Cardinale und Ralph Bellamy
zu sehen. Wir konnten uns die DVD von Columbia TriStar genauer
ansehen.
[Inhalt]
Vier Abenteurer tun sich zusammen, als ihnen ein millionenschwerer
Rancher ein Vermögen bietet, falls sie seine Frau zurückbringen,
die von mexikanischen Banditen entführt wurde. Der Weg
nach Mexiko durch die Wüste ist weit, gefährlich
und voller Überraschungen. Einige Banditos haben es nicht
nur auf die Münzen der Handlungsreisenden abgesehen,
sondern auch auf ihr Leben. Die größte Überraschung
aber wartet auf sie, als sie ihr Ziel erreichen und feststellen:
Die Frau ihres Auftraggebers will eigentlich gar nicht gerettet
werden! Doch die vier unterschiedlichen Spezialisten machen
sich daran die heikle Situation zulösen…
[Kommentar]
„Die gefürchteten Vier“ – ein etabliertes
Gauner Quattro? Nein, vielmehr eine knappe Handvoll verwegener,
mächtig schlagkräftiger und mit allen Wassern gewaschener
und stilvoller Profis aus dem Wilden Westen, die um 1917 herum
als angehende Befreier eine vermeintlich Entführte aus
den Fängen einen berüchtigten und verruchten Mexikaners
befreien soll. Simpel, diese Story – anfänglich.
Hohes Tempo fürs Alter, plastische Charaktere und fantastische
Landschaftsaufnahmen begleiten die fortschreitende und spannende
Geschichte, bis gen Ende noch eine interessante und überraschende
Wende eintritt. Die Filmemacher leisteten sehr gute Arbeit
und schufen einen stimmungsvollen Streifen, der neben Revolver-Action
auch einen staubig trockenen Hauch Comedy mitbringt. Der Inhalt
wird von der Optik und der Akustik angenehm geformt und unterhält
kurzweilig, manchmal sogar mit den Ansätzen von Tiefsinn
und etwas „Philosophie“.
[Technik]
Technisch kann allen voran die visuelle Leistung begeistern.
Wahrlich farbenprächtig, frisch und ungemein plastisch
– so werden Pluspunkte eingeheimst. Die Kantenschärfe
haut nicht aus dem Sattel, kann in Anbetracht des weit zurückliegenden
Entstehungsjahrs jedoch als gut bewertet werden. Erstaunlich:
es treten kaum Verunreinigungen auf, auch kaum Rauschen oder
aber eine dürftige Kompression. Das Format bemisst sich
auf ein Verhältnis von 2.35:1 und wurde anamorph auf
der DVD abgelegt. Erwartungsgemäß kommt der Ton
in einem nicht mehr aktuellen monauralen Ton in den Sprachen
Französisch, Italienisch, Spanisch und Deutsch (Dolby
Digital Mono) daher, und in englischer Sprache in Dolby Surround.
Die Akustik dringt von einer scheinbar weit entfernten Quelle
an die Ohren, zudem hinterlässt er einen etwas zu blechernen
Eindruck. Die Musik und Sprachausgabe wurden hingegen sehr
ordentlich getrennt und die Dialoge ertönen verständlich.
Untertitel gibt es in insgesamt 19 Sprachen.
[Fazit]
Die Code2-Disc „Die gefürchteten Vier“ bietet
einen nahezu zeitlosen Film mit einer netten Geschichte und
großer Unterhaltung. Der Film besitzt eine Laufzeit
von 113 Minuten und erhielt eine Altersfreigabe ab 16 Jahren.
Das Menü wurde durch starre Bilder gestaltet und bietet
eine denkbar einfache Navigation, da sich hier kaum Auswahlmöglichkeiten
befinden. Das Bonusmaterial setzt aus lediglich folgenden
Zutaten zusammen: 2 Trailer weiterer DVD-Erscheinungen des
Genres „Western“, die bereits erwähnten Untertitel
und Filmografien auf Texttafeln. Das ist nicht viel, tut dem
Filmspass jedoch kein Abbruch. Die Disc kann seit dem 08.
zu einem Preis um die 20,- Euro erworben werden. In Anbetracht
des Umfangs der Ausstattung nicht unbedingt ein Schnäppchen.
Für Fans der Darsteller oder Western-Liebhaber dennoch
eine Empfehlung wert.
André
Schnack
30.05.2003
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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