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Payback
Action/Crime
Regisseur
Brian Helgeland brachte uns 1999 einen Film auf den Big Screen,
dessen Handlung im kriminellen Milieu spielt. Die Geschichte
eines Gangsters der betrogen und beinahe getötet wird, überraschend
wieder auftaucht und seinen Rachefeldzug beginnt. In den Hauptrollen
diese „Retro Revenge Films“ wurden mit Mel Gibson, Gregg Henry,
Maria Bello, Deborah Unger besetzt, als Nebenrolle sehen wir
unter anderen William Devane und Kris Kristofferson. Die amerikanische
Code1-Disc kommt aus dem Hause Paramount.
Der
Film erzählt die Geschichte von Porter (Gibson). Er ist ein
Dieb, ein Krimineller, seine Frau heroinabhängig und seine
„Freunde“ allesamt korrupte, gemeine Kriminelle. Eines Tages
heckt er mit einem guten Kollegen einen Raub aus. Einige Chinesen,
welche natürlich auch ordentlich Dreck am stecken haben, wollen
die beiden mit Hilfe von Porter’s Frau ausrauben. Ziel ist
ein Koffer, in dem sich zwischen 350,- bis 250000,- Dollar
befinden, je nach Ausgang der Geschäfte der Chinesen. An dem
Tag des Deals klappt auch alles recht gut. Die Chinesen werden
ihren Koffer los und Porter, Val (Henry) und Lynn (Unger)
geling erfolgreich die Flucht ins Versteck. Dort wollten sie
das Geld aufteilen und verschwinden, doch es kommt anders.
Val entpuppt sich auf einmal nicht mehr als netter Kollege
und spricht von 130000,- Dollar im Koffer, er meint es wären
bei jeder Übergabe nur 130 Riesen und die hat er vor für sich
und Lynn zu behalten. Val schuldet jemandem noch eine Menge
Geld, verständlicherweise hat er keine Lust Porter’s Anteil
von 70 Riesen zu entbehren. Ehe sich Porter versieht hat er
auch schon zwei Kugeln im Rücken, der Schütze: seine Frau
Lynn! Val und Lynn verschwinden und überlassen den armen Ehemann
dem sicheren Tod – doch er hat Glück und überlebt. Einige
Monate später ist er wieder da, sauerer denn je und fest entschlossen
sich sein Anteil zurückzuholen, mit allen Mitteln. Doch ganz
so einfach kommt es für den Rächer nicht, denn Val hat mächtige
Freunde und die Chinesen von damals haben auch noch nicht
vergessen. Mit Hilfe einer alten Freundin, einer Prostituierten,
spielt Porter ein tödliches Spiel – alleine gegen alle: die
Chinesenmafia, korrupte Polizisten, Drogendealer und den Gangsterboß
Bronson (Kristofferson)...
Ein
sonderbarer Film mit einem ganz eigenen Style. Look und Musik
entsprechen den ´70er Jahren, jedoch findet das Geschehen
um Porter in der Gegenwart statt. Die fahlen Farben geben
dem ganzen Film einen schwarz/weiß-ähnlichen Touch, zusammen
mit den überwiegend dunklen, schmuddeligen Szenen paßt das
sehr gut zur Atmosphäre und Thematik des Streifens. Typische
Musik mit Beats der ´70er unterstreicht die Stimmung hervorragend.
Die Hintergrundgeschichte des Films ist nicht gerade spektakulär,
bietet aber eine Menge Abwechslung, schwarzen Humor und unterhält
die ganzen 101 Minuten des Films. Außerdem macht es einfach
Spaß die Story eines Bösewichten zu sehen, die Hauptfigur
hat nämlich keineswegs gute Charaktereigenschaften, zwar befindet
er sich ab und an im Recht, ansonsten besticht er aber durch
Gemeinheit, Brutalität und skrupellose Handlungsweisen. In
„Payback“ sehen wir einmal einen ganz anderen Mel Gibson.
Er stellt den Charakter Porter dar und macht seine Sache gut.
Gibson ist ein fabelhafter Schauspieler und paßt auch in die
Rolle eines skrupellosen, gewalttätigen Kriminellen, der auf
Rache aus ist. Alle anderen Schauspieler leisten ebenfalls
sehr gute Arbeit und erschaffen eine Welt, die scheinbar nur
böse Bewohner hat. „Payback“ behandelt ausschließlich kriminellen
Abschaum in einer Welt aus Banden, Syndikaten und anderen
Schurken. Neben der Regie fertigte Brian Helgeland auch das
Drehbuch an, die Romanvorlage entstammt der Feder von Donald
E. Westlake. Ein gelungener Rache-Film, der ein wenig an
„Last Man Standing“.
Wie
schon bei „Star Trek Insurrection“
leistete Paramount auch bei „Payback“ ausgezeichnete Arbeit.
Das Bild in anamorphen 2.35:1 erzielt in allen Bereichen bemerkenswerte
Leistungen. Zwar fehlt es dem Bild definitiv an Farben, doch
ist das bedingt durch das Design des Films. Kontraste, Schärfe
und Detailreichtum befinden sich alle auf überdurchschnittlichem
Niveau. Lediglich die Qualität was Schärfe angeht hätte ab
und an Nuancen höher ausfallen können, dennoch befindet sich
das Dargebotene im sehr guten Bereich. Ähnlich sieht es beim
Ton aus. Auch hier stimmt die Leistung. Zwar bietet „Payback“
nicht den vorführreifen Demosound, doch hat auch er seine
Stärken. Und die liegen in der Ausgewogenheit des gesamten
Tons. Recht ruhige Passagen mit Dialog und Musik, wechseln
sich mit dynamischeren, effektreichen Szenen ab. Ebenso geben
sich einige schöne Direktionaleffekte ein Stelldichein und
sorgen für die hörbare Präsenz eines Dolby Digital Decoders.
Musik, Soundeffekte und Sprache wurden gut getrennt, die Töne
sind gut zu lokalisieren, klar, deutlich und von hoher Qualität.
Neben dem besprochenem 5.1-Sound auf Englisch, gibt es auch
noch englischen und französischen Dolby Surround-Sound. Wahlweise
sind englische Untertitel einzuschalten.
Der
Titel aus der Paramount Widescreen Collection hinterläßt insgesamt
einen guten Eindruck, der Film gefällt und die Qualität der
DVD ist ebenfalls gut. Außerdem bringt die einseitige Single-Layer-Disc
außer dem Film auch noch zwei Trailer und eine Behind-The-Scenes-Featurette
mit. Zu einem Preis von rund 60,- DM (30$ Listenpreis) ist
das zwar nicht überwältigend, doch ausreichend. Wer einmal
einen ganz anderen Mel Gibson sehen will, Actionfilme mit
einem Hauch mehr Brutalität mag und etwas anderes sucht, der
ist bei „Payback“ bestens aufgehoben und wird sich pudelwohl
fühlen. Ein merkwürdiges Werk, denn in diesem Film gibt es
keinen Good-Guy, nur gewalttätige, hundsgemeine Charaktere,
die nur sich selbst am nächsten sind und für die eigentlich
nur eines zählt: Geld. Empfehlenswert.
Andre Schnack
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Eine Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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