| Der
Pate Trilogie - The Coppola Restoration
Drama/Thriller
[Einleitung]
Mit die „Der Pate“-Trilogie schossen sich gleich
mehrere Namen auf den Zenit der Hollywood-Filmkunst. Natürlich
Regisseur Francis Ford Coppola, aber auch Darsteller Marlon
Brando, der diese Rolle mit einer erstaunlichen Authentizität
spielt. Es kam dabei eines der besten Mafia-Epos heraus, wenn
nicht sogar der beste Film dieses Genres und ein großartiger
in den Bereichen der Film-noir und Mafia-Filme. In weiteren
Rollen der hier getesteten „Der Pate Trilogie - The
Coppola Restoration“ (5 DVDs, hier in der Steelbook-Variante)
sind ebenfalls noch zu sehen: Al Pacino, Robert DuVall, Sterling
Hayden, James Caan, Diane Keaton und weitere. Wir konnten
dieses vielversprechende DVD-Set genauer unter die Lupe nehmen
und kritisch hinterfragen, für was hier das Wort „Restoration“
steht.
[Inhalt]
„Der Pate“: In Francis Ford Coppolas meisterhaftem
Epos spielt Marlon Brando den Patriarch der Corleone-Familie
- und wurde dafür mit dem Oscar ausgezeichnet. Regisseur
Coppola zeichnet ein abschreckendes Portrait über Aufstieg
und Fall eines sizilianischen Clans in Amerika. Grandios balanciert
die Handlung zwischen dem Familienleben der Corleones und
dem schmutzigen Mafia-Geschäften, in die sie verwickelt
sind. Basierend auf Mario Puzos Bestseller und mit den herausragenden
schauspielerischen Leistungen von Al Pacino, James Caan und
Robert Duvall wurde dieser brillante Firm 1972 für zehn
Oscars nominiert und mit dreien ausgezeichnet, einschließlich
der Kategorie „Bester Film“. (168 Minuten)
Produktionsjahr: 1972; Darsteller: Marlon Brando, Robert Duvall,
Richard Castellano
„Der
Pate 2“: Don Michael führt jetzt die Familiengeschäfte
des Mafia-Clans. Rückblicke erinnern immer wieder an
Teil 1 und lassen eine 70jährige Familienchronik entstehen,
die der Corleone-Dynastie. Don Michael leitet das Verbrecherimperium
noch rücksichtsloser und härter als sein Vater,
doch auch bei ihm steht die Zusammengehörigkeit der Familie
im Vordergrund. (192 Minuten)
Produktionsjahr: 1974; Darsteller: Robert De Niro, Robert
Duvall, Lee Strasberg
„Der
Pate 3“: New York im Herbst 1979. Der Pate Michael Corleone
hat seine Casinos in Las Vegas abgestoßen und sich in
die Bank des Vatikans eingekauft. Aber das Milliardengeschäft
droht zu platzen. Hinter den Kulissen des Petersdoms wird
ein teuflisches Komplott eingefädelt - der Corleone-Clan
kämpft mit allen Mitteln ums Überleben.... (163
Minuten)
Produktionsjahr: 1990; Darsteller: Sofia Coppola, Bridget
Fonda, Andy Garcia
(Quelle: Paramount Home Entertainment)
[Kommentar]
Für mich stellt der erste Teil der „Der Pate“-Trilogie
etwas besonderes da, denn als ich ihn zum ersten Mal sah,
da war ich noch zu jung, soviel sei hier festgehalten, da
fand ich ihn ziemlich unspektakulär und gar langweilig.
Ich habe ihn schlichtweg noch nicht verstanden. Doch die zweite
Ansicht zu einem reiferen Alter war dann die wahrste Offenbarung
hinsichtlich der inhaltlichen Leistungen des Titels und der
gesamten Trilogie. Höchstes Lob gebührt Mr. Coppola
unerschöpflichen Feinsinns für einen Film der das
organisierte Verbrechen nicht authentischer und wirkungsvoller
hätte darstellen können. Entstanden in einer Zeit,
die wir dem Film bei heutiger Ansicht als positives Stilelement
loben.
Größte
Anerkennung erntet auch Marlon Brando in einer Rolle, als
sei sie für ihn gemacht. Oder er für sie. Egal,
denn im Ergebnis haben wir es mit einem erschreckend realistischen
Don Vito Corleone zu tun, der heute nachwievor als Sinnbild
für ein Mafiaoberhaupt und den Begriff „Der Pate“
steht. Wahnsinnig authentisch wirkt jedoch auch die Story.
Sie ist zurückhaltend inszeniert, wenn man sie direkt
zu heutigen Werken vergleicht. Doch das sollte man nicht tun,
der zeitgenössische Faktor könnte dann untergehen,
und er wirkt hier noch einmal katalysierend auf die ohnehin
dichte Stimmung.
Alle drei
Teile können zweifelsfrei als gut bezeichnet werden.
Womit man den ersten beiden eigentlich unfair gegenüber
wird. Das Ranking ist klar so, wie die Zahl nach dem Titel
es angibt, was mit Sicherheit nicht beabsichtigt war, sich
aufgrund des Inhalts jedoch zwangsweise ergibt. Macht aber
auch nichts, denn „Der Pate“ bietet auf drei Teilen
hochwertige Mafia-Thriller-Unterhaltung auf dem höchsten
Niveau. Wer also Filmgrößen wie „Es war einmal
in Amerika“ oder „Casino“ oder aber „GoodFellas“
mag, der wird diese Trilogie mit wunderbaren Darstellern einfach
lieben lernen. Francis Ford Coppola schuf – so meine
unbedeutende Meinung – das beste aus dem Buch von Mario
Puzo.
[Technik]
„Der Pate“ erhielt ein mächtiges Facelifting!
Großartig, denn so gut sah das unumstößlich
großartigste Mafia-Oberhaupt noch niemals aus. Wenn
nun bereits eine 5 DVDs umfassende Edition kommt, dann ist
eine Blu-ray Veröffentlichung – und damit der Einzug
des „Paten“ in die HD-Area – gewiss. Eine
gute Ausgangsbasis für eine HD-Veröffentlichung
hält man sich mit diesen hier verwendeten Vorlagen offen.
Denn sie sind wirklich großartig. Das mag gar nicht
primär an der ausgesprochen guten Bild-Qualität
liegen, sondern eher daran, dass die technischen Leistungen
dem Inhalt zugute kommen und die Stimmung erhöhen. Toll!
Wir bekommen
es also dreimal mit jeweils einem überarbeiteten Bild
zu tun. Immer im anamorphen Breitbild-Gewand 1.78:1, was den
Besitzern von 16:9-Wiedergabe-Equipment sehr gut passen wird.
Die gesamte Farbgebung gefällt von Beginn an und unterstreicht
das Gefühl, wir hätten es mit einer Geschichte von
„vor einigen Tagen“ zu tun, das entstehende Flair
ist wirklich gelungen. Durch überwiegend matschige, braune
und orange-gelbe Farbtöne entsteht ein alter, angestaubter
Look, ohne, dass dabei andere wichtige Werte wie Kontrast
und Sättigungsgrad leiden müssen.
Soundtechnisch
haben wir die Wahl zwischen Dolby Digital 5.1-Ton in den Sprachfassungen
Deutsch und Englisch. Zusätzlich gibt es deutschen Ton
im Mono-Format zu „Der Pate“ und „Der Pate
2“ und einen Audiokommentar. Es sei hier unbedingt erwähnt,
dass es sich beim 5.1-Mix um eine neu synchronisierte Version
mit abweichender Sprecherbesetzung handelt. Dies war für
den neuen Mix im sinnvollen Mehrkanalton wohl notwendig und
lohnte sich hinsichtlich der Räumlichkeit auch auf ganzer
Linie. Mit den neuen Sprechern muss man hingegen erst einmal
klar kommen. Untertitel sind wahlweise in den beiden Sprachfassungen
hinzu zu schalten.
[Fazit]
Kommen Sie her, greifen Sie zu! So muss das riesige Werbeplakat
für diese grandiose Collection beschriftet sein. Paramount
Home Entertainment schuf aus den Vollen und beweist mit dieser
technisch restaurierten Fassung, was man so alles aus „alten
Schinken“ noch herausholen kann – wenn das Ausgangsmaterial
es hergibt. Auf den hier enthaltenen 5 einseitigen Dual-Layer-Discs
(DVD Typ 9) gibt es Unmengen an Laufzeit, rund 526 Minuten
für die Trilogie, zuzüglich Bonusmaterial. Und letztgenanntes
setzt sich aus zwei DVDs zusammen, welche diese Features bieten:
- Ein
Meisterwerk, das fast keines war
- Die
Welt des Paten
- Als
die Dreharbeiten beendet waren
- Rettung
durch Filmemulsion – Der Pate neu entdeckt
- Der
Pate auf dem Roten Teppich
- Vier
Kurzfilme über den Paten
- Hinter
den Kulissen
- Zusätzliche
Szenen
- Die
„Pate-Chronologie“
- Der
Familienstammbaum
- Fotogalerie
- Kinotrailer
- Auszeichnungen
und Anerkennung
- Filmemacher-Biografien
Viele
der Inhalte sind uns aus der bereits erschienenen „Der
Pate“-Box bereits bekannt, es gibt jedoch auch Neuigkeiten.
Diese liegen allen voran im Feature „Rettung durch Filmemulsion
– Der Pate neu entdeckt“. Eine tolle Featurette,
eigens neu gefertigt für diese Version. Und wahrscheinlich
auch für die kommende Blu-ray Fassung des Titels, die
mit Sicherheit nicht allzu lange auf sich warten lässt.
Wer den Paten schon hat oder auch für jene unter uns,
die ihn noch nicht im Regal stehen haben: zugreifen, es kann
nur diese Box geben. Verfügbar seit Anfang Juni, der
Preis liegt bei rund 36,- Euro. FSK: ab 16 Jahren.
Andre
Schnack
08.07.2008
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/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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