| On
The Line
Comedy/Family/Romance
[Einleitung]
Romanzen haben oftmals beim weiblichen Geschlecht einen höheren
Stellenwert als bei Männern. Nicht selten kombinieren
die Filmemacher die Genres Comedy und Romance, so dass sich
das potentielle Publikum erhöht, eine größere
Masse angesprochen wird und der Film bessere Erfolgsaussichten
hat. universumfilm veröffentlicht die US-Filmproduktion
„On The Line“ von Regisseur Eric Bross von 2001.
In den Hauptrollen sind James Lance Bass, Joey Fatone, Emmanuelle
Chriqui, GQ, James Bulliard und Musiker-Legende Al Green zu
sehen. Wir nahmen uns die DVD vor und berichten über
Inhalt, Technik und Ausstattung der vermeintlich leichten
Filmkost.
[Inhalt]
Ein schüchterner Angestellter einer Chicagoer Werbeagentur,
Kevin (James Lance Bass), trifft in einem Zug auf die Liebe
seines Lebens - und verliert sie sofort wieder aus den Augen.
Um seine Traumfrau wieder zu finden tapeziert er die ganze
Stadt mit Postern, worauf besonders die Presse aufmerksam
wird und schließlich noch alle einsamen Frauen-Herzen
von Chicago. Als seine Freunde ihm auch noch helfen die vielen
Anrufen der Frauen entgegenzunehmen und zu treffen um die
Richtige zu finden gerät Kevin in eine Reihe turbulenter
Verwirrungen. Wird es ihm gelingen seine Seelenverwandte wieder
zu finden?
(Quelle: universumfilm)
[Kommentar]
Die S-Bahn bildet hier die Plattform der Geschichte. In ihr
und bei ihr beginnt und endet diese unterhaltsame Romanze,
die eigentlich gar keine ist. Gehören doch für gewöhnlich
zwei Menschen dazu, die sich kennen lernen und eventuell verlieben,
Schwierigkeiten meistern, Gemeinsamkeiten pflegen. Eric Bross’
Werk hingegen erzählt den Weg des Kevin, welcher gut
von dem jungen Darsteller James Lance Bass gespielt wird.
Seine „Traumfrau“ und Liebe des Lebens, die er
faktisch nur aus einer kurzen Begegnung im Zug kennt, ist
Antrieb seiner Aktionen, die allesamt durch Amüsement
und peinlichen Berührungspunkten glänzen –
letztlich jedoch den gewünschten Erfolg bringen. Ausgangspunkt
und Basis ist der Glauben an die „Liebe auf den ersten
Blick“.
Eine Vielzahl an Aufnahmen und Situationen
wurden mit Fingerspitzengefühl und einem Hang zur satten
Comedy inszeniert, ohne dass dabei Einschläge unter der
Gürtellinie gemeldet werden. Einerseits toll, andererseits
wird heutzutage oftmals genau dieser Einschlag praktisch schon
vom Publikum gefordert. Inhaltlich kann „On The Line“
mit soliden Wertvorstellungen und einer ganz zarten Moral
abschließend bewertet werden. Erwähnenswert ist
noch der frische und angenehm passende Soundtrack. Ein netter
Film für einen Freitag-Abend.
[Technik]
universumfilm lässt sich nicht lumpen. Die Darstellung
wird mittels eines anamorphen Breitbildtransfers vollzogen,
welcher im 1.78:1-Gewand auf der Mattscheibe erstrahlt. Werte
in den Bereichen der Farbwiedergabe, des Kontrasts und der
Kantenschärfe können als gut bis befriedigend bewertet
werden. Die Plastizität des Geschehens wird gewährt
und vermag durch di angenehmen Konturen zu entzücken.
Die Kompression legt ebenfalls eine gelungene Qualität
an den Tag und nur selten erhaschen wir ein leichtes Rauschen.
Von Kompressionsartefakten bleiben die Betrachter verschont,
das Geschehen gibt sich sauber und frei von Verunreinigungen.
Auch Romanzen können mit sattem Sound
aufwarten. Sollte man denken. Ja, dem ist auch so, allerdings
werden deutliche Unterschiede zu aktuellen Action- bzw. Blockbuster-Titeln
bemerkt. Keine Frage, es liegt zum einen am Mangel der Möglichkeiten,
begrenzt durch das Sujet der Geschichte, zum anderen an der
Wiedergabequalität an sich. Diese befindet sich auf einem
angenehmen Niveau und wird den Anforderungen an eine seichte
Romanze, bei der lediglich der Music-Score teils etwas aufdreht,
gerecht. Sprachausgabe – wahlweise in Deutsch oder Englisch
– ertönt im Dolby Digital 2.0-Format aus den Lautsprechern.
Nichts spektakuläres, dafür aber solide Kost, die
den Ansprüchen an den Film genügt. Untertitel gibt
es in deutscher Sprache für Hörgeschädigte.
[Fazit]
„On The Line“ von universumfilm läuft rasch
verrinnende 82 Minuten, wurde auf einer einseitigen Dual-Layer-DVD
(Typus 9) abgelegt und mit einer Altersfreigabe ab 6 Jahren
ausgestattet. Kein Wunder, denn Fluche oder Kraftausdrücke
finden keinen Einsatz. Nur ein paar sonderbare Einlagen des
N’Sync Mitglieds Joey Fatone erlauben zuweilen ein Nasenrümpfen.
Als Bonusmaterial gibt es lediglich Trailer und einige Hintergrundinformationen
zu Cast & Crew in Form von Texttafeln. Wer leichte Liebens-Komödien
mag, der wird hiermit seinen Spaß haben. Die Technik
der DVD geht in Ordnung, reisst nicht vom Hocker. Wer etwas
skeptisch ist, der sollte sich die Scheibe vor einem erwägten
Kauf einmal als Rental-Version per Videothek ins Haus holen.
Die Verkaufs-Fassung kann seit dem 19. Januar zu einem angemessenen
Preis von rund 15,- Euro im Handel erstanden werden.
Andre Schnack
12.02.2004
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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