| Die
Nebel von Avalon
Drama/Fantasy
[Einführung]
„Die Nebel von Avalon“ (Originaltitel: The Mists
Of Avalon) erscheint von BMG Video und universum film als
deutschsprachige Code2-DVD. Das Werk im Stile eines Monumentalfilms
wurde 2001 als Mini-TV Serie abgedreht. Es handelt sich hier
um eine US-deutsch-tschechische Koproduktion, die unter der
Regie von Uli Edel entstand. Das Drehbuch fertigte Gavin Scott
nach der Novelle von Marion Zimmer Bradley an. In den Hauptrollen
sind Anjelica Huston, Julianna Margulies, Joan Allen, Samantha
Mathis, Caroline Goodall, Edward Atterton, Michael Vartan,
Michael Byrne und weitere zu sehen. Wir sahen uns die DVD
an.
[Inhalt]
England in einer Zeit des Umbruchs: Die Unruhe äußerer
Bedrohungen durch die Sachsen wird durch den Widerstreit zwischen
alter und neuer Religion verstärkt. Eine stützende
Macht des Landes ist Viviane (Anjelica Huston), „Herrin
des Sees“, die einen von langer Hand angelegten Plan
schmiedet. Ein Hochkönig soll in Zukunft das Land regieren
und die alte Religion ein für alle mal stärken.
Dazu auserkoren hat sie Arthur (Edward Atterton), den Halbbruder
ihrer Nichte Morgaine (Julianna Margulies), in der sie selbst
wiederum eine würdige Nachfolgerin sieht. Vivianes Plan
könnte aufgehen, wäre da nicht ihre Schwester Morgause
(Joan Allen), die eigene machthungrige Pläne spinnt.
So scheint Avalon unwiederbringlich in den Nebeln der Zeit
unterzugehen...
[Kommentar]
„Die Nebel von Avalon“ gibt eine gute Filmmacher-Arbeit
ab, keine Frage. Imposant inszeniert und mit tollen Kostümen
und Sets ausstaffiert – all das gefällt. Inhaltlich
geht es um den ewigen Krieg zwischen gut und böse, mit
einer interessanten Rollenverteilung im Spiel um die Macht
des mittelalterlichen Großbritanniens. Die Charaktere
erzeugen ausreichend Persönlichkeitstiefe und wirken
plastisch, wenn auch viele Personen hier eine tragende Rolle
spielen und ab und an die ursprünglichen Motive dem Betrachter
etwas verschwimmen. Ansonsten macht der TV-Zweiteiler Spaß
und die Umsetzung der mystischen Geschichte mit märchenhaften
Zügen des König Arthur unterhält gut, wenngleich
sie auch keinen zweiten „Braveheart“ abgeben kann.
Wer mittelalterlich Themen mag, der liegt hier richtig.
[Technik]
Man bedenke, dass es sich bei „Die Nebel von Avalon“
um eine TV-Produktion handelt. Dementsprechend wertet man
auch das vorliegende Material. Allerdings braucht dies hier
nicht zwangsläufig beachtet werden, da die Qualität
gut ausfällt (anamorph, 1.78:1). Die visuelle Komposition
vermag vor allem durch ihre satte und kontrastreiche Farbgebung
Pluspunkte zu verbuchen. Das Geschehen wirkt harmonisch, wenn
es auch stellenweise durch wenige Verunreinigungen und leichte
Unschärfe etwas beeinträchtigt wird. Damit wären
dann auch schon die einzigen Kritikpunkte aufgezählt.
Der Ton des Films erklingt in wahlweise deutschen oder englischen
Dolby Digital 5.1-Sound. Was die Mehrkanaltonqualitäten
angeht überzeugt die gebotene Akustik. Es werden zahlreiche
Hintergrundgeräusche offeriert, die sich des Potentials
einer diskreten Ansteuerung bedienen und auf diesem Wege Räumlichkeit,
ausreichend Dynamik und Klangdichte erzeugen. Optional gibt
es deutschsprachige oder englische Untertitel einzuschalten.
[Fazit]
BMG Video bringt uns mit dieser Bernd Eichinger- und Gideon
Amir-Produktion einen tollen TV-Zweiteiler auf DVD in die
heimischen vier Wände. Die Laufzeit des Werks bemisst
sich auf rund 176 Minuten, die sich auf einer einseitigen
Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) befinden. Sämtlicher Inhalt
wurde ab einer Altersstufe von 12 Jahren freigegeben. Die
Extras der Erscheinung beschränken sich auf: eine unkommentierte
Hinter den Kulissen Featurette (ca. 9 Minuten), ein Interview
mit Produzent Bernd Eichinger (knapp 12 Minuten), der US Kino-
und TV-Trailer und einige Cast & Crew-Informationen auf
Texttafeln. Die DVD ist seit dem 2. Dezember letzten Jahres
im Handel erhältlich. Wer Lust auf ein fantasievolles
Märchen hat, der wird hier zufrieden gestellt.
André Schnack
01.04.2003
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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