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Der Mann ohne
Vergangenheit
Comedy/Fantasy/Drama/Romance
[Inhalt]
Ein Namenloser (Markku Peltola), nach einer Zugfahrt überfallen
und ausgeraubt und von den Ärzten für tot erklärt,
findet sich plötzlich erinnerungslos in einem zweiten
Leben wieder. Er siedelt sich in einem Schrottkontainer an,
versorgt mit Kleidern von der Heilsarmee und bald auch mit
der scheuen Liebe einer Heilsarmistin (Kati Outinen). Mit
Zähigkeit, Phantasie und Überlebenswillen kehrt
er ins Leben zurück. Bis er, versehentlich eines Banküberfalls
verdächtigt, identifiziert wird. Muss er nun zurück
in seine frühere Welt, an die er sich immer noch nicht
erinnern kann?
[Kommentar]
Irgendwie wertfrei, objektiv, teils sogar neutral und skurril:
eine lustige Geschichte. Erfüllt mit Fakten, wie sie
das Leben ohne Zweifel täglich schreibt, legt der Film
dem Betrachter Situationen auf, die man sich nicht unbedingt
wünscht, die einem aber durchaus bekannt sein sollten,
wenn man sie auch noch nicht selbst erlebt hat. „Der
Mann ohne Vergangenheit“ ist jedoch vielmehr. Er ist
ein Hoffnungsträger. Feinsinnige Wortdialoge und Gesten,
wie sie die Mattscheibe selten erlebt – das sind die
Werkzeuge des Manns ohne Vergangenheit. Mit Bravour wechseln
sich tragische Szenen mit überraschender Nüchternheit
und von Situationskomik gespickte Aufnahmen ab. Die darstellerischen
Leistungen befinden sich allesamt auf einem Level, einem guten
Level, der dem arg trockenen Humor gut widerspiegelt. Es geht
ums Leben, das Aufrappeln und Weitermachen nach einem tiefen
Fall. Der Musikeinsatz wurde sehr gering gehalten, wenn aber
etwas aus den Boxen tönt, dann mit Wirkung.
[Technik]
Der Film erscheint im anamorphen Breibildtransfer 1.85:1 und
wurde qualitativ mehr als nur ansehnlich auf dem Datenträger
untergebracht. Zwar zählt der Streifen zahlreiche Aufnahmen
in dunklen Gefilden, doch geht überwiegend der Sättigungsgrad
durch einen gesunden Schwarzlevel in Ordnung und verschlingt
nur wenig Bilddetails. Die Kantenschärfe geht klar, generell
kann was die Farbgebung angeht von einer natürlichen
Blässe gesprochen werden, statt das ein großartiger
Kontrast gelobt wird. Das Bild wird ruhige, strahlt eine ausreichende
Plastizität aus und kommt sauber daher. Tonal kommt es
im deutschsprachigen Dolby Digital 5.1-Ton oder aber im finnischen
2.0-Sound aus den Lautsprechern. Für das, was der Film
bietet, langt die 2.0-Spur vollkommen aus. Der seltene Musikeinsatz
wird adäquat abgebildet, die extrem wenigen Hintergrundgeräusche
ebenfalls. Schwerpunkt liegt auf der Sprachausgabe, die klar
und deutlich vernommen werden kann.
[Fazit]
Ein Film, den man nicht hat kommen sehen. Aki Kaurismäkis
„Der Mann ohne Vergangenheit“ setzt sich positiv
vom restlichen Kinoprogramm ab. Er läuft rund 93 Minuten
und besticht mit gewitztem Realismus der zeigt, dass komische
Dinge, die man für ausgeschlossen hielt doch passieren.
Und irgendwie auch funktionieren. Das Leben ist eben sonderbar.
Und „Der Mann ohne Vergangenheit“ ebenfalls. Ähnelt
er oftmals einer Art Bühnenspiel, so unterhält er
doch auf hohem Niveau. Extrem kostengünstig inszeniert,
mit Charme und skurrilen Situationen ausgestattet. Hoffnungsvoll
und freigegeben ab 12 Jahren. Als Bonusmaterial beherbergt
die einseitige Single-Layer-Disc (DVD Typ 5) neben optionalen
deutschen Untertiteln noch einen Trailer zum Hauptfilm und
drei zu weiteren DVD-Erscheinungen des Hauses EuroVideo. Ach
ja, und der Film lehrt uns, einen Namen zu haben ist wichtig!
Sehenswert!
André Schnack
25.09.2003
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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