| Deauce
Bigalow: European Gigolo
Comedy
[Einleitung]
Von dieser Art an Filmen gibt es eine ganze Handvoll. Doch
wo, oder besser, vor und hinter welchem reiht sich Regisseur
Peter Segal’s „Spiel ohne Regeln“ (Originaltitel:
The Longest Yard) genau ein? Der 2005 als US-Produktion abgedrehte
Titel wartet mit folgenden Darstellern in den Hauptrollen
auf: Adam Sandler, Chris Rock, James Cromwell, Nelly William
Fichtner und Burt Reynolds. Wir konnten die vorrangig als
Comedy ausgerichtete Filmproduktion genauer betrachten und
beurteilen die DVD aus dem Hause Sony Pictures Home Entertainment
nach ihren technischen Leistungen, ihrem Inhalt und der Ausstattung.
[Inhalt]
Nachdem er bei einer wilden Jagd durch Los Angeles von der
Polizei in volltrunkenem Zustand in der geklauten Nobelkarosse
seiner Freundin gestellt wird, landet der ehemalige Footballprofi
und Star-Quarterback Paul „Wrecking“ Crewe (Adam
Sandler), der wegen Spielmanipulation hochkant aus der Liga
geflogen war, in einem knallharten Knast in der Einöde
von Texas.
Die Hoffnungen,
seine drei Jahre ungestört absitzen zu können, werden
gleich bei seiner Ankunft zunichte gemacht: Gefängnisdirektor
Hazen (James Cromwell) ordnet Paul an, ein Footballteam aus
Gefängnisinsassen zusammenzustellen, das in einem Spiel
gegen die sadistischen Wärter um Captain Knauer (William
Fichtner) verheizt werden soll. Doch Hazen rechnet nicht damit,
dass Paul einen ganz anderen Plan verfolgt. Mit Hilfe des
gewieften Caretakers (Chris Rock) und dem alten Profi Nate
(Burt Reynolds) stellt er eine Mannschaft auf die Beine, die
nur ein Ziel hat: den Wärtern auf dem Spielfeld eine
deftige Abreibung zu verpassen...
(Quelle: Sony Pictures Home Entertainment)
[Kommentar]
Also ich habe meine Probleme mit diesem Film. Zu sehr werden
alte, gute Erinnerungen an wirklich gute Filme wach. Zu sehr
differiert die qualitativ des vorliegenden Werks zu einem
Werk wie „Flucht oder Sieg“ mit einem fabelhaften
Sylvester Stallone und einer packenden Erzählweise. Das
ist sehr schade, da das Material an sich als interessant und
ausreichend tief daher kommt. Vielleicht liegt es auch ein
wenig an den verpflichteten Schauspielern. Adam Sandler will
mir nicht recht gefallen, als harter Man, als Quarterback
eines Football-Teams, der sich nicht immer an Regeln hält.
Leider trifft dies auf einige Rollen zu, die nicht unwichtig
sind. Wenn es denn so etwas wie „wichtig“ in der
sehr simplen und wenige anspruchsvollen Geschichte gibt.
Wie dem
auch sei, man legte wert auf Comedy, und dies gelang überwiegend
auch. Ohne tiefen Sinn oder aber unterhaltsame Beweggründe
gelingt ab und an tatsächlich ein guter Lacher. Insgesamt
hingegen hält sich der Beschuss aufs Zwerchfell leider
in Grenzen. Die musikalische Untermalung begleitet, schürt
und beeinflusst die Handlungen nicht im erwarteten Stil, doch
entsteht eine gewisse Atmosphäre, die dem Film zugute
kommt. Seitens der Computer-Effekte und den Action-Einlagen
gibt es ebenfalls nur eine mittelprächtige Benotung von
uns, denn es wird ein nur durchschnittlicher Güte-Charakter
erreicht. Es entsteht einfach kein Charme, wie bei „Victory“
(Flucht oder Sieg).
[Technik]
Wir haben es mit einem anamorphen Breitbild-Transfer im Format
2.35:1 zu tun. Immer wieder wird uns klar, wie viele Bild-Details
ein Geschehen so wiedergeben kann. "Spiel ohne Regeln"
ist jedoch nicht nur darin groß, sondern ferner handelt
es sich hier auch um eine gute Farbgebung und einen weitgehend
angenehmen Kontrast. Nur die Kantenschärfe kann sich
gelegentlich nicht halten und driftet in einen etwas unzureichenden
Bereich ab. Davon ab verfügt der Transfer über ausreichenden
Drive und vermag auch nach dem ersten Eindruck noch durchweg
zu gefallen. Schwarzlevel und Farbumfang verschlucken keine
Bilddetails, letztlich wird aufgrund der harmonischen Gesamtwirkung
und der hohen Plastizität ein gutes Bild zusammengesetzt.
Kompressionsartefakte treten praktisch nicht auf.
„Spiel
ohne Regeln“ steht für eine Vielzahl an akustischen
Darbietungen aktueller Filme, zumindest was die Erwartungen
an die Technik vor dem Hintergrund eines Sportfilms angeht.
Erwartungsgemäß entpuppt sich der Ton im Mehrkanaltonformat
Dolby Digital 5.1 in deutscher oder wahlweise englischer Sprachausgabe.
Optionale Untertitel werden in Deutsch, Englisch und Türkisch
geliefert. Sauber und ordentlich im Klang offenbart sich ein
teils weites Raumgefühl. Dafür verantwortlich zeichnen
sich die klare Anspielungen von Höhen und Tiefen, die
sauberen Dialoge und einige stimmungsvolle Hintergrundgeräusche.
Von großartigen Ausbrüchen auf den hinteren Surround-Lautsprechern
oder auch dem Bass ist nicht zu berichten.
[Fazit]
“Die Kampfmaschine” – so das Original aus
1974 – hat es einfach besser drauf. Damals spielte Reynolds
die Hauptrolle, und er spielte besser. 2001 kam dann „Mean
Machine“ mit Vinnie Jones, ebenfalls sehenswert. Wer
nun ein Remake aus Hollywood braucht, der sollte sich „Spiel
ohne Regeln“ mit seiner Laufzeit von rund 109 Minuten
anschauen und sich sein eigenes Urteil bilden. Sony Pictures
Home Entertainment setzte den Titel auf einer einseitigen
Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) ab und stattete den ab 12 Jahren
freigegebenen Film mit folgendem Bonusmaterial aus:
- Gag
Reel,
- Entfallene
& erweiterte Szenen,
- Dokumentation:
Visuelle Effekte,
- Making
Of "Spiel ohne Regeln",
- Licht
- Kamera - Touchdown,
- Catering
für große Jungs
- Musikvideo:
"Errtime" by Nelly
Inhaltlich
können die Materialien gefallen, bieten jedoch auch nur
einen recht beschränkten Einblick in die Hintergründe
und Entstehung des Films. Die Laufzeit geht ebenfalls in Ordnung
und erscheint der Erscheinung angemessen. „Spiel ohne
Regeln“ ist ab dem 21. März im Handel erhältlich
und wird sich bei einem Preis um die 20,- Euro einpendeln.
Wer Action-Comedys mit gelegentlichem Tiefgang sucht, der
wird hier fündig und kann sich recht angenehm einen bunten
Abend mit diesem Film machen. Wer richtig was zum Ablachen
oder aber einen markigen, actionreichen Sportfilm sucht, der
wird hier nur bedingt fündig.
Andre
Schnack
22.02.2006
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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