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Hunde, wollt
Ihr ewig leben
Drama/War
Der junge,
nationalsozialistisch geprägte Oberleutnant Wisse (Joachim
Hansen) wird im Herbst 1942 als Verbindungsoffizier nach Stalingrad
versetzt. Die deutschen Truppen haben zwar unter großen
Verlusten die Stadt erobert, werden aber bereits von der Roten
Armee eingekesselt. Viele der einfachen Soldaten haben erkannt,
dass sie dem Gegner chancenlos ausgeliefert sind. Doch aufgrund
der Befehle von ganz oben glauben die Offiziere unter General
Paulus (Wilhelm Borchert) immer noch an einen Sieg. Als sich
die Lage dramatisch zuspitzt, erkennt Wisse die Sinnlosigkeit
dieses Krieges und wendet sich mehr und mehr von der Nazi-Ideologie
ab. In eisiger Kälte, fast ohne Munition und Verpflegung
kämpft er an der Seite der verlorenen 6. Armee ums Überleben...
Frank
Wisbar gab sieh bei der Inszenierung seines Werks sichtlich
Mühe. Was sich dann auch auszahlen sollte, denn der Film
kam bei den Zuschauern gut an und gewann sogar 1959 zwei deutsche
Filmpreise. In vielerlei Hinsicht unterscheidet er sich von
heutigen Filmen. Hier ging es nicht primär darum Unterhaltung
zu bieten, sondern den Schrecken des Krieges darzustellen
und dies mit namhaften Darstellern zu garnieren, um die Gefühle
und Ängste besser transferieren zu können. Leider
ging das nur bedingt, zumindest aus heutiger Sicht, über
40 Jahre nach Entstehung des Films. "Hunde, wollt Ihr
ewig leben" wurde aufwendig umgesetzt und glänzt
mit wirkungsvollen Sets, die durch Einspielungen von Original-Dokumentationsfilmmaterial
erweitert wurden, da keine großen Panzermassen zum Dreh
zur Verfügung standen. Ab und an ergreift auch ein Erzähler
das Wort, neben den gut gewählten und insgesamt sehr
überzeugenden Darstellern. Fazit: ein gelungenes Drama
über die aussichtslose Lage im sinnlosen Kampf um Stalingrad.
Technisch
können hier nicht viele Worte verloren werden, immerhin
lässt sich die 40 Jahre alte Produktion nicht so recht
mit aktuellen Neuerscheinungen vergleichen. Es wird ein Schwarz-Weiß-Vollbild
(1.33:1) geboten, welches mit stark variierenden Kontrast
und Bildrauschen daher kommt. Letzteres hält sich in
Anbetracht des hohen Alters jedoch noch in erträglichen
Grenzen. Quantität und Anzahl der im Bild auszumachenden
Bilddetails hängt stark von dem Schärfegrad ab,
der auch weitgehendst mit dem Verlauf des Films schwankt.
Zahlreiche Verunreinigungen, besonders bei den historischen
Aufnahmen, Artefaktbildung und eine nicht besonders saubere
Kompression sprechen eine nicht so qualitativ hochwertige
Sprache. Der Ton klingt erwartungsgemäß im Dolby
Digital 1.0-Format aus dem Center-Speaker. Auch hier machten
eindeutig die Spuren des Alters keinen Halt. So rauscht der
gesamte Sound etwas, was auch die ohnehin nicht gerade gute
Differenzierung der Tonelemente erschwert. Die Sprachausgabe
leidet ebenfalls ein wenig, bleibt aber stets verständlich.
Untertitel gibt es auf der Scheibe nicht vorzufinden.
"Hunde,
wollt Ihr ewig leben?" von Kinowelt Home Entertainment
ist ein altes Eisen auf einem frischen und noch sehr jungen
Medium - irgendwie passt das nicht ganz. Zwar genießt
der Fan die Vorteile wie Kapitelanwahl und schnelles Spulen,
mehr Vorteile gegenüber einer VHS-Fassung des Films gibt
es aber kaum. Der ca. 93minutenlange Film wurde auf einer
einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) abgelegt und mit folgenden
Special Features ausgestattet: 4 Trailer weiterer Erscheinungen,
2 Trailer zum Hauptfilm, ein sehr schönes, rund 22minutenlanges
Interview mit Joachim Hansen, Texttafeln über Stab und
Besetzung, Starinfos und ein ebenfalls auf Texttafeln untergebrachtes
Gespräch mit Regisseur Frank Wisbar. Inhaltlich gut und
auch im Umfang keinesfalls zu verachten, diese Extras. Wer
einen deutschen Klassiker auf DVD sein Eigenen nennen möchte,
der sollte hier zugreifen, wobei ein empfohlener Verkaufspreis
von DM 49,95 für die hier gebotene Leistung etwas überhöht
scheint. Freigegeben ab 12 Jahren und seit dem 30. Oktober
zu kaufen.
Andre
Schnack
01.11.2001
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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