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Human Traffic
Comedy/Drama
Jedes
Wochenende ziehen Jip (John Simm) und seine Freunde los, um
ihren Frust über öde Jobs, Familienstress und Beziehungsprobleme
mit Parties, Tanzen, Sex und Drogen so richtig abzureagieren.
Jip hat einen langweiligen Job als Jeansverkäufer und
außerdem Versagensängste beim Sex, sein bester
Kumpel Koop (Shaun Parkes) träumt von einer Karriere
als DJ und muss dummen Jungs schlechte Platten verkaufen.
Seine Freundin Nina (Nicola Reynolds) hat vor allem Probleme
mit Koops extremer Eifersucht, ihren Job in einem Fastfood-Restaurant
hat sie gerade hingeschmissen. Lulu (Lorraine Pilkington)
hat von Jungs und Beziehungen überhaupt die Nase voll,
und der Polizistensohn Moff (Danny Dyer) protestiert gegen
seine langweilig-wohlgeordnete Familie, indem er sein Geld
hauptsächlich mit Drogenhandel verdient. Dieses Wochenende
wird auch noch Ninas jüngerer Bruder Lee (Dean Davies)
mit dabei sein, der von den Freunden in ihre Partywelt eingeführt
werden soll.
"Human
Traffic" stellt etwas besonderes dar. Nicht unbedingt
von der Thematik an sich, dafür jedoch in der Art der
Umsetzung und dem gesamten Stil des Films. Lebensnah, teilweise
gar erschreckend realistisch und mit einer dicken Beigabe
Humor umgesetzt, fesselt "Human Traffic" auf eine
sehr eigene, charmante und stylische Art vor der Leinwand,
bzw. der Mattscheibe. Regisseur Jeff Kerrigan begleitet seine
Figuren 48 Stunden lang auf einem Zug durch die englische
Rave- und Clubszene - eine atemlose, witzige, durchgeknallte
Reise voller Musik, absurder Sprüche und bunter Fantasien!
Darum geht es im Kern. Aber auch über die empfundene
Paranoia beim Werfen von Ecstasy-Pillen, die Begleiterscheinungen,
Folgen und der Spaß bei der ganzen Sache. "Human
Traffic" macht wirklich Lust auf Party, was aber stets
von einem etwas üblen Beigeschmack begleitet wird. Aufgebaut
wie ein Trip bekommt der Betrachter Dinge und Situationen
vor die Augen, die sich von den Figuren teilweise nur vorgestellt
werden - was aber Charme hat. Der Film erinnert von der Thematik
her etwas an "Requiem
For A Dream", wenngleich letzterer schwerer verdaulich
und wesentlich ernster gestaltet wurde. Wer jedoch eine innovative
Umsetzung, schrille Charaktere und Spaß erleben möchte
- hier.
Kommen
wir zur Technik des Silberlings. Aus dem Programm von Sunfilm
Entertainment erscheint eine DVD, die sich zwar etwas positiv
von anderen Veröffentlichungen des Hauses abhebt, dennoch
nicht ganz zu überzeugen vermag. Das anamorphe Breitbild
befindet sich im Format 1.85:1 auf der DVD und entspricht
somit der Originalvorlage. Der Farbumfang des Gebotenen ist
in Ordnung, nur stellenweise macht der Kontrast einige leichte
Veränderungen und die Wirkung des Bildes ändert
sich gelegentlich etwas. Die Kantenschärfe kann als akzeptabel
bezeichnet werden, insgesamt wirkt das Bild jedoch etwas zu
soft und unklar. Der Detailreichtum leidet auch etwas darunter.
Die Kompression befindet sich auf einem durchschnittlichen
Qualitätslevel. Der englische Originalton des Films befindet
sich im Dolby Digital 2.0-Format auf der Scheibe, dazu kommen
eine deutsche Tonspur im gleichen Format, eine Dolby Digital
5.1- und eine DTS 5.1-Tonspur. Insgesamt bleibt der Unterschied
zwischen den Soundtracks gering. Die Mehrkanalformate nutzen
die hinteren Kanäle besser aus und verfügen über
eine etwas höhere Dynamik in Verbindung mit einem gesunden
Bassfundament.
Über
"Human Traffic" schreibt der Evening Standard aus
London: "Schnell, wild, witzig" - dem ist nichts
mehr hinzuzufügen. Der Inhalt dieser Sunfilm Entertainment
DVD gefällt sehr gut. "Human Traffic" läuft
rund 95 Minuten und wurde ab 18 Jahren freigegeben. Doch leider,
wie bei fast allen Sunfilm DVDs, scheidet die DVD im Bereich
Bonusmaterial sozusagen aus, denn auch hier gibt es wieder
lediglich optional deutsche Untertitel, den Trailer zum Hauptfilm
und 4 Vorschauen auf weitere Erscheinungen - mager. Die einseitige
Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) erschien am 13. März als
Rental-Version in den Videotheken und wird am 5. Juni als
Kauf-DVD veröffentlicht. Eine Geschichte über Freunde
und deren ausgeschweifte Touren durch das Nachtleben in Wales,
48 Stunden pure Party, mit Stellen, die zum Nachdenken anregen.
Ein kleiner Geheimtipp!
Andre
Schnack
11.4.2002
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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| Extras
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