Derek Vinyard (Edward Norton) ist der junge Anführer einer
Gruppe rassistischer Jugendlicher in Kalifornien. Er macht
die Schwarzen für den Tot seines Vaters verantwortlich und
wird so zum fanatischen Rassisten. Danny (Edward Furlong)
versucht es seinem großen Bruder gleich zu tun. So gelangt
auch er in diese gefährlichen Kreise. Beide lassen sich von
Cameron Alexander (Stacy Keach) beeinflussen, ähnlich wie
das deutschen Volk Hitler folgte. Sie überfallen Läden von
Einwanderern und führen radikale Propaganda gegen alles was
nicht weiß ist. Eines Nachts wacht Danny auf und sieht, wie
sich drei schwarze Jungen an dem Wagen seiner Mutter zu schaffen
machen. Er holt seinen Bruder Derek, der die mutmaßlichen
Diebe mit einer Waffe aufhalten will. Dabei tötet er zwei
der Diebe und wird für drei Jahre ins Gefängnis gesteckt.
Danny wird in der Zeit immer mehr wie sein Bruder. Als dieser
aber wieder freikommt, hat er sich verändert. Im Gefängnis
erkannte er wie sinnlos und falsch Rassismus ist. Er versucht
seinen Bruder zu retten, bevor er die gleiche Dummheit begeht.
Kann er es noch schaffen oder kommt er schon zu spät ?
Tony Kaye gelingt mit "American History X" ein
sehr beeindruckendes Regiedebüt. Er ist zwar ein bekannter
Werbefilmregisseur, aber an einen richtigen Kinofilm hat er
sich bisher noch nicht versucht. Das er sich gleich eines
so brisanten Themas annimmt ist sehr mutig, aber er schafft
es, die Thematik sehr gut in Bilder umzusetzen. Das Rassismusproblem
der Staaten wird aufgegriffen und auf eine sehr realistische
Weise dargestellt. Der Film kritisiert die Gesellschaft und
versucht durch schockierende Bilder den Betrachter zum Nachdenken
anzuregen. Tony Kaye bedient sich hierfür vieler zeitlicher
Rückblicke, die sich durch die schwarz-weiß Darstellungsweise
vom Rest des Filmes unterscheiden. Hierdurch erlaubt er einen
Einblick in die Vergangenheit der beiden Jungen und ermöglicht
es dem Zuschauer so, deren Handeln besser zu verstehen. Kaye
bedient sich auch vieler Zeitlupenaufnahmen um die Dramatik
der Geschehnisse zu steigern. Der rechtsradikale Derek wird
von dem jungen Edward Norton gespielt, der schon in Filmen
wie "Zwielicht" sein schauspielerisches Talent bewies.
"American History X" brachte ihm sogar eine Oscarnominierung
für 1999 ein. Sein kleiner Bruder wird von Edward Furlong
gespielt, der dem Publikum schon aus "Terminator 2" bekannt ist, auch ihm
gelingt es die Rolle des verwirrten jungen Bruders glaubhaft
umzusetzen. Abgerundet wird die Besetzung durch Stacy Keach
und Beverly DAngelo, die beide schon aus vielen Filmen
bekannt sind. Ein sehr beeindruckender Film, der wahrscheinlich
auch in Deutschland für Aufregung sorgen wird.
Diese DVD nutzt sehr gut die vorhandene Technik und belohnt
den Käufer mit einer sehr guten Qualität. Das Bild ist sehr
klar, farbenfroh und kontrastreich. Auch die schwarz-weiß
Aufnahmen kommen klar und deutlich herüber und es fällt kein
Rauschen auf. Dargestellt wird das Geschehen in anamorphen
1.85:1. Der AC-3 Sound weist ebenfalls eine sehr gute Qualität
auf. Die Kanäle sind deutlich voneinander getrennt und eröffnen
ein abgerundetes und klares Klangfeld. Die Musik wird durch
die Front- und Effektlautsprecher wiedergegeben, während die
Dialoge deutlich aus dem Center an unser Ohr dringen. Es sind
keine Fehler oder Rauschen zu hören. Neben der englischen
5.1 Surround- ist noch eine englische Stereo Surround Version
enthalten, bei denen man auf Wunsch noch englische Untertitel
hinzuschalten kann.
New Line Home Video bringt mit "American History X"
wieder einmal eine sehr gute DVD auf den Markt. Sie ist zwar
nicht aus der "Platinum Series", aber trotzdem spendierte
New Line einiges an Bonusmaterial. So finden wie auf der Scheibe
neben dem Film, der in 33 Kapitel unterteilt ist, noch eine
Trailer, eine Bio- und Filmografie der Hauptdarsteller und
der Crew und drei "Deleted Scenes", die ebenfalls
eine sehr guter Qualität aufweisen. Die Dual-Layer-Disc hat
eine Spieldauer von 119 Min. und wechselt für etwa 60,- DM
(Listenpreis 25$) den Besitzer. Eine gute DVD und ein sehr
beeindruckender Film der zum Nachdenken anregt. Ein Streifen
den jeder mal gesehen haben sollte.
Sven Preuß
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Bewertung:
Eine Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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