| Heidi
Fleiss - Callgirl der Stars
Dokumentation/Special
Interest
[Inhalt]
Heidi Fleiss (Jamie-Lynn DiScala), Tochter eines angesehenen
Arztes, hat seit ihrer Jugend eine Vorliebe für ältere
Männer. Über Regisseur Ivan Nagy lernt sie Madame
Alex kennen, die einen exklusiven Callgirlring in Hollywood
betreibt. Schnell wird Heidi zu dessen begehrtester Prostituierten
und übernimmt bald das Geschäft Ihrer Chefin. In
der Szene wird sie rasch beliebt dafür, nur die schönsten
und begehrtesten Mädchen an Hollywoodstars, Politiker
und Scheichs zu vermieten. Die bekannten Persönlichkeiten
bezahlen Heidi und Ihren Damen dabei ein Vermögen, bis
die Polizei von L.A. ihren Ring zerschlägt. Schließlich
wird sie zu drei Jahren Haft verurteilt und die pikanten Details
Ihrer Kunden kommen an die Öffentlichkeit. Doch davon
lässt sich Heidi nicht beeindrucken und beschließt
ihr Geschäft mit der käuflichen Liebe jetzt erst
recht durchzuziehen...
(Quelle: Splendid Film)
[Kommentar]
Die Geschichte an sich hat zweifelsohne Hollywood-Charme aufzuweisen.
Ein schönes Mädchen mit einem guten Arzt als Vater
verfällt den körperlichen Sünden gegen finanzielle
Entlohnungen, steigt innerhalb dieses Zirkels auf, etabliert
sich und letztlich ihren Callgirl-Ring bis zu einem großen
Erfolg – und fällt dann tief. Das ist jedoch keinesfalls
der Stoff, aus dem Filme gemacht werden, sondern das mehr
oder weniger reale Leben der Heidi Fleiss. Eine der erfolgreichsten
und durch ihr aufsehenerregendes Leben bekannte Prostituierte
mit einer wahrhaftigen Edel-Klientel. „Heidi Fleiss“
erzählt genau diese Geschichte. Nichts ist nun wirklich
großartig innovativ oder spektakulär an der Sendung,
doch kann man sich nicht ganz frei machen von ihrem gewissen
Etwas und dem doch teils vorhandenem Charme.
[Technik]
„Heidi Fleiss“ erscheint im anamorphen Breitbild-Gewand
1.78:1 und weist somit am oberen und unteren Bildschirmrand
keine schwarzen Balken auf. Betrachten wir das Geschehen genauer,
so fallen gleich einige bemerkenswerte Faktoren auf, die es
zu erwähnen gilt. Allen voran schafft es der Film einen
relativ eleganten visuellen Weg für einen solchen, nicht
gerade mit großartigem Budget gesegnetem Hollywood-Film
zu gehen. Der Kontrast, die Kantenschärfe und auch der
Detailreichtum der Bilder gehen wirklich in Ordnung. Es sind
überwiegend saubere und klare Bilder, die nur selten
ein wenig Grundrauschen aufweisen. Das Gesamtniveau des 16:9-Bilds
siedelt sich im guten Mittelfeld an. Selbst in dunkleren Szenen
krankt hier nichts an einer mangelhaften Ausleuchtung oder
an einem zu hellen Schwarz-Level. Hin und wieder fällt
bei raschen Bewegungen ein leichter Schleier auf.
„Heidi Fleiss“ gibt es wahlweise
in englischer oder deutscher Sprachfassung zu vernehmen. Dabei
setzte man den Ton im Mehrkanalformat Dolby Digital 5.1 an.
Beide Versionen können sich wirklich hören lassen,
vermögen es jedoch nicht über das Mittelmaß
heraus zu überzeugen. Dafür fehlt es dem Transfer
einfach an lebhafter Weite, dem notwendigen Dynamikumfang
und einigen Raffinessen. Macht jedoch nichts, außer
man hielt große Erwartungen vor, was jedoch ein wenig
unfair dem Inhalt gegenüber wäre. Widmen wir uns
den beiden hauptsächlichen und wichtigen Merkmalen, der
Sprachausgabe und der Musik, so gibt es keine Enttäuschung.
Untertitel fanden wir nicht vor.
[Fazit]
Es ist einfach kein Egomanie-Trip oder aber ein nachdenkliches
Werk mit tiefen Einblicken und einer Diskussionsgrundlage
zum Thema Prostitution, ihrer Herkunft, Geschichte und den
Hintergründen dieses Gewerbes, welches auch als ältestes
Gewerbe schlechthin bezeichnet wird. „Heidi Fleiss“
beschäftigt sich vielmehr sehr fleißig mit dem
Malen eines Bildes einer sehr bekannten Prostituierten und
ihren Geschäften auf einer Laufzeit von rund 80 Minuten.
Die FSK liegt dabei bei ab 16 Jahren. Es handelt sich beim
eingesetzten Medium um den günstigeren DVD 5-Typus, einseitig
und einschichtig. Was jedoch kein negativer Wertungspunkt
ist, denn neben den 80 Minuten Hauptprogramm befinden sich
lediglich ein schmuckloses Menü und ein paar Trailer
auf der Disc.
Andre Schnack
20.11.2007
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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