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Heaven's
Burning
Thriller/Roadmovie
Am letzten
Abend der Hochzeitsreise trifft die junge Japanerin ihren
ehemaligen Lover. Um bei ihm sein zu können, täuscht
sie eine Entführung vor. Nur um kurze Zeit später
bei einem Bankraub wirklich als Geisel genommen zu werden.
Die skrupellosen Gangster wollen sie daraufhin kurzerhand
erledigen. Doch Colin (Russell Crowe), dem Fahrer des Fluchtautos,
wird es zu viel. Er befreit Midori (Youki Kudoh) und tötet
versehentlich einen seiner Komplizen. Eine wilde Flucht durch
den Outback beginnt. Gehetzt von der Polizei, den restlichen
Verbrechern und Midori's ausgerastetem Ehemann beginnt eine
gefährlich romantische "amour fou" ...
"Heaven's
Burning" ist ein klasse Film, der Spaß macht und
kurzweilig unterhält. Er gehört in die Kategorie
der B-Movies, was aber nichts negatives zu bedeuten hat. Denn
gerade bei dieser australischen Produktion wurde aus beschränkten
Mitteln ein ansehnlicher Film geschaffen. Der damals noch
eher unbekannte Darsteller Russel Crowe zeigt was in ihm steckt
und wie viel Potential der Mann noch hat. Die an seiner Seite
spielende Youki Kudoh überzeugt ebenfalls, insbesondere
durch ihre Lebendigkeit und Natürlichkeit. Auch die bösen
Buben der Geschichte wurden passabel besetzt und überzeugen,
wenn die Charaktere auch nicht gerade durch Tiefe bestechen.
Der Stil von Regisseur Craig Lahiff ist bemerkenswert, die
Geschichte mit Bonnie & Clyde-Motiv hätte zwar ruhig
etwas mehr Abwechslung vertragen können, dafür gelang
jedoch die Umsetzung gut. Viele Road-Movie-Elemente, die Romanze
und einiges an Action mit einem recht hohen Maß an Gewalt
gefallen dem Betrachter, denn die Machart mit dem stellenweise
tiefschwarzen Humor macht einfach Spaß und erinnert
an Filme wie z.B. "True Romance" oder auch "Two
Hands".
Technisch
schneidet die DVD nicht gerade im Bereich der besten Leistung
ab. "Heaven's Burning" wurde im Breitbildformat
2.35:1 auf dem Datenträger gepresst, leider aber nicht
anamorph erweitert, was dem Sehvergnügen etwas Abbruch
tut. Somit erscheinen weniger Details im Geschehen und die
Kantenschärfe fällt dementsprechend ebenfalls etwas
niedriger aus. Das Geschehen zittert stellenweise sehr leicht,
was aber - genau wie ein leichter Nachzieheffekt - nur bei
raschen Bewegungen ins Auge fällt. Davon ab gibt es warme,
natürliche Farben und einen ausgewogenen Kontrast in
einem angenehm wirkenden Geschehen vor die Äuglein. Kompressionsartefakte
treten nicht auf. Der Sound von "Heaven's Burning"
wurde im Dolby Digital Stereo-Format abgemischt, in deutscher
und englischer Sprache. Da dieses Road-Movie mit einem gelungenen
Soundtrack ausgestattet wurde, ist es natürlich etwas
schade, dass lediglich ein Stereo-Ton zum Einsatz kam. Diese
jedoch sorgt für eine ausreichende Darbietung, wenn es
um den 2kanaligen Sound geht. Die Sprachausgabe wurde vom
Rest des Tons, der aus Musik, einigen Geräuschen, Schüssen
und Explosionen besteht, gut getrennt, Rauschen oder andere
Störungen treten nicht auf. Untertitel gibt es in deutscher
Sprache.
Kinowelt
bringt mit "Heaven's Burning" einen sehenswerten
Film mit einem damals noch unbekannten Mr. Crowe auf DVD heraus.
Die Code2-Scheibe mit dem rund 94minutenlangen, kurzweiligen
Streifen wurde ab einer Altersstufe von 16 Jahren freigegeben
und beinhaltet nebst dem Hauptprogramm noch folgende Special-Features:
der Trailer zum Film, insgesamt rund 18 Minuten Interviewausschnitte
mit Cast & Crew, 5 Minuten gefilmter Storyboard-Film-Vergleich,
2,5 Minuten Behind The Scenes, 4 geschnittene Szenen mit optionalem
Audiokommentar und zwei Ausschnitte aus anderen Craig Lahiff-Filmen
mit ebenfalls optional hinzuzuschaltendem Audiokommentar des
Regisseurs. Zu erreichen sind alle Einstellungen durch ein
einfaches und hübsch gestaltetes Menü. Auf der Verpackung
steht zwar nicht von den Extras, um so überraschter gibt
man sich nach Ansicht dieser, denn sie gefallen. Insgesamt
stellt diese DVD einen guten Kauf dar, gerade wenn man Fans
australischer Filmkost oder von Russel Crowe ist. Die Disc
erschien am 7. August zu einem Preis von rund 50,- DM.
Andre
Schnack
20.08.2001
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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