| Evil
Breed: The Legend Of Samhain
Horror
[Inhalt]
Das Totenfest der keltischen Druiden, Samhain, gilt als Ursprung
des Halloweenbrauchs. Grund genug für eine amerikanische
Universitätsgruppe, diese Wurzeln direkt vor Ort zu erkunden.
Was zu Anfang wie ein interessanter Ausflug in die Wälder
Europas erscheint, entwickelt sich immer mehr zu einem Albtraum.
In einer alten Kupfermine hausen die duch jahrhundertelange
Inzucht mutierten Nachfahren eines alten Kannibalen-Clans.
Schon bald lichten sich die Reihen der Touristen, denn diese
Monster haben einen Mordshunger. Und sie gehen nicht gerade
behutsam mit ihren Opfern um. Ein blutiges Gemetzel nimmt
seinen Lauf, bei dem nur wenige die Chance auf ein Überleben
haben...
(Quelle: Splendid Entertainment)
[Kommentar]
Ein Titel, der einem zum Nachdenken anregt, nur leider nicht
im positiven Sinne. Was hat es mit einer solchen Namensgebung
auf sich? Klar ist, es handelt sich um einen Horror-Titel.
Und da Horror mit viel Blut, Warzen und anderen Unappetitlichkeiten
allein nicht mehr so zu faszinieren droht, wurde kurzerhand
noch eine gewagte Portion Erotik dazugemischt. So war es scheinbar
zumindest der Plan, welcher hier nur bedingt aufgeht. Denn
erotischer Flair sollte nicht gleichgesetzt werden mit dem
Aufzählen von ehemaligen „Vollerotik“-Darstellerinnen.
Was nützt es der ohnehin schon durchs Rahmenthema eingeschränkten
Story eines Horror-, vielleicht sogar schon Splatter-Streifens,
wenn nur wenig professionelle darstellerische Leistungen die
Leistung des Titels weiter beuteln?
Am Ende bleibt
eine unzufriedene Qualität stehen. Diese Aussage trifft
leider vor allem auf die schauspielerischen Ergebnisse zu,
wogegen die Sets und Masken auf ihre Art zu überzeugen
verstehen. Jedoch gilt auch hier die Voraussetzung, man mag
Horror-Titel und hat sich mit blutigen Aufnahmen und schreienden
Frauen angefreundet. Wer ein zarteres Gemüt aufweist,
wird wenig mit „Evil Breed“ und seiner an den
Haaren herbei konstruierten Geschichte anfangen können.
Diese basiert übrigens auf einem nahezu keltischen Mythos
und sonderbaren Ritualen. Naja, was die Fantasie eben so hergibt,
wenn man wieder für den zigten Horror-Streifen eine verwertbare
Grundthematik sucht.
[Technik]
„Evil Breed“ besitzt ein 16:9-Transfer im Seitenverhältnis
2.35:1 und befindet sich anamorph codiert auf dem Datenträger.
Von Beginn an ist klar, dass wir es mit einem recht dunklen
Transfer zu tun haben. Und tatsächlich gestaltet sich
die Bewertung der Ausleuchtung als recht schwierig. Zieht
man in Betracht, dass wir es mit einem relativ günstig
produzierten Film zu tun haben, so kann man auch wirklich
zufrieden sein mit den visuellen Darbietungsqualitäten
des überwiegend plastischen Bildes. Kontrast und Farbgebung
gehen in Ordnung und unterstreichen die blutrünstige
Atmosphäre entsprechend. Überwiegend gibt es saubere
und ruhige Bilder vor die Augen. Ein leichtes Rauschen trübt
das Sehrvergnügen nur minder und die Kompression verläuft
unauffällig.
Der Ton von „Evil
Breed“ weist 5.1-Kanäle auf und befindet sich im
Dolby Digital-Format auf der DVD. Wahlweise können die
deutsche Synchronfassung oder der englische Originalton vernommen
werden. Ein solcher Horror-Film legt viel Wert auf die punktuelle
und oftmals dominante Ausspielung bestimmter Effekte, welche
meist dem restlichen Ton in der Lautstärke überlegen
sind und einen Großteil der Spannungsbewegung ausmachen.
Qualitativ gibt es rundum solide Kost, richtig auftrumpfen
kann der Sound nicht und das Wiedergabespektrum zeigt sich
recht überschaubar. Untertitel können in deutscher
Sprache optional hinzugeschaltet werden.
[Fazit]
Splendid hat ein sehr ausgewogenes Horror-Programm. Von großen
und bekannten Filmen des Genres bis hin zu weniger bekannten
und etablierten Titeln finden wir viel vor. „Evil Breed“
bekommt von uns für den rund 80minutenlangen Inhalt keine
Empfehlung, Genre-Freunde werden das eventuell anders sehen,
die Majorität der Cineasten hingegen pflichtet wahrscheinlich
eher uns bei. Abgelegt auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc
(DVD Typ 9) steht dem Film genug Platz zur Verfügung,
denn das Bonusmaterial ist sehr übersichtlich. Mehr als
2 geschnittene Szenen und eine Trailershow sind nicht vorzufinden.
Dafür gibt es eine metallische Umverpackung des Amaray-Cases.
„Evil Breed“ kommt ohne Jugendfreigabe daher und
erschien am 30. März zu rund 25,- Euro.
Andre Schnack
23.04.2007
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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