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Blackmail -
Erpressung
Thriller
Nach einer
heftigen Auseinandersetzung mit ihrem Verlobten Frank verabredet
sich Alice (Anny Ondra) spontan mit einem Bekannten, einem
jungen und begabten Maler. Als sie ihn in seiner Galerie besucht,
wird dieser zudringlich und versucht, sie zu vergewaltigen.
Doch Alice gelingt es sich zu verteidigen, und dabei tötet
sie ihren Peiniger mit einem Brotmesser. Alice hat aus reiner
Notwehr gehandelt, wird jedoch danach von einem Unbekannten
erpresst. Ausgerechnet ihr Freund Frank (John Londgen) wird
nun mit der Aufklärung des Mordfalles betraut. Er entdeckt
eine Spur, die geradewegs zu Alice führt, verschweigt
er diese aber seinen Vorgesetzten bei Scotland Yard. Als Alice
ihm alles gesteht, gibt es für Frank nur ein einziges
Ziel: Der Erpresser muss gefasst werden, und so kommt es zu
einer spannenden Verfolgungsjagd über den Dächern
des Britischen Museums.
"Erpressung"
entstand 1929, zur Zeit des Aufkommens des Tonfilms. Er wurde
zunächst als Stummfilm gedreht, aber Hitchcock stellte
parallel auch eine Tonfilmversion her. Der Regisseur war nicht
damit einverstanden, einfach nur ein paar Dialogszenen hinzuzufügen.
Er bestand darauf, den kompletten Film neu zu drehen, und
schuf so ein ganz eigenes Werk. Zum Vergleich präsentiert
Arthaus hier die Stummfilmfassung mit einer neuen, von Joachim
Bärenz komponierten und gespielten Filmmusik. So steht
es auf der Verpackung geschrieben. Und tatsächlich unterhält
der Film noch angenehm, wenn die Erwartungen an ihn nicht
zu hoch angesetzt werden. Denn wirklich etwas überraschendes,
spannendes oder gar actionlastiges bekommt der Betrachter
hier nicht vor die Augen. Vielmehr gleicht "Erpressung"
einem Kammerspiel, dass auf die große Leinwand transferiert
wurde. Die darstellerischen Leistungen gehen in Ordnung, dem
Film ist durch diese, die Sets und der speziellen Musik auch
das Alter sofort anzumerken, denn ein solcher Stil war aktuell,
als der Tonfilm noch in den Kinderschuhen steckte. Davon ab:
einer der nicht so erfolgreichen Hitchcock-Filme, der für
Fans - trotz des nicht unbedingt jedermann ansprechenden Inhalts
- zu empfehlen ist.
Technik?
Bei einer DVD mit einem Film von 1929 kann man mit der hier
gebotenen Leistung praktisch nur zufrieden sein. Und diese
ist nicht gerade berauschend. Das Bild kommt zwar im anamorphen
16:9-Breitbilformat (1.85:1), doch nutzt der Film und das
Geschehen nur den 4:3-Bereich in der Mitte eines 16:9-Wiedergabegeräts
aus - sonderbar. Wie es sich für das hohe Alter gehört,
finden wir ein leichtes Flackern vor, oftmals etwas verwaschene
Grauttöne, viel Rauschen und eine nicht immer ausreichende
Kantenschärfe. Verunreinigungen oder große Unruhen
(abgesehen vom Rauschen) hingegen fallen nur selten ins Auge.
Die Kompression gelang zudem gut. Ton gibt es im englischen
Original im Dolby Digital 2.0-Format. Erwartungsgemäß
spielt die Musik hier auf dem Center-Speaker. Und da auch
nicht zu heftig, denn neben der Musik und den spärlichen
Dialogen passiert da wirklich nicht viel. Die Töne, die
an die Ohren dringen, verfügen nur über eine sehr
begrenzte Qualität betreffend Räumlichkeit und Volumen.
Für das Alter und die Art des Films reicht die Leistung
aus. Optional lassen sich zum Ton auch noch deutsche, italienische,
spanische und portugiesische Untertitel hinzuschalten.
Arthaus
bringt mit "Blackmail - Erpressung" eines der ersten
Werke des genialen Filmemachers Hitchcock auf den deutschen
Code2-Markt. Die gesamte Spielzeit der DVD beläuft sich
auf ca. 82 Minuten. Bonusmaterial gibt es auf der einseitigen
Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) in Form von: "Blackmail"
- die Stummfilmfassung, einer kurzen Screentest-Szene mit
Anny Ondra und Alfred Hitchcock und einer Fotogalerie. Das
war es dann allerdings auch schon. Freigegeben wurde das Video-Programm
dieser DVD ab einem Alter von 6 Jahren. Die DVD ist seit dem
27. März im Handel zu einem Preis von ca. 25,- Euro erhältlich.
Andre
Schnack
15.04.2002
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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