| End
Game
Action/Drama/Thriller
[Einleitung]
Aus dem DVD-Programm der e-m-s erscheint „End Game“,
ein 2005 als US-amerikanische Filmproduktion abgedrehter Thriller
von Regisseur Andy Cheng, der leider nicht ins Kino kam und
nun direkt auf DVD erscheinen wird. In den Hauptrollen des
Thrillers sind Cuba Gooding Jr., James Woods, Angie Harmon,
Peter Greene und Burt Reynolds zu sehen. Das Drehbuch entstammt
der Feder von J.C. Pollock und Andy Cheng. Wir waren sehr
gespannt und konnten die DVD – Dank e-m-s – genauer
unter die Lupe nehmen und über die inhaltlichen und technischen
Qualitäten, sowie die Ausstattung, berichten.
[Inhalt]
Alex Thomas, (Cuba Gooding Jr.) Special-Agent des Secret Services,
ist für die Sicherheit des mächtigsten Mannes der
Welt verantwortlich. Doch auch er kann den tödlichen
Anschlag auf den US-Präsidenten nicht verhindern. Voller
Schuldgefühle kündigt er seinen Job und verfällt
in Hoffnungslosigkeit. Die Reporterin Kate Crawford (Angie
Harmon) erkennt, dass noch mehr hinter all dem steckt, als
nur der Anschlag. Gemeinsam versucht sie nun mit dem Ex-Agenten
die Verschwörung rund um die Regierung aufzudecken...
Andy Cheng startet sein Regiedebüt mit einem rasanten
Polit-Thriller mit Top-Besetzung. Mit von der Partie sind
Hollywood-Größen wie Cuba Gooding Jr., James Woods,
Angie Harmon, Peter Greene und Burt Reynolds.
(Quelle: e-m-s new media)
[Kommentar]
Der Thriller „End Game“ entstand unter der Regie
von Andy Cheng, der die meiste Zeit seiner Karriere bisher
als Stunt-Coordinator unterwegs war und mit diesem Titel sein
Regie-Debüt aufs Parkett schmettert. Der Mann ist nicht
untätig und so ist bereits sein kommender Film „Redline“
in der Produktion und der Streifen „The Last Loyalty“
angekündigt. „End Game“ soll kein Polit-Thriller
wie „Rufmord“ werden,
jedoch irgendwie in die Richtung eines „In
The Line Of Fire“ gehen. Beides trifft jedoch leider
nicht zu. Was hat „End Game“ also zu bieten? Jack
Scalia als Präsident der Vereinigte Staaten, Cuba Gooding
Jr. als Secret Service-Agent, Burt Reynolds als Streitkräfte-General
und James Woods als alternder Staatsdiener. Reicht das? Nein.
Wobei die Namen an sich ein sehr attraktives Ensemble darstellen,
so kann der Film von der Machart her nicht vollends begeistern.
Zu viel Action und zu wenig Tiefgang für eine Geschichte,
die mehr sein möchte, als sie leisten kann.
Ein eher
mittelmäßiger Action-Thriller, der aufgrund seiner
mittelprächtigen schauspielerischen Leistungen an Qualität
einbüßt und dem letztlich wegen der nicht ganz
so guten Story der Sprung in die obere Liga leider nicht gelingt.
„End Game“ konnte mich vom Trailer her wirklich
begeistern, denn er machte Appetit auf mehr. Dieses Mehr verlor
der Film jedoch mit zunehmender Laufzeit an seinem inhaltlichen
Weniger, so dass der Titel im Endeffekt nicht überzeugen
konnte. „End Game“ bietet wahrlich ein höchstinteressantes
Verschwörungstheorie-Szenario, nur wurde es eben traurigerweise
nicht ausgeschöpft. So treibt die waghalsige Inszenierung
leider im Fahrwasser einer Action von „The
Rock“, und es gibt keinen vergleichbaren Plot wie
in „Stunde der Patrioten“. Leider auch nicht annähernd
die schauspielerischen Leistungen wie in einem „Rufmord
- Jenseits der Moral“. Für einen angenehmen
Freitag-Abend reicht der Unterhaltungswert aus.
[Technik]
„End Game“ erstrahlt mittels eines anamorphen
Breitbild-Transfers im Format 1.85:1 und erweist sich als
Leistung im oberen Mittelfeld. Von Beginn an fällt ein
leichter Blaustich auf, der mutwillig eingesetzt wurde, und
zwar durch einen entsprechenden Filter. Ebenfalls fällt
die nicht immer sehr gute Ausleuchtung der Gegebenheiten ins
Auge und wir haben es oftmals mit sehr plakativen, schwarzen
Bildbereichen zu tun. Nicht schön und doch zu verschmerzen
sind die Kantenschärfe, die sich nur im Mittelfeld aufhält
und der durchgängig wahrnehmbare Rauschfaktor, der dem
Geschehen nicht wirklich gut steht. Letztlich wirkt sich dieser
Aspekt negativ auf die Anzahl der Bilddetails aus. Von der
Wirkung her variieren die Aufnahmen und wir haben viele Momente
guter Wirkung zu zählen. Sie bestechen durch eine authentische
Farbgebung und einen adäquaten Sättigungsgrad. Kompressionsartefakte
bleiben dabei glücklicherweise Mangelware.
Die tonale
Begleitung findet in Form von wahlweise einem DTS- oder DD
5.1-Sound statt. DTS-Ton gibt es lediglich in deutscher Sprache,
ebenfalls in Deutsch und zusätzlich im englischen Originalsound
kann Dolby Digital 5.1-Ton ausgewählt werden. Optional
gibt es deutsche Untertitel zum Sound hinzuzuschalten. In
den Momenten, in denen die Action losbricht, Ereignisse einen
rasanten Verlauf nehmen und es richtig dynamisch daher geht,
versteht es der Ton dem Geschehen gerecht zu werden. Höhen
und Tiefen, Dynamik und Bass-Aussteuerung gefallen und es
entsteht ein ausreichend räumliches Klangbild. Dabei
kommen die Surround-Lautsprecher ebenfalls ein wenig zum Einsatz,
wogegen sich der Center-Speaker seiner Primäraufgabe
– der klaren Ausgabe der Dialoge – widmet. Insgesamt
eine gelungene Akustik, die sich im Mittelfeld erfolgreich
ansiedelt.
[Fazit]
Hier und dort ein wenig zu sehr von Klischees behaftet tritt
„End Game“ den Kampf gegen seine Mitbewerber an.
Dafür nimmt sich die US-amerikanische Filmproduktion
92 Minuten Zeit. e-m-s legte den Film auf einer einseitigen
Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) ab, die Altersfreigabe der Erscheinung
liegt bei ab 16 Jahren. Die Gestaltung der animierten Menüs
der DVD überzeugen, die Navigation geht einfach von der
Hand und bietet neben standardseitiger Kapitelauswahl auch
den Zugriff auf folgendes Bonusmaterial:
- Behind
The Scenes (9 Min.)
- Original
Trailer
- Bio-
und Filmografien zu den Darstellern
- Bildergalerie
Die „Behind
The Scenes“-Featurette läuft in englischer Sprachausgabe
ab. Richtig vom Hocker haut die Sonderausstattung nicht, für
einen Film, der nicht im Kino lief und nun auf DVD erscheint
kann man mit den paar Extras trotzdem zufrieden sein. Alles
in allem also eine DVD der Güte „durchwachsen“:
technisch ganz gelungen, inhaltlich jedoch nicht die Erwartungen
erfüllend. Erscheinungstermin der Rental-Version von
„End Game“ war der 24. August, die Verkaufs-Fassung
erscheint hingegen am 12. Oktober 2006 zu einem Preis von
unter 20,- Euro.
Andre
Schnack
07.09.2006
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/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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