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Die durch die
Hölle gehen
Drama/War
Die Vereinigten
Staaten von Amerika; eine schäbige Industriestadt in
Pennsylvania. Nick (Christopher Walken) und Michael (Robert
DeNiro) feiern die Hochzeit ihres Freundes Steven (John Savage)
und genießen ihre Freiheit: Ein letztes Mal geht es
in die Berge auf die Jagd... Schon am nächsten Tag werden
die drei zum Kriegsdienst nach Vietnam eingezogen. Dort erwartet
sie die Hölle. Nach erbarmungslosem Kampf werden die
drei im Dschungel gefangengenommen. Ihre Aufseher spielen
mit den Gefangenen ein sadistisches Spiel: Russisches Roulette.
Michael sieht nur eine Fluchtmöglichkeit. Er schlägt
den Vietkong eine noch tödlichere Variante vor...
"Die
durch die Hölle gehen" ist ein wunderbarer Antikriegsfilm
mit Tiefgang und Drama. Insbesondere zeichnet sich der 22
Jahre alte Streifen durch seine gute Geschichte, die fantastischen
Darsteller und deren gespielte Charaktere aus. Die Geschichte
entstand ebenfalls unter der Obacht von Michael Cimino, dieser
leistete einen wirklich guten Job bei der Gestaltung der Story
und der Inszenierung der Geschichte. Die ersten 60 Minuten
passiert relativ wenig, die Charaktere und das Leben der Figuren
wird dem Betrachter nahegebracht - dann kommt Vietnam. Es
gibt sehr wirkunsgvolle Bilder, schöne Landschaftsaufnahmen
und eine gute Maske zu bewundern. Die Sets wurden aufwändig
erstellt und die Art des Drehens von Mr. Cimino gefällt
auch. Besonders auffällig sind seine Sprünge und
Schnitte, die ohne eine Ankündigung oder Zeitangabe geschehen.
Als ein sich durch den Film ziehendes, tragendes Element präsentiert
sich das Russische Roulette-Spiel. Es hilft, den Kern des
Films, die traumatischen Ereignisse und psychischen Folgen
des Krieges, zu unterstreichen.
Nebst
einem klasse Inhalt gibt es hier auch eine technische Darbietung,
die sich durchaus zeigen lassen kann. Wundervolle Landschaftsaufnahmen
und der Grauen des Krieges wurden im 2.35:1-Breitbildformat
auf diese DVD gebannt, anamorph zudem. Die Bildpräsenz
zeigt sich mehr als ansehnlich und entpuppt sich schnell als
qualitativ sehr hochwertig. Alterszeichen sind kaum auszumachen,
der Film wirkt ausgesprochen frisch. Es wird ein ausgewogener
und mit knackigen Farben bestückter Kontrast geboten,
zudem ein hoher Schärfegraf und ein angenehmer Farbumfang
mit einem tiefen Schwarzton, der auch in dunklen Bildbereichen
genügend Details erkennen lässt. Kompressionsartefakte
und andere Störfaktoren bleiben aus. Der Ton des Films
wurde in zwei Formaten auf die DVD gebracht. Spanisch, Italienisch
und Deutsch gibt es in Mono, den englischen Originalton im
Dolby Stereo-Format. Zwar bietet der englische Zweikanalton
eine höhere Dynamik und eine lebhaftere Stereofront,
die eben von den monauralen Spuren nicht geboten werden kann,
dennoch tun sich die Soundtrack untereinander nicht viel.
Die Dialoge klingen überwiegend gut, die Musik verständlicherweise
sehr lokal und etwas dünn vom Klang. Optionale Untertitel
gibt es in 6 Sprachen, darunter befinden sich auch deutsche
und englische Buchstaben.
Kinowelt
Home Entertainment hat es ein weiteres Mal geschafft, einen
bedeutenden Klassiker in einer würdigen DVD-Fassung anzufertigen.
"Die durch die Hölle gehen" läuft rund
175 Minuten und wurde auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc
(DVD Typ 9) abgelegt. Der Film wurde 1978 mit gleich 5 der
begehrten Filmpreise, dem Oscar, ausgezeichnet, auch als bester
Film. Regisseur Michael Cimino schuf einen kontroversen, damals
skandalösen und wirkungsvollen Antikriegsfilm mit hervorragenden
Darstellern. Kinowelt bringt dieses Werk auf einer technisch
gelungenen DVD heraus. Leider bietet das einfach gehaltene
Menü nebst Untertitel-, Sprach- und Kapitelauswahl lediglich
einen Trailer zum Film - mehr nicht. Freigegeben wurde das
Drama ab 16 Jahren. Wer einen brillanten Christopher Walken
und Robert DeNiro sehen möchte, der ist hier bestens
aufgehoben. Mit diesem Film gelangt man in den technisch hochwertigen
Genuss eines der besten Dramen über den Vietnamkrieg.
Der DVD fehlt es lediglich an Ausstattung, ansonsten sehr
zu empfehlen.
Andre
Schnack
07.01.2001
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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