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The Dancer
Drama
Die junge
Tänzerin India (Mia Frye) und ihr Bruder und Manager
Jasper (Garland Whitt) halten sich mit Gelegenheitsjobs in
New Yorker Clubs über Wasser. In der Partyszene ist die
Frau mit den blonden Rastazöpfen und der dunklen Haut
längst keine Unbekannte mehr, doch der Traum von einer
Karriere am Broadway bleibt dem außergewöhnlichen
Talent verwehrt. Denn India hat ein Handicap - sie ist stumm.
Als der engagierte Nachwuchswissenschaftler Isaac (Rodney
Eastman) die Tänzerin durch Zufall auf der Bühne
eines Nachtclubs entdeckt, weiß er endlich, wie seine
Forschungsergebnisse sinnvoll eingesetzt werden könnten.
Ebenso fasziniert wie bewegt vom Schicksal der talentierten
Schönheit besucht Isaac India, die sich nach einer weiteren
Absage enttäuscht zurückgezogen hat, in ihrer Wohnung.
Mit viel Überredungskunst gewinnt er ihr Vertrauen, doch
kann er ihr auch helfen, ihre Sprachlosigkeit zu verlieren?
Schon
nach einigen Minuten merkt man an Stil und Charakter des Films
eines: dieses Werk soll mit Bild und Ton überzeugen,
nicht mit einer unbedingt tiefsinnigen philosophischen Geschichte
glänzen. Und so hält sich "The Dancer"
auch nahtlos daran und stellt- wie es auf der Verpackung prunkt
- "einen kultigen Tanz- und Musikfilm" (Zitat: Treffpunkt
Kino) vom Feinsten dar. Letztlich geht es auch noch um eine
"tolle" und helfende Erfindung, die es eventuell
schaffen könnte, dass Leid einer stummen Person auf kostspielige
Weise zu mindern - im Sci-Fi-Stil. Die Charaktere wurden ausreichend
tief gezeichnet. Der etwas zu impulsiv reagierende und temperamentvolle
Bruder, der gerne die Klappe aufreist und die stumme und zurückhaltende
India gefallen dem Zuschauer. Es gibt keinen Bösewicht
in diesem Film, sondern lediglich das bedauernswerte Schicksal
Indias stumm zu sein und die Veränderungen, die auf die
Geschwister zukommen. Es wird zwar leider die Richtung der
Story erst nach einer Stunde klar, was aber auch der Spannung
und Stimmung zugute kommt. Ein schöner Soundtrack begleitet
durchgehend die Geschichte, ein paar schöne Aufnahmen
sorgen für den Rest. Ein schöner Film, nichts großartiges,
aber dennoch gute Unterhaltung.
"The
Dancer" kommt in Form eines 2.35:1-Breitbildtransfers,
der anamorph auf der DVD abgelegt wurde. Das Bild wirkt stellenweise
etwas zu dunkel, weist aber durch den gelungenen Kontrast
und die weitgehendst natürliche Farbgebung dennoch ausreichend
Bilddetails auf, auch in den Schatten der Aufnahmen der bunten
Nachtclubs und Szenenlokals. Wer über einen sehr leichten
Nachzieheffekt und den schon erwähnten etwas dunklen
Ton des Gesamtgeschehens hinwegsehen kann, dem wird hier eine
gute Leistung vor die Augen geführt, die dem Film gerecht
wird, ohne grobe Verunreinigungen und Artefaktbildung auskommt.
Akustisch kommt die Tänzerin im qualitativ hochwertigen
DTS 5.1-Ton daher, in deutscher Sprache. Zusätzlich gibt
es auch noch eine deutsche und englischsprachige Dolby Digital
5.1-Tonspur. Der DTS-Sound ist diesen Tracks jedoch vorzuziehen
und glänzt durch die sehr saubere und voluminöse
Wiedergabe des Kernstücks des Sounds: der Musik. Er beweist
ferner, dass durch das alleinig tragende Element "Musik"
dennoch eine sehr differenzierte Ausgabe der Akustik möglich
ist; die Sprachausgabe und Hintergrundgeräusche nehmen
da untergeordnete Rollen ein. Untertitel gibt es auf deutsch
und englisch optional.
BMG Video
bringt mit der DVD-Erscheinung "The Dancer" keinen
Big-Budget Blockbuster-Streifen heraus, sondern vielmehr einen
kleinen, feinen Streifen, der schon eher in die Richtung Geheimtipp
tendiert, dafür letztlich jedoch die entscheidenden Nuancen
verpasst. Der etwas abrupte endende und lediglich 91minutenlange
Film befindet sich auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD
Typ 9) und bietet als Bonusmaterial über das peppig und
dem Film gegenüber passend gestalteten einen Trailer,
ein rund 8minutenlages Behind-The-Scenes Featurette und Produktionsnotizen
und Starinfos mit Bio- und Filmografien auf Texttafeln. Zwar
nicht gerade üppig und tierisch informativ, aber besser
als gar nichts. Freigegeben wurde der Inhalt der Scheibe ab
6 Jahren. Wer einen netten und liebenswürdigen Film über
eine stumme Tänzerin mit guten Darstellern sehen möchte,
der kann hier bedenkenlos zugreifen - zudem gibt es sogar
etwas zum Lachen und ein wenig emotionale Stimmung. Seit dem
8. Oktober erhältlich.
Andre
Schnack
08.11.2001
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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