| Dragon
Wars - D-War
Action/Drama/Fantasy
[Einleitung]
Als ich die ersten Informationen zum Titel konsumierte, fühlte
ich mich an Titel wie „Godzilla“
erinnert. Doch was hat diese koreanische Filmproduktion wirklich
zu bieten? Sieht sie nur von weitem betrachtet wie eine Hollywood-Produktion
aus oder hat sie auch die Stärken einer solchen? Regisseur
Hyung-Rae Shim schuf die koreanisch, US-amerikanische Koproduktion
2007 nach einem Drehbuch, welches ebenfalls von Hyung-Rae
Shim stammt. In den führenden Rollen sind Jason Behr,
Amanda Brooks und Robert Forster zu sehen. Diese Blu ray-Disc
kommt aus dem Angebot von Sony Pictures Home Entertainment
und wir konnten der Disc einem Review unterziehen.
[Inhalt]
Vor 500 Jahren sollte ein koreanischer Krieger seine Angebetete
der guten Imoogi Riesenschlange opfern, um die Menschheit
vor der todbringenden Buraki Schlange zu retten. Damals flohen
sie vor ihrem grausamen Schicksal. Doch nun taucht in Los
Angeles eine Armee höllischer Ungeheuer auf und verfolgt
die reinkarnierte Sarah (Amanda Brooks) und den ebenfalls
wiedergeborenen Ethan (Jason Behr) – diesmal gibt es
kein Entkommen mehr. (Quelle: Sony Pictures Home Entertainment)
[Kommentar]
Wir haben es mit einem Film zu tun, der von Beginn an wie
ein trashiger B-Movie wirkt. Doch das irgendwie mit zumindest
soviel Stil, dass man „D-War“ ertragen kann. Eine
sehr einfache und teils an den Haaren herbei gezogene Geschichte
verwirrt den Betrachter mehr, als das sie den Film zu tragen
vermag. Es bleibt nicht bei diesem Fehlverhalten, weitere
gesellen sich mit zunehmender Laufzeit hinzu. Logische Fehler
fallen nicht gleich auf, doch kann di gesamte Inszenierung
nur ganz knappe im Mittelfeld bleiben. Der Umsetzung fehlt
es hier und dort eindeutig an Konsequenz und Transparenz,
sie verliert den Betrachter ab und an durch vermeidbare Mängel.
So kommt es vor, dass gleich mehrere verschachtelte Rückblenden
miteinander verknüpft werden.
Dafür
gibt es eine ganze Menge Action, eigentlich am laufenden Band.
Dadurch scheitert auch der leiseste Ansatz einer tieferen
Story beim Aufkeimen. Die technischen Leistungen tun ihren
positiven wie auch negativen Teil zum Aufbau von Atmosphäre
bei. Die technischen Qualitäten sind nicht mehr auf dem
aktuellen Stand der Zeit – wie schade. Denn immerhin
scheint genau dafür ein großer Teil des Budgets
geopfert worden zu sein. Leider sieht man das nicht gleich.
Im internationalen Vergleich mangelt es ihm an einer gewissen
Basisqualität. Immer wieder unterscheiden sich verschiedenen
Bildelemente zu sehr voneinander und mit der Physik nimmt
es die Harmonie zwischen echten und Computer-Bildern auch
nicht genau.
Die unsympathische
Hauptfigur bringt den Film nicht unbedingt vorwärts.
So irritieren uns nicht darstellerischen Leistungen mitunter
und sorgt für keine gute Figur in diesem Punkt. „Dragon
Wars“ möchte hin und wieder mehr sein, als er zu
sein in der Lage ist. Dabei besitzt der Titel über die
gesamte Laufzeit keinen Humor, es gibt einfach nichts zu lachen.
In vielerlei Hinsicht. Umsetzung, Story und Drehbuch und Sinn
sind nicht immer massentauglich und es mangelt leider ebenfalls
in der Disziplin „Dialoggestaltung“. Hätte
es noch mehr Spannung gegeben, so wäre durch die Kombination
selbiger mit der gebotenen Action auch ein besseres Ergebnis
drin gewesen.
[Technik]
„Dragon Wars“ kommt technisch hochwertig auf dem
Papier daher. Es gibt einen vollen 1080p-HD Transfer im Seitenverhältnis
2.40:1 auf der Blu ray-Disc abgelegt. Uns fiel ein Kontrast
auf, der zuweilen ein wenig zum Übertreiben neigt. Immer
dann, wenn plakative, helle Flächen erscheinen neigt
die Farbgebung partiell zum Überstrahlen. Leider das
Bild durch seine positiven Seiten nicht dafür sorgen,
dass wir es mit einem homogenen Geschehen unter ausgewogenen
Bedingungen zu tun haben. Ja, die Kantenschärfe geht
in Ordnung, ebenso der Detailgrad. Doch unschön sind
die teils leicht unscharfen Momente in den zahlreichen Actionszenen,
welche weitgehend sauber daher kommen, allerdings auch Tempo
an den Tag legen. Die Kompression ist in Ordnung.
Einen
richtig harmonischen Eindruck kann die visuelle Darbietung
nicht hinterlassen. Wie hört sich der Ton an? Es gibt
ihn in HD, und zwar im Dolby True HD 5.1-Format in den Sprachfassungen
Deutsch, Englisch und Französisch. Da der Film mit zahlreichen
Minuten an Action aufwartet, muss der Ton auch entsprechend
mitspielen. Dies ist der Fall. Mit einer gelungenen Ausgewogenheit
präsentieren sich alle möglichen Varianten an Effekten,
versteckt in den Höhen- und Tiefen-Einsätzen verbergen
sich so manch ein gut platzierter und wirkungsvoller Sound-Effekt.
Variantenreich und ergebnisorientiert sorgt der True HD-Ton
für eine spürbare Räumlichkeit und Weite. Die
Sprachausgabe bleibt dabei stets verständlich. Optionale
Untertitel sind in fünf Sprachfassungen vorhanden.
[Fazit]
Wer Robert Forster sehen möchte, in der Rolle eines beschützenden
Engels, der kann sich den Film anschauen und wird auf Sparflamme
unterhalten. Auf der Laufzeit von rund 86 Minuten erfolgt
durchschnittliche Kost, technisch hingegen ganz gut umgesetzt,
bis auf die oftmals dilettantisch wirkenden Special-Effects.
Ein sehr einfaches Menü stärkt durch sein Design
die Erinnerungen an alte fernöstliche Godzilla-Titel.
Was auch gut ist, damit die Erwartungen an den Film nicht
zu hoch ausfallen. Extras gibt es auch, sie setzen sich zusammen
aus den folgenden Features:
- Making
Of
- Vergleich
Storyboard/Film
- Konzeptkunst
- Verschiedene
Trailer
„Dragon
Wars“ hat seine Stärken auch nicht unbedingt im
Bereich der Extras verborgen. Sie geben etwas Aufschluss über
die Entstehung des Titels, vermögen jedoch nicht den
Betrachter richtig abzuholen. Denn richtige Substanz haben
die Extras nicht aufzuweisen. „Dragon Wars“ erscheint
am 5. Juni zu einem Preis von satten 30,- Euro, was wahrscheinlich
nur hartgesottene Fans bereit sind auszugeben. Die Altersfreigabe
liegt bei 12 Jahren. Schön, dass Sony Pictures Home Entertainment
uns diesen Science-Fiction-Fantasy-Titel fernöstlichen
Ursprungs auf Blu ray bringt. Schade nur, dass der Film einfach
nicht so gut ist.
Andre
Schnack
30.04.2008
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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