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Cut
Thriller/Horror
14 Jahre
sind vergangen, seitdem der Darsteller des maskierten Killers
in dem Horrorfilm "Hot-Blooded" die Regisseurin
Hilary (Kylie Minogue) auf bestialische Weise tötete.
Jetzt will die attraktive Filmstudentin Raffy (Jessica Napier)
den verfluchten Film fertig stellen: sie kann sogar die damalige
Hauptdarstellerin Vanessa (Molly Ringwald) überreden,
wieder mitzumachen. Mit einem jungen Team soll die schaurige
Mär an den Originalschauplätzen abgedreht werden
- gegen den ausdrücklichen Willen von Raffys Lehrer Lossman
(Geoff Revell), der seinerzeit als Regieassistent Zeuge der
Bluttaten geworden war. Kaum hat der Dreh begonnen, muss Raffy
feststellen, dass der Tod ständiger Begleiter der Filmarbeiten
von "Hot-Blooded" ist - und er hat den Final Cut...
"Cut"
gehört in die Schublade der Independent-Produktionen,
was nichts schlechtes heißen soll. Mit einem relativ
geringen Budget spielte man gekonnt mit der Kamera und dem
Ton, erzeugte eine gelungene Atmosphäre und eine interessante
Hintergrundgeschichte zum Film. Ab und an hätte man sich
das Ganze schon noch eine Ecke spannender gewünscht,
dafür wurden die "Todesszenen" allerdings gewitzt
inszeniert. Der Einsatz von Blut ist zwar üppig, dennoch
nicht übertrieben. Man orientierte sich offensichtlich
an großen Namen und deren Werken, so wird im Kopf des
Betrachters die eine oder andere Einstellung aus "Halloween"
oder "Freitag der 13." wach - was "Cut"
aber keinesfalls zur Kopie oder zu einem Plagiat erscheinen
lässt. Der Film besitzt gelungene, darstellerische Talente
und verfügt über eigenen Charakter und gefällt
insgesamt. Durch einige Innovationen schafft er es, vielen
billigen Horrorfilmen ein ganzes Stück voraus zu sein.
Die Technik
des Films langt für eine Produktion eines solchen Kalibers
vollkommen aus, muss aber etwas getadelt werden. So erstrahlt
das Gruselgeschehen im 1.78:1-Breitbildgewand und wurde anamorph
auf der Scheibe abgelegt. So füllt das Geschehen die
komplette Mattscheibe eines Breitbildgeräts aus - schön.
Nicht so schön: die leider recht häufig auftretende
Unschärfe im Bild. Das Geschehen wirkt stets etwas verschwommen
und unscharf, die Farbgebung und der Kontrast überzeugen
hingegen. Auch der Schwarzanteil des Bildes, und davon gibt
es nicht zu wenig, versteht zu gefallen und hinterlässt
genügend Bilddetails. Sound gibt es auf deutsch und englisch,
jeweils in Dolby Digital 5.1 und Dolby Surround. Die Thematik
des Films bietet auch Nahrung für ein Mehrkanaltonsystem
und so beschäftigt der Ton auch bei einigen Einlagen
die Surround-Lautsprecher, zum Erzeugen von Raumtiefe durch
Hintergrundgeräusche und einige Soundeffekte. Die Sprachausgabe
lokalisiert man aus dem Center-Speaker. Rauschen und Verzerren
bleiben dem Sound Fremdwörter. Optionale Untertitel gibt
es in deutscher Sprache.
"Cut"
überraschte mich positiv. Entgegen meinen Erwartungen
bringt der Film Spaß anzusehen und nimmt Abstand von
stumpfen Horror-Flicks, in denen literweise Blut fließt.
Die Regiearbeit von Kimble Rendall gefällt und sorgt
für etwas trashige, aber unterhaltsame 80 Minuten Grusel.
Zur technischen Umsetzung fällt das Bild etwas negativ
aus der Reihe, ansonsten wird aber eine qualitativ hochwertige
Umsetzung erzielt. Der ab 18 Jahren freigegebene Film wurde
auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) abgelegt
und mit folgenden Extras ausgestattet: 3 Trailer, Storyboards,
Filmausschnitte (bestimmte Szenen) und ein 2minutenkurzes
Making Of. Cast & Crew-Infos auf Texttafeln (deutsch und
englisch) und Interviews mit insgesamt 12 Beteiligten liegen
ebenfalls bei. Ferner gibt es noch die Möglichkeit, 58minutenlang
den Soundtrack des Films zu hören. Auf dem DVD-ROM Part
der DVD befindet sich dann noch ein Bildschirmschoner für
PC & MAC und ein paar Bilder für den Desktop. Die
Menüs wurden animiert und sind einfach zu bedienen. Wer
also an Filmen im Stile bekannter Horror-Klassiker wie "Nightmare
On Elmstreet", "Halloween" oder "Freitag
der 13." erinnert werden möchte und Spaß hat,
der greift hier zu.
Andre
Schnack
19.12.2000
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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