|
Convoy
Action/Comedy/Drama
Die Truckfahrer
des Staates Lousianna stehen in einem Kleinkrieg mit der Polizei.
Der Konflikt entbrennt bei einer Kneipenschlägerei. Um
der Rache der Gesetzeshüter zu entkommen, schließen
sich die siegreichen Fernfahrer zusammen. Angeführt von
Trucker Rubber Duck (Kris Kristofferson) wollen sie den Terror
beenden. Ihr Ziel ist Washington. Eingehüllt in Staub
und Dieselqualm rollt die tonnenschwere Kolonne auf die Landesgrenze
zu. Immer mehr Trucks schließen sich an. Doch die Polizei
unter Anführer Sheriff Wallace (Ernest Borgnin) lässt
nicht locker. Durch Sabotage versucht er, die Trucker gegeneinander
auszuspielen. Als das misslingt, erreichtet die Polizei an
der Grenze eine durch Panzer gesicherte Straßensperre.
Der Konvoi soll um jeden Preis gestoppt werden...
"Convoy"
ist ein typischer 70er- bzw. 80er-Jahre Film, und das muss
ja nichts schlechtes bedeuten. Doch leider befindet sich "Convoy"
nicht so ganz auf dem Niveau anderer Packinpah-Regiearbeiten,
wie z.B. "Das Osterman
Weekend". Der Film gibt sich in der Story und dem
ganzen Verlauf, der Idee und dem Hintergrund nicht sonderlich
innovativ und fährt eher die Schiene, mit dem Convoy
an sich überzeugen zu wollen. Diese Rechnung geht allerdings
nur bedingt auf, die schauspielerischen Leistungen passen
in das Umfeld, gewinnen aber ebenfalls keine Preise. Charme
hingegen entsteht durch die gelungenen Aufnahmen, die Vielzahl
an Fahrzeugen, der gebotenen Action und einigen netten Sprüchen.
All das allerdings vergibt noch kein Garant für einen
guten Film. "Convoy" kann bedenkenlos als einfache
und leichte Unterhaltung bezeichnet werden und wird vielen
Leuten auch gefallen. Ein nicht ganz einzuordnender Genre-Mix,
der durchaus seine Momente besitzt.
Die Technik
von "Convoy" sorgt im Groben für Zufriedenheit.
Man beachte bitte, dass es sich bei dem Film um ein bereits
23 Jahre altes Stück handelt - und diese Jahre ziehen
nicht einfach so am Master vorbei. Das bekommt auch der Betrachter
des anamorphen Breitbildtransfers vor die Augen. Überwiegend
weist das Geschehen im 2.35:1-Format keine groben Schnitzer
auf, nur stellenweise sieht man das Alter in Form von Verunreinigungen,
leichten Einbüssen der Schärfe und etwas blassen
Farben. Überwiegend jedoch überzeugt die visuelle
Präsentation mit einem ausgewogenen Kontrast und der
plastischen Darstellung der Aufnahmen. Negativ: Blockentwicklung
und Rauschen - davon gibt es auch etwas zu sehen, was durch
den Einsatz eines Rauschfilters nicht unbedingt verbessert
wurde. "Convoy" hat nicht die Ehre, sich als Big-Budget
Film bezeichnen zu dürfen, somit fällt auch die
Leistung im akustischen Sektor etwas spärlich aus, denn
Ton gibt es im damals noch eher zeitgemäßen Dolby
Digital 1.0 Format. Der monaurale Ton gewinnt nicht gerade
die Gunst der Zuschauer, zu blechernd und fern wirkt das Klangbild.
Nebst der deutschen Tonspur gibt es auch den englischen Originalton
im DD 1.0 Format.
"Convoy"
gehört zu den Filmen, bei denen man sich etwas an seine
Kindheit und diese Art an Filmen erinnert fühlt. Kinder,
insbesondere Jungen, werden diesen Film mit Sicherheit auch
noch heute feiern, denn viele Fahrzeuge und Unfälle,
Verfolgungsjagden usw. begeistern eben in einem bestimmten
Alter. Leider verliert der Film mit zunehmenden Alter auch
an Attraktivität. Das 106minutenlange Road-Truck-Movie
befindet sich auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ
9) und wurde lediglich mit einem qualitativ minderwertigen
Trailer als Extra ausgestattet. Darüber hinaus gibt es
lediglich eine Trailershow und ein nettes Menü zu betrachten.
Die DVD erscheint heute, am 17. Juli 2001, zu einem Straßenpreis
von rund 40,- DM. Freigegeben wurde "Convoy" ab
16 Jahren.
Andre
Schnack
17.07.2001
| Film
/ Inhalt |
: |
   |
Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
| Bild |
: |
    |
| Ton |
: |
   |
| Extras
/ Ausstattung |
: |
 |
| Preis-Leistung
/ Gesamt |
: |
   |
|
| |
|