| Comet
Impact - Killer aus dem All
Dokumentation/Special
Interest
[Einleitung]
„Comet Impact - Killer aus dem All“ lautet der
Titel einer polyband-Disc aus dem DVD-Programm des deutschen
Publishers. Spezialisiert auf Special Interest-Produkte meisterte
polyband bislang mitunter ganz feine DVDs, wie steht es mit
„Comet Impact“? Was taugt die Disc inhaltlich?
Sie geht der Fragestellung nach: „was passiert, wenn
ein Komet auf Kollisionskurs zur Erde geht?“. Wir konnten
das Doku-Drama aus der Feder von Matt Harvey und Dominic Morgan
genauer prüfen und geben Kunde über das Werk von
Regisseur Keith Boak. „Comet Impact“ erschien
2007 als britische Filmproduktion fürs TV-Programm.
[Inhalt]
Ohne Vorwarnung durchrast ein Komet die Erdatmosphäre,
schlägt im Meer vor der irischen Küste ein und verursacht
einen verheerenden Tsunami. Die Experten der NASA machen eine
böse Entdeckung: Der tödliche Bote aus dem All war
nur ein Fragment eines viel größeren Kometen –
und der hat Kurs auf die Erde genommen. Bald bestätigen
sich die Befürchtungen. Der Komet wird mit der Gewalt
von sechs Millionen Hiroshima-Bomben den amerikanischen Nordwesten
treffen.
Experte Josh Hayden
(James Wilby) glaubt, ein gezielter Nuklearschlag könne
das Monster ablenken und die Katastrophe abwenden. Sein Kollege
Neil Gant (Cristian Solimeno) hält das für viel
zu riskant und plädiert dafür, die bedrohten Gebiete
zu evakuieren. Während der Tag der Vernichtung unaufhaltsam
näher rückt, ringen die Verantwortlichen um die
Entscheidung – aktive Abwehr mit womöglich fatalen
Folgen oder die größte Massenflucht der Geschichte.
(Quelle: polyband)
[Kommentar]
Es gibt sie noch nicht so sehr lange, die sogenannten Doku-Dramen.
Sie behandeln ein oftmals wissenschaftliches oder geschichtliches
Thema im Zuge eines TV-Spielfilms und weichen vom geprägten
und bewährten Standard der Fach-Dokumentation in einigen
Punkten ab. So gibt es – auch hier – eine Erzählung
im Verlauf, mit Höhepunkten, Spannung, echten Darstellern
und einen Heiden an Computer-Effekten. Alles ist eben dabei,
nur nicht ganz auf der ansonsten durchs Kino bekannten Hollywood-Güte.
Zielsetzung des Stücks soll Unterhaltung und gleichermaßen
die Vermittlung fundierter, wissenschaftlicher Erkenntnisse
sein. Ob dieses Konzept nun aufgeht, bleibt jedermann selbst
überlassen.
[Technik]
Eigentlich unterscheidet sich der Film in seiner technischen
Darstellung auf DVD kaum von Filmen aus Hollywood. Ausreichend
hochwertig im Format und mit guten Ergebnissen in allen Bereichen
überzeugt der 16:9-Transfer im Seitenverhältnis
1.78:1 auf seine Art. Hin und wieder neigen Details, in den
schattigen Bereichen der zuweilen düstern ausgeleuchteten
Aufnahmen, zu verschwinden. Vom Kontrast und der Farbsättigung
her kann recht gute Kunde berichtet werden, wobei die Kantenschärfe
weit ab von angenehm ist und sich leider unterdurchschnittlich
entwickelt. Ferner attestieren wir von Beginn an ein offenkundiges
Rauschen im Untergrund, schade. Die Kompression spielt ein
gutes Spiel.
„Comet Impact“
ertönt in den Sprachfassungen Deutsch und Englisch, beide
Soundtracks befinden sich in Dolby Digital 5.1 auf der Disc.
Wenngleich es sich um ein Doku-Drama mit Potenzial zum „Brummen“
handelt, so kann die tonale Leistung der DVD nur bedingt zum
Erfolg des Inhalts beitragen. Denn es sind oftmals nicht die
hochwertigsten Effekte hier anzutreffen, vielmehr bestimmt
die Lautsprecher-Front maßgebend die Darbietung. Insbesondere
dominiert die Sprachausgabe, gefolgt von der musikalischen
Begleitung. Erst dann reiht sich eine Anzahl an Hintergrundgeräuschen
ihren Weg ins Gehör. Untertitel sind dem Ton nicht hinzuzuschalten.
[Fazit]
Das als „sorgfältig recherchiertes und als aufwändiges
Dokudrama“ bezeichnete Werk auf einer Laufzeit von ziemlich
genau eineinhalb Stunden (Verpackungsangabe 97 Min.) versetzt
nun nicht gerade in atemlose Spannung. Es zeigt ein Kapitel
aus dem Themenkomplex „der Mensch erforscht seinen Lebensraum
zum Selbsterhalt“. Das theoretische Katastrophen-Szenario
befindet sich auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ
9) und weist eine Alterfreigabe von ab 12 Jahren auf. Extras
gibt es im schlichten Menü nicht vorzufinden, lediglich
die animierte Kapitelauswahl und die Sprachauswahl kann bedient
werden. Erscheinungstermin war der 18. Januar, der Preis liegt
bei rund 13,- Euro.
André Schnack
01.02.2008
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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