| Breaking
and Entering - Einbruch und Diebstahl
Drama/Romance/Thriller
[Einleitung]
Mit den Dramen „Der englische Patient“, „Der
talentierte Mr. Ripley“ und „Unterwegs
nach Cold Mountain“ schuf Anthony Minghella stets
seine eigene Note mit Filmen, die nicht sonderlich hoffnungsvoll
die Lebensfreude der Menschen zelebrieren. Es sind überwiegend
Filme tragischen Inhalts, hin und wieder mit der Spur eines
Thrillers abgeschmeckt. Mit seinem aktuellsten, abgedrehten
Titel „Breaking and Entering“ schuf der gebürtige
Engländer eine weitere Erzählung im Rahmen eines
Dramas als Regisseur und Drehbuchautor zugleich. Mithin fällt
wohl auch diese britische-US-Koproduktion eher nachdenklich
denn lustig aus. Buena Vista Home Entertainment veröffentlicht
hierzulande das Ensemble aus Jude Law, Juliette Binoche und
Robin Wright Penn auf DVD. Wir konnten uns die Disc genauer
anschauen und berichten.
[Inhalt]
Will Francis (Jude Law) und sein Partner Sandy (Martin Freeman)
betreiben in London ein erfolgreiches Architekturbüro.
Doch die modern ausgestatteten Büroräume inmitten
des riesigen Sanierungsbezirks locken regelmäßig
lokale Diebesbanden an. Als wiederholt eingebrochen wird,
begibt sich Will selbst auf die Spur des Täters und verfolgt
den jungen Dieb Miro bis zu dessen Wohnung. Um die Einbrüche
weiter zu untersuchen, freundet sich Will mit dessen Mutter
Amira (Juliette Binoche) an. Entfremdet von seiner Lebensgefährtin
Liv (Robin Wright Penn) und ermüdet von dem gemeinsamen
Leben, das geprägt ist von Livs ständiger Sorge
um ihre Tochter, fühlt sich Will immer stärker zu
Amira hingezogen. Diese neue Welt, die immer stärker
von ihm Besitz ergreift, setzt eine Kette von Ereignissen
in Gang, die Wills Leben unerwartet völlig aus den Fugen
geraten lässt...
(Quelle: Buena Vista Home Entertainment)
[Kommentar]
„Breaking and Entering“ versteht sich als Drama,
was bereits durch die Geschehnisse am Anfang klar wird. Auch
werden wir über die mittlerweile tiefen Kluften in der
Beziehung zwischen Will und seiner Lebensgefährtin Liv
aufgeklärt. Und damit fällt dann auch schon der
Startschuss für die Story, die sich recht müßig,
dafür aber facettenreich und authentisch entwickelt.
Der eigentliche Höhepunkt beginnt nach rund 50 Minuten,
denn dann entscheidet sich Will für ein Vorgehen, mit
dem er einen neuen Weg geht und seine bestehende und gewohnte
Umgebung verlässt. Alle Figuren, nicht nur Will und Liv,
fordern die komplette Aufmerksamkeit des Betrachters. Hier
liegt eine der Stärken des Titels.
Die zwischenmenschlichen
Annäherungen, das Flüchten vor den eigenen Dämonen
und die Differenzen der verschiedenen Anforderungen ans eigene
Leben stehen im Fokus der Story. Den Recherchen der Einbrüche
geht weniger filmerische Substanz zu. Diese Geschehnisse dienen
eher als Transporteur der emotionalen Handlungen zwischen
Will und Liv und Amira. Unterlegt von einem passenden Soundtrack
zwischen klassischer Klavierbegleitung und summenden, etwas
melancholischen Tönen entsteht eine authentische Atmosphäre.
Vom Ablauf der Story her kann man den Herren Filmemachern
Respekt aussprechen, denn die dramatischen Momente sitzen
perfekt. Das Ende des Films ist mithin typisch Minghella.
[Technik]
Modern und irgendwie Buena Vista typisch, die qualitativen
Leistungen dieser Code2-DVD. Vor den Augen des Betrachters
vollzieht ein anamorpher Breitbild-Transfer im Format 2.35:1
seine Arbeit. Unbemerkt der Existenz der sich etablierenden
HD-Medien leistet diese Disc einen rundum guten und angenehmen
Bildtransfer, ohne dabei unter die obere Mittelklasse abzurutschen,
ohne sich jedoch auch im Oberfeld einzuordnen. „Breaking
and Entering“ vermag den gesamten Film hinüber
trotz einer nicht immer guten Ausleuchtung und schummeriger
Momente eine gute Kantenschärfe und ausreichend Bilddetails
zu überliefern. Es entsteht ein insgesamt plastisches
und weniger aufdringliches Geschehen, dass hin und wieder
ein wenig mehr Farbintensität vertragen hätte. Doch
dieses Manko stört nicht und ist angesichts eines nur
leichten Rauschfaktors eher zu vernachlässigen.
„Breaking
and Entering“ ist entgegen erster Annahmen als Ableitung
des Titels ausgesprochen ruhig und action-los, dafür
jedoch emotional geladen, umfänglich in seiner emotionalen
Ausprägung und Wirkung auf den Betrachter. Einen gewissen
Teil trägt dazu der Music-Score bei, er ist weniger abwechslungsreich
und stellt sozusagen eine Säule der Atmosphäre des
Titels dar. Gemischt mit zahlreichen Hintergrund- und Umgebungsgeräuschen
ergibt sich ein ausreichend dynamisches Klangfeld, dass jedoch
nur eingeschränkt räumlich wirken will. Die vier
Tonspuren im Dolby Digital 5.1-Format (Deutsch, Englisch,
Italienisch und Türkisch) weisen keine bidirektional
verlaufenden Sound-Elemente auf und nur selten werden die
Lautsprecher als gemeinsame Quelle für umfängliche
Surround-Einlagen genutzt. Die Sprache gibt sich weitgehend
klar verständlich.
[Fazit]
Buena Vista Home Entertainment beschert uns mit dieser DVD
eine rundum solide und technisch gelungene Disc. Der rund
114minutenlange Inhalt verläuft trotz anfänglicher,
leichter Längen unterhaltsam im Sinne eines anspruchsvollen
Dramas. Neben 8 Untertitelspuren, welche dem Geschehen wahlweise
hinzugeschaltet werden können, gibt es auch noch ein
paar weitere, substantielle Extras auf der einseitigen Dual-Layer-Disc
(DVD Typ 9) vorzufinden. Diese sind über ein einfach
strukturiertes Menü zu erreichen und setzen sich aus
folgenden Features zusammen:
- Audiokommentar
von Regisseur Anthony Minghella
- Making
Of „Breaking and Entering - Einbruch und Diebstahl“
- Zusätzliche
Szenen
- Kinotrailer
Der Audiokommentar
stellt den inhaltlichen Schwerpunkt der Extras dar. Er verrät
über die Hintergründe und gibt Einblick in die Entstehung
des Films und mithin in die des künstlerischen Schaffens
Anthony Minghella’s. „Breaking and Entering“
weist eine Altersfreigabe von ab 12 Jahren aus, richtet sich
inhaltlich jedoch schon an ein reiferes Publikum. Erscheinungstermin
des Dramas von Buena Vista ist der 26. Juli zu einem Preis
von rund knappen 20,- Euro. Wer Fan des bekannten Filmemachers
ist, der macht hier nichts mit dem Kauf falsch. Gleiches gilt
für all diejenigen, die gerne Filme mit Jude Law und
Juliette Binoche sehen.
Andre
Schnack
31.07.2007
| Film
/ Inhalt |
: |
    |
Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
| Bild |
: |
     |
| Ton |
: |
    |
| Extras
/ Ausstattung |
: |
   |
| Preis-Leistung
/ Gesamt |
: |
    |
|
| |
|