| Borat!
- Kulturelle Lernung von Amerika, […]
Comedy/Satire
[Inhalt]
Jagshemash! Nachdem er Kasachstan verlassen hat, ist Borat
nach Amerika gereist um hier einen Dokumentarfilm über
das Land und seine Einwohner zu drehen. Kreuz und quer fährt
er durchs Land und trifft hier auf „wahre“ Leute
im „wahren“ Leben und das hat zum Teil wahrlich
irrsinnige Konsequenzen. Borats rückständiges und
hinterwäldlerisches Auftreten ruft heftige Reaktionen
hervor und entlarvt die Vorurteile und die Heuchelei der amerikanischen
Kultur. In einigen Fällen teilen seine Interviewpartner
durchaus seine unverschämten Ansichten vor allem bei
den Themen ‚Männer & Frauen’ und ‚Hautfarbe’.
Andere versuchen ihm eine patriotische Lektion in „Westlichen
Werten“ zu erteilen. Wa-wa-wee-wa!
(Quelle: 20th Century Fox)
[Kommentar]
Borat unternimmt eine Reise in die US und A. Er will investigativen
Journalismus voran treiben und scheut dabei keine noch so
peinliche und unangenehme Situation, um seine kasachstansche
Kultur mit der westlichen, amerikanischen Lebensweise konfrontieren
zu können. Sein absurd weltfremdes Auftreten ruft beim
Zuschauer stets peinliche Berührtheit hervor. Und wenn
Boart auch noch jemanden interviewt, dann hat derjenige es
nicht grad einfach, sich aus der Opfer-Rolle zu befreien.
Denn Sacha Baron Cohen hat’s drauf und sorgt durch irre
Kommentare und eine bis auf den Knochen peinliche Art und
Weise für schräge Unterhaltung auf Kosten anderer.
Das Konzept funktioniert und die Situationen haben es teilweise
wirklich komplett in sich.
Sacha
Baron Cohen hat ein wunderbares Konzept entwickelt, welches
mit tatsächlichen Reaktionen der Umwelt auf den gespielten
Borat und einigen gestellten Szenen einen Film darstellt.
Es bereitet Spaß „Borat“ zuzusehen und beim
genaueren Betrachten kann man auch feststellen, welche das
sind, denn sie sind einfach authentisch und zeigen Menschen,
die nicht mit dem gerechnet haben, zu was Borat fähig
ist. Vom Verlauf her wirkt die Sendung stellenweise einen
Hauch amateurhaft in der Aufnahmetechnik, dann jedoch wieder
sehr hochwertig und auf Kinoniveau. Dabei nimmt der selbstlose
britische Comedy-Darsteller kein Blatt vor den Mund und versetzt
sich auch in jede noch so peinliche Situation.
[Technik]
Der Bildtransfer beläuft sich auf ein Seitenverhältnis
von 1.85:1 und befindet sich anamorph abgelegt auf dem Datenträger,
der einseitigen, zweischichtigen DVD. Der Transfer entstand
zum Teil mit unterschiedlichem Equipment. Darunter auch HDV-Cams,
welche bekanntlich nicht zwangsweise Kinoqualität abliefern.
Doch keine Angst, „Borat“ sieht wirklich gut aus
und ab und an bekommt man das Gefühl „Mäuschen
zu spielen“ vermittelt. Die Darstellungsgüte befindet
sich durchweg auf einem guten Niveau. Nur selten macht es
den Anschein, als würde die Kamera „wechseln“
und die Qualität ein wenig in den Amateur-Sektor abrutschen.
Dies treibt auf der anderen Seite den Authentizitätsgrad
in die Höhe. Artefaktbildung oder andere Fehler bleiben
aus.
Ob in
englisch oder deutschem Dolby Digital 5.1, Borat klingt eigentlich
gleich gut. Die zusätzliche DTS-Spur erweist sich praktisch
als überflüssig. Als Beigabe kann der russische
Ton gewertet werden. Insgesamt sind die mehrkanaligen Spuren
nur wenig mehrkanalig. Denn sie konzentrieren sich allzu sehr
auf die sprachliche Wiedergabe, werden dabei praktisch gar
nicht von Umgebungsgeräuschen oder anderen akustischen
Elementen beeinträchtigt und können sich somit gut
entfalten. Stets verständlich und hochwertig synchronisiert
sorgen sie für Gefallen beim Betrachter. Nur selten hören
wir zarte Musik aus einem der angeschlossenen Rear-Speaker.
[Fazit]
80 Minuten Laufzeit sind nicht gerade üppig. Jedoch diese
Laufzeit anzusammeln mit solch unangenehmen und drastischen
Situationen ist schon eine Kunst für sich. Denn nicht
wenige Teilnehmer des Films wurden nicht einmal gefragt, ob
sie beim Film mitmachen wollen. Wie dem auch sei, aus „Borat“
ist eine waschechte und totale Satire geworden, schonungslos
und direkt in seiner – und damit schlussendlich Sacha
Baron Cohens – Art. Die einseitige Dual-Layer-Disc (DVD
Typ 9) beinhaltet folgendes Bonusmaterial:
- 30
Minuten zusätzliche Szenen
- Welt
Promotion-Tour
- Kazakh
Police Warning Video
- Sexy
Drawn Watch, Rodeo News Report
- Trailer,
Borat Soundtrack Infomercial
Die DVD
ist freigegeben ab einer Altersstufe von 12 Jahren, alle darunter
und im gleichen Alter würden den Inhalt wahrscheinlich
in seiner Tiefe auch nicht verstehen. Denn diese inhaltliche
Tiefe ist vorhanden, hinter der Fassade des weltfremden Kasachen,
der kein Blatt vor den Mund nimmt uns sich keinerlei Peinlichkeit
zu schade ist. „Borat“ erschien am 5. März
zu einem Preis von rund 20,- Euro. Wer also mit diskutieren
möchte, ob Borat mit seiner Art massentauglich ist und
ob sogar politisch in Ordnung, der sollte zugreifen.
Andre
Schnack
16.04.2007
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/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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