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Bobby G. -
Hexenkessel New York
Drama
Bobby
Grace (John-Luke Montias) will einmal in seinem Leben das
ganz große Ding durchziehen. Ein Kilogramm Koks für
die Nasen von irgendwelchen Yuppie-Typen soll ihm den Weg
aus den Hinterhöfen von New York bahnen. Aber das Leben
tut Kleinganoven und Fixern wie Bobby G. keinen Gefallen.
Er wird die Ware zwar los, sieht aber nicht einen Dollar dafür!
Und hat jetzt Schulden bis zur Hölle bei Großdealer
Astro (Steve Heinze), mit dem beileibe nicht zu spaßen
ist. Bobby sieht nur eine Chance: Er braucht einen gut bezahlten
Job um Astro zu besänftigen, bevor der ihm die Knochen
brechen lässt. So heuert Bobby als Auftragskiller bei
der Mafia an - zu dumm, dass er noch nie eine Kanone in der
Hand hatte...
John-Luke
Montias erste Regie- und Drehbucharbeit war auch gleichzeitig
das erste Mal, das der junge Filmemacher als Darsteller vor
der Kamera stand. Und er leistete in allen drei Disziplinen
einen guten Start. "Bobby G." erzählt die traurige
Geschichte eines heruntergekommenen Dealer in den Gassen der
Metropole New York, über das Leben und die Tücken,
die dieses in sich birgt. Inhaltlich lässt sich der Film
mit dem 1996 erschienenen "Pusher" von Regisseur
Nicolas Winding Refn vergleichen, auch hier geht es um einen
verpatzten Drogendeal und die verheerenden Folgen, den Stress
und die Gefahr, die der Protagonist ausgesetzt ist. Montias
leistet dabei auch vor der Kamera eine überzeugende Darstellung
und blüht neben den anderen Schauspielern wahrlich auf.
Die Story wurde realitätsnah umgesetzt und verfügt
über einen wirkungsvollen Kern, der einen authentischen
Eindruck hinterlässt. "Bobby G." zieht nicht
gerade die Aufmerksamkeit durch große Schauspielernamen
und Special Effekte o.ä. auf sich, spielt aber in der
Kategorie der besseren Filme mit, was er größtenteils
seiner Atmosphäre zu verdanken hat!
Technisch
betrachtet nichts besonderes und schon gar kein großer
Wurf, sondern eher das, was wir bei Erscheinungen von Sunfilm
Entertainment erwarten und gewohnt sind. Der Transfer kommt
im 4:3-Vollbild Format (1.33:1) daher und spricht eine durchschnittlich
hochwertige Sprache. Die Kantenschärfe wirkt leider zu
gering, was dem Geschehen eine gewisse Weichzeichnung verleiht,
darunter leidet auch etwas der Detailreichtum. Davon ab tritt
ein stetiges Rauschen auf, in einigen Aufnahmen mehr, in anderen
weniger. Zur Farbgebung kann gesagt werden, dass diese den
Flair der Geschichte und die Authentizität unterstreicht,
ob es gewollt ist oder nicht. Von der Kompression gibt es
nichts negativ auffallendes zu vermelden. Beim Tontest stehen
sich eine deutschsprachige DTS 5.1-, eine Dolby Digital 5.1-
und eine 2.0-Tonspur und eine englischsprachige Dolby Digital
2.0-Spur gegenüber. Auch hier treffen wir ein bekanntes
Bild vor: ob DTS oder nicht, richtigen Mehrkanalton gibt es
hier nicht. Zwar werden hier sämtliche Lautsprecher mit
ins Geschehen einbezogen und die hinteren Kanäle spielen
einige Hintergrundgeräusche aus, jedoch kann die akustische
Darbietung lange nicht mit aktuellen DVDs mithalten. Dazu
fehlt etwas einfach an Klarheit, Stärke und Dynamik im
Sound. Die Dialoge sind klar verständlich und die Musik
wartet teilweise mit einem guten Bass auf.
"Bobby
G. - Hexenkessel New York" zeigt einen erschreckenden
Einblick in das Leben auf den Straßen von New York,
abseits von dem, was man als Tourist oder TV-Zuschauer sonst
mitbekommt. Sunfilm Entertainment vermochte der DVD eine durchschnittliche
Technik zu verpassen und legte den rund 89minutenlangen Streifen
auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) ab. Über
das schicke Menü erhält der Benutzer Zugriff auf
folgende spärliche Extras: 4 Trailer weiterer Sunfilm-Veröffentlichungen,
der Original-Trailer zum Hauptfilm und optionale Untertitel
in deutscher Sprache. Die DVD wurde ab 12 Jahren freigegeben.
Erschienen am 20. Februar ist die Scheibe im Handel zu einem
Straßenpreis von ca. 25,- Euro erhältlich. Wer
Filme wie "Mean Streets" (Hexenkessel) oder "Taxi
Driver" schätzt, der wird auch bei diesem Film seinen
Spaß haben und ansprechende Unterhaltung erleben. Kritik:
"Bobby G." wurde 1999 in den Kategorien "Best
New Director" und "New Directions Award" beim
Los Angeles Internation Film Festival ausgezeichnet - zurecht.
Andre
Schnack
03.04.2002
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/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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