Blade
(Wesley Snipes) wurde 1967 geboren, als ein Mischling aus
Vampir und Mensch. Eigentlich heißt er Eric, so wollte ihn
zumindest seine Mutter nennen – sie starb allerdings bei der
Geburt an den Folgen des Bissen eines Vampirs. So bekam er
die positiven Eigenschaften der Vampire, er erbte alle Vorteile,
aber keinen ihrer Nachteile! Daher besitzt er die Möglichkeit
im Tageslicht zu überleben, deswegen nennt man ihn auch den
„Daywalker“. Jedoch ist Blade kein guter Freund anderer Vampire,
denn er ihnen den Kampf angesagt. Tag für Tag, Nacht für Nacht
zieht er aus um einige dieser gottlosen Kreaturen von unserem
Planeten zu fegen. Dabei trifft er auf Deacon Frost (Stephen
Dorff). Dieser forscht in der Geschichte der Vampire nach
einem alten Ritual, mit dessen Hilfe er den Blut-Gott „La
Magra“ zum Leben erwecken kann. Mit Hilfe dieses Rituals würde
er so viel Macht an sich reißen, dass die Welt demnächst nur
noch von Blutsaugern begangen wird. Blade macht ebenfalls
Bekanntschaft mit Karen (N’Bushe Wright), sie ist Medizinerin
und sucht nach einer Heilung, denn auch sie wurde vor kurzem
gebissen. Mit Whistler (Kris Kristofferson), Blades besten
Freund, und Karen an der Seite, versucht der schwarze Rächer
seinen Widersacher Deacon aufzuhalten und die Menschheit zu
retten. Doch ganz so einfach ist das nicht...
Der
Rachefeldzug des dunkel gekleideten Mannes wurde prächtig
und aufwendig in Szene gesetzt. „Blade“ entstand nach dem
gleichnamigen Comic, deshalb geht’s im Film auch oft sehr
blutig zu. Außerdem benutzt Blade ein innovatives Repertoire
an Waffen und Fahrzeugen, interessant umgesetzt. Und nicht
nur in Anbetracht dieser Tatsache macht der Film einen gelungenen
Eindruck. Die gebotene Atmosphäre mit ihrer düsteren Stimmung
und dem leicht futuristischen Soundtrack gefallen auf Anhieb.
Der Film unterhält prima, bietet eine Menge Spaß und passt
genau in die Sparte „Pop-Corn“-Movies. Außerdem gibt es nicht
gerade viele Vampirfilme, da ist es einfach schön, dass man
mal wieder einen solchen zu Gesicht bekommt. Und dieser entführt
den Zuschauer nicht in fremde Welten oder zurück in vergangene
Tage düsterer Schlösser und mit Knoblauch und Pflog ausgestatteten
Geisterjägern, sondern direkt in das Großstadtleben der heutigen,
modernen Zeit. Denn dort leben sie, überall leben sie unter
uns, die Vampire! In einer eigenen Gesellschaft befinden sie
sich schon seit Tausenden von Jahren unter den unsrigen, wir
stellen praktisch nur die Nahrung da. Stephen Norrington verstand
sein Handwerk und begeistert mit viel Action, erstklassigen
Special-Effects und ein wenig Horror, für einen Actionfilm
wird sogar eine sehr ausreichende Story geboten.
Auf
technischer Seite sind keine Makel zu vermelden. Wie schon
viele BMG-Video Titel, so überzeugt auch dieser aufs Ganze.
Der anamorphe Bildtransfer sieht praktisch genau so aus, wie
der Transfer der amerikanischen Code1-Version von New Line
Home. Er wird auch sehr hohen Ansprüchen vollkommen gerecht.
Das Bild glänzt in einem sehr sauberen Breitbild im Ratio
von 2.35:1, wie es bei vielen Filmen der Fall sein sollte.
Die recht dunkel gehaltenen Szenen und häufig sehr farblosen
Aufnahmen sind äußerst scharf und kontrastreich. Die Gesichtsfarben
wirken sehr natürlich, ein sehr detailliertes Bild hält den
ganzen Film über an. Kompressionsartefakte, Rauschen oder
sonstige Fehler treten nicht auf. So erstrahlen die wundervollen
Special-Effects in ausgezeichneter Qualität. Auch akustisch
wird atemberaubende Qualität geliefert. Die fein und sauber
getrennt angesteuerten Lautsprecher sorgen für ein klares,
weites und lebhaftes Klangfeld. Viele Direktionaleffekte und
einige nette Stereoeffekte sorgen für gute Action. Die Surroundkanäle
hinten werden effizient genutzt, es entsteht dadurch eine
dichte Raumtiefe; die Dialoge erklingen deutlich aus dem Center
und sind stets sehr gut zu verstehen, bei beiden Tonspuren.
Das Verhältnis zwischen den Effekten, der Musik und der Sprache
ist ausgewogen und harmonisch. Neben diesen zwei Dolby Digital
5.1 Soundtracks auf deutsch und englisch, beinhaltet die DVD
auch optionale Untertitel in genau diesen Sprachen. Hier kann
gesagt werden, das Bild und Ton wirklich stimmen.
Mit
„Blade“ (FSK 18) hat BMG eine wahrlich sehr gelungene DVD
auf den deutschen Markt gebracht. Es ist auch schön zu sehen,
dass die FSK 18 Version überhaupt noch erschien. Technisch
zählt die DVD aus der Deluxe Widescreen Edition zur Spitzenklasse.
Neben dem ca. 117 minutenlangen Film befindet sich auch noch
eine Menge Bonusmaterial auf der einseitigen Dual-Layer-Disc
(DVD Typ 9). Das Menü wurde nett animiert und überzeugt durch
eine reine Struktur. Durch diese erreicht der Käufer: Insider
Infos, einen Audiokommentar mit Wesley Snipes u.a., eine Special
Effects-Featurette namens „La Magra“, einige geschnittene
Szenen, ein alternatives Ende, Dokumentation über das Blade-Design,
eine Behind-The-Scenes Dokumentation, ein 24 minutenlanges
Making-Of, Statements von den Darstellern und einen Trailer.
Insgesamt sind das rund 80 Minuten Bonsumaterial! In Sachen
Qualität von Bild & Ton und Umfang erhält man für ca.
50,- DM erstaunlich viel für sein Geld geboten. Wesley Snipes
Fans, Freunde von Vampirfilmen und Actionfilmen aufgepasst:
hier bitte das Geld investieren, denn es lohnt sich. Wie schon
erwähnt kommt der Film mit einer FSK von 18 Jahren. Diese
DVD ist sehr Empfehlenswert.
Andre Schnack
27.02.2000
| Film
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Bewertung:
Eine Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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