| Behind
The Badge
Mord im Kleinstadtidyll
Crime/Thriller/Drama
[Einführung]
Columbia TriStar Home Entertainment bringt uns einen Film
mit dem bekannten, begabten und sehr beliebten Darsteller
Billy Bob Thornton auf den Markt. An seiner Seite die schön
Patricia Arquette in diesem Thriller von Robby Henson. „Behind
The Badge“ entstand nicht nur unter der Regie von Mr.
Henson, sondern dieser fertigte auch das Drehbuch zur Geschichte
an. In weiteren Rollen sind William Devane, Sela Ward, Julie
Hagerty, Marcus Lyle Brown, Ray McKinnon und Tom Bower zu
sehen. Wir konnten die DVD genauer unter die Lupe nehmen und
berichten.
[Inhalt]
Der mysteriöse Mord an einer transsexuellen Hure wirft
einen dunklen Schatten auf die scheinbar makellose Fassade
eines Südstaaten-Nestes und die weißen Westen der
Obrigkeitsvertreter. Die feinen Herren wittern Gefahr für
ein anstehendes großes Geschäft. Sheriff Darl (Billy
Bob Thornton) wird angewiesen, die Ermittlungen langsam im
Sande verlaufen zu lassen. Doch Darl beginnt sich für
die Gattin der Toten, die Stripperin Scarlett (Patricia Arquette),
zu interessieren. Schnell sitzt er zwischen allen Stühlen,
verliert seinen Job - und soll mit einer Vergewaltigungsklage
aus dem Verkehr gezogen werden. Doch so einfach ist Darl nicht
kleinzukriegen...
[Kommentar]
Stil und Machart weisen einige kleinere Makel auf, was auf
das Budget und das Format (TV-Produktion) zurückzuführen
ist. Inhaltlich handelt es sich nicht nur um einen Crime-Thriller,
sondern auch um ein leichtes Drama. Doch bei letzterem wurden
etwas zu viele Zutaten begement. Neben dem persönlichen
Schicksal des überwiegend sympathischen Sheriffs gibt
es auch noch weitere Faktoren, die den Film jedoch als nur
durchschnittliches Konstrukt verschiedener Genres erscheinen
lassen. Zu viele Fäden werden verfolgt und zahlreiche
Richtungen eingeschlagen. Der eigentliche rote Faden gerät
temporär in den Hintergrund. Der Vordergrund: Die Story
des angebrochenen Cops; und diese begeistert denn doch. Zugearbeitet
wird vom passenden Soundtrack, der stellenweise etwas abgelegenes
Western-Feeling aufkeimen lässt. Billy Bob Thornton leistet
einen tollen Job, die weiteren Beteiligten stehen ebenfalls
nicht schlecht da. Abschließend: insgesamt kein schlechter
Film, jedoch auch nicht vollends überzeugend. Dafür
zu wenig harmonisch für einen Kino-Film.
[Technik]
Es handelt sich hierbei um einen anamorphen 16:9-Transfer.
Dieses Breitbild besitzt ein genaues Ratio von 1.78:1 und
bietet rundum zufrieden stellende Werte. Nebst dieser Tatsache
kann festgehalten werden, dass das Geschehen eine hohe Qualität
im Segment der knackigen Farbgebung und dem harmonischen Kontrast
aufweisen. Positiv setzt sich auf die Kantenschärfe und
der Detailgrad durch. Nur selten treten leichte Verzieh-Effekte
bei raschen Bewegungen an den Kanten auf, davon einmal abgesehen
eine saubere Darbietungsqualität. Tonal gibt es die Auswahl
zwischen englischem Originalton und deutscher Synchronfassung.
Der Originalsound erklingt wahlweise in Dolby Digital 5.1-
oder Surround-Sound, die deutschen Fassungen hingegen in DTS-,
Dolby Digital 5.1- oder Surround-Ton. Der deutsche DTS-Track
gefällt. Ein ausgereifter Bass gesellt sich oftmals zu
den musikalischen Momenten der Geschichte. Positiv ergänzend
fallen dann noch die sauberen Hintergrundgeräusche und
einige Surround-Effekte auf. Rauschfrei und klar dringen die
Dialoge aus dem Center-Speaker. Optional gibt es deutsche
Untertitel.
[Fazit]
„Behind The Badge – Mord im Kleinstadtidyll“
von Regisseur Robby Henson bereitet gute Unterhaltung auf
rund 99 Minuten. Diese wurden auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc
(DVD Typ 9) untergebracht und mit einem etwas zu künstlich
wirkendem Menü ausgestattet. Dieses bietet Einstellungsoptionen,
Kapitelauswahl und folgendes Bonusmaterial: 3 Trailer weiterer
Erscheinungen, der Kino-Trailer des Hauptfilms, Filmo- und
Biografien, Produktionsnotizen, eine Inhaltsangabe auf einer
scrollenden Texttafel, mit Musik unterlegte Behind The Scenes-Aufnahmen,
ein knappes Outtake und eine Fotogalerie. In Bezug auf die
Ausstattung kann nur ein erreichtes Mittelmaß attestiert
werden. Eine gelungene TV-Produktion, der nur etwas der letzte
Schliff fehlt. Für Thornton- oder Arquette-Fans gewichtiger
zu werten. Der Hauptfilm kommt mit einer FSK ab 12 Jahren
daher, die DVD-Erscheinung wurde aufgrund des zusätzlichen
Materials mit einer FSK 16 versehen.
André
Schnack
24.06.2003
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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