| Bank
Job
Crime/Thriller
[Inhalt]
Gebrauchtwarenhändler Terry ist zwar kein Unschuldslamm,
von den großen Sachen hat er bisher aber immer die Finger
gelassen. Bis seine bildschöne Jugendfreundin Martine
auftaucht und ihm den Plan für einen todsicheren Bruch
präsentiert. In den Schließfächern der Lloyds
Bank in der Londoner Baker Street liegen Geld und Juwelen
im Wert von mehreren Millionen. Terry beißt an. Er ahnt
nicht, dass der Tresorraum außer den Moneten auch eine
ganze Reihe schmutziger Geheimnisse beherbergt. Die Londoner
Unterwelt, der Geheimdienst, einige Gentlemen der feinen Gesellschaft
und sogar das Königshaus haben großes Interesse
daran, dass diese nicht an die Öffentlichkeit geraten.
Die Jagd auf Terry und seine Jungs ist eröffnet…
(Quelle: Kinowelt Home Entertainment)
[Kommentar]
Filme über bekannte Raubüberfälle faszinierten
mich bislang schon immer. Seit meinen ersten Gedanken und
Möglichkeiten Filme zu schauen haben mich diese Filme
stets sehr begeistert. Und ich bin ganz offensichtlich nicht
alleine damit, denn Titel wie „Ocean’s Eleven“
sind nichts anderes, nur eben künstlerisch so weit perfektioniert,
dass es kein großes Wunder mehr darstellt, dass sich
solche Titel eines großen Publikums erfreuen. Von „The
Business“ bis hin zu „The Italian Job“ und
den bekannten Werken des Genres gibt es eine unglaubliche
Vielzahl und einen nennenswerten Facetten-Reichtum innerhalb
des Genres. Und „Bank Job“ reiht sich nahezu nahtlos
in die vorgenannten Werke ein und geht als echter 70er Jahre
Titel durch. Er ist praktisch eine Hommage an die Filme früherer
Zeit dieses Sujets.
Und doch
könnte der Titel hier und dort etwas innovativer sein,
immerhin ist es ein Film von „heute“ und da sind
die Anforderungen eben entsprechend höher als vor rund
35 Jahren. Immerhin wird schlechthin ein klassischer Film-Inhalt
erneut restauriert und komplett-überholt. Das Ergebnis
kann sich durch seinen Style und Charme ohnehin schon einmal
sehen lassen. Garniert mit den darstellerischen Leistungen
ergibt sich ein gutes Gesamtbild. Da ist es auf einmal ganz
nebensächlich, dass die Kriminellen wirklich mehr als
nur gut gesonnen dargestellt sind. Egal, manchmal ist ‚böse‘
auch einfach ‚gut‘. Inhaltlich orientiert man
sich an den historischen Vorlagen, irgendwie ebenfalls charmant.
[Technik]
Ein moderner Titel, durch und durch. Die technischen Möglichkeiten
wurden genutzt um einen sehr stil- und stimmungsvollen 70er
Jahre-Charme zu entfachten. Und das gelingt auch sehr gut.
Die Kontrastzeichnung verdient sich ebenfalls Lob. Und so
hinterlässt der 2.35:1-Transfer mit anamorpher Codierung
von Beginn an einen guten Eindruck. Hin und wieder erscheinen
bestimmte Farben zu wenig intensiv, was wir auf die Absicht
der Macher zurückführten, um den etwas älteren
Stil zu unterstützen. Details gibt es in einem ausreichenden
Grad und die Kantenschärfe ist ebenfalls in Ordnung.
Störungen oder Kompressionsartefakte treten nicht auf.
Tontechnisch
bringt „Bank Job“ einen guten Dolby Digital 5.1-Ton
zustande. Der Mehrkanal-Sound steht in englischer und wahlweise
deutscher Sprachfassung zur Verfügung. Optional kann
der Betrachter deutsche Untertitel einblenden. Stellenweise
haben wir es mit sehr ruhigen Momenten zu tun, welche sich
vor allem durch feine Umgebungsgeräusche und der klaren
Sprachausgabe positiv abgrenzen. Ab und an hingegen bricht
dann auch echte Räumlichkeit aus, was zumeist auf die
gelungenen Hintergrundgeräusche zurückzuführen
ist. Alles in allem entsteht Atmosphäre – das zählt.
[Fazit]
Kommen wir zum Abschluss dieses Tests. „Bank Job“
erweist sich als inhaltlich sehr sehenswürdig und kann
auf eine weitgehend einfache Art und Weise und mit viel Charme
punkten. Der spannungsreiche Thriller lässt keine Langeweile
aufkommen auf seiner Laufzeit von rund 107 Minuten. Die Altersfreigabe
lieft bei ab 12 Jahren. Die einseitige Dual-Layer-Disc (DVD
Typ 9) bietet neben einem stilechten Menü-Design auch
noch folgende Extras – simpel zu erreichen:
- Audiokommentar
mit Cast & Crew
- Making
of (2 Min.)
- Deleted
Scenes (8 Min.)
- Inside
the Bank Job (17 Min.)
- The
Baker Street Bank Raid (15 Min.)
- Interview
mit Jason Statham (7,5 Min.)
- 9
Trailer weiterer Titel
Die Extras
gefallen alle durch die Bank, erweisen sich jedoch in ihrer
Laufzeit nicht als besonders üppig. Wo die geschnittenen
Szenen, die Materialien „Inside the Bank Job“
und „The Baker Street Bank Raid“ noch vollends
überzeugen können, da versagt das sogenannte Making
of kläglich. Knappe 2 Minuten; so etwas ist kein Making
of, sondern eine kurze Featurette. Das ist ein wenig Schade.
Unabhängig
davon handelt es sich um eine gelungene DVD. Der „Bank
Job“ wechselt ab 21. November zu einem Preis von rund
19,- Euro den Besitzer. Wer Heist-Filme mag und auf einen
wirklich wunderbaren 70er Jahre-Flair Lust hat, für den
führt praktisch kein Weg an „Bank Job“ vorbei.
Also, raus mit dem Bier und den Kartoffel-Chips!
Andre
Schnack
22.10.2008
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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