| Ballistic:
Ecks vs. Sever
Action/Thriller
[Inhalt]
Zwei Geheimagenten, von jeweils unterschiedlichen Spezialeinheiten
ausgebildet werden in einen mörderischen Kampf gegeneinander
getrieben.Agent Ecks, ein stahläugiger und erbittert
kämpfender Ex-FBI Menschenjäger wird durch Erpressung
in einen Kampf gegen eine nicht zu stoppende Attentäterin,
Sever, die von Geburt an auf Töten programmiert wurde,
getrieben. Angst um ihre Familien ist dabei der Köder,
mit dem das FBI sie dazu bringt, sich gegenseitig vernichten
zu wollen. Als Bauernopfer der selben korrupten Behörde
gehen sie mit allen Arten von Hi-Tech Waffen und asiatischen
Kampfkünsten aufeinander los. Dabei hinterlassen sie
eine Spur von Tod und Inferno...
(Quelle: universumfilm)
[Kommentar]
Antonio Banderas als geschaffter und desillusionierter FBI-Agent
ohne Hoffnung? Seine Rolle des Agent Ecks gibt sich ziemlich
flach und einfach. Durch Schicksalsschläge verlagerte
der Menschenjäger seine Tätigkeit vom Feld in die
heimelige Kneipe und schloss Freundschaft mit Johnny Walker,
ließ sich einen Dreitagebart wachsen und antwortete
fortan nur noch mit schlichten Einzeilern. Doch dann geschieht
es, sein ehemaliger Arbeitgeber zwingt ihn durch zarte Erpressungsversuche
wieder in den Job. Auf der anderen Seite eine Frau, die statt
dem Sammeltrieb nach Schuhen zu frönen lieber handfeste
Schusswaffen sammelt. Gespielt durch Lucy Liu. Gemeinsam haben
sie ein eindeutiges Feindbild, welches den Titel „Ecks
vs. Sever“ etwas in Frage stellt.
Dieser
„Feind“ wird ganz wunderbar von Bösewicht-Mime
Gregg Henry dargestellt. Er leistet gute Arbeit und stellt
einen ebenbürtigen Gegenspieler und negativen Pol in
der sonst recht einfach gehaltenen Geschichte dar. Durch einige
Dialoge wird letztlich klar, dass es sich nicht nur um ein
aufgebohrtes Familiendrama, sondern um einen High-Tech Spionage-Thriller
handeln soll. Dafür wird allerdings etwas zu wenig Substanz
und Plot-Tiefe geboten. Abschließend, nach rund 80 Minuten
schließt sich der Kreis und letztlich wird der Jäger
zum Opfer seiner Beute. Alles gut, oder?
Der Film
kann als Action-Spektakel ohne Tiefe und greifbaren Wert überzeugen.
Es wird geballert, Dinge fliegen am laufenden Band in die
Luft und Menschen fallen im Kugelhagel. Die Fronten werden
dabei nicht immer klar definiert. Man fragt sich nach Ablauf
des Abspanns, ob die Guten nicht auch ein wenig böse
waren?! Sie waren es…
[Technik]
Das visuelle Geschehen wird mittels eines anamorphen Breitbildtransfers
im Format 2.35:1 vollzogen. Es werden ganz schöne Bilder
eines wachen Vancouvers eingefangen und mittels technisch
hochwertiger Handwerkskunst abgebildet. Davon weist das Geschehen
eine hohe Sauberkeit auf und gehört zu den klarsten und
fehlerfreisten der aktuellen Erscheinungen. Selbst dunkle
Aufnahmen verlieren nur minimal an Details und wirken stets
ausreichend plastisch und tief. Der Kontrast wirkt sich positiv
auf die Harmonie aus, welche aus einer gesättigten und
knackigen Farbgebung resultiert. Kantenschärfe und Kompression
gehen ebenfalls in Ordnung. Rasche Bewegungen oder Wechsel
in der Ausleuchtungen brechen dem Transfer keinen Zacken aus
der Krone.
Soundtechnisch
betrachtet wird es hier wichtig, schließlich bietet
die Handlung zahlreiche Situationen, die sich bestens zur
Verkörperung wahrer Klang-Finessen benutzen lassen. Und
so gelingt es dem hier gebotenen Ton, ein lebhaftes und räumliches
Geschehen mit Raumtiefe zu formen, ohne sich dabei in Spielereien
oder Firlefanz zu verlieren. Der Mehrkanalton im Format Dolby
Digital 5.1 wurde in den Sprachfassungen Deutsch und Englisch
auf der Disc untergebracht und erfüllt die Bedürfnisse
anspruchsvoller Technik-Puristen und Action-Liebhaber gleichermaßen.
Ruhige Aufnahmen bestechen durch hervorgehobene Hintergrundgeräusche,
die Action-Einlagen hingegen verlangen dem Ton eine hohe Dynamik
ab. Die Hausaufgaben seitens universumfilm wurden gut gemacht.
[Fazit]
„Ballistic: Ecks vs. Sever“ haut nun wirklich
nicht vom Hocker, gerade heutzutage benötigen die reinen
Action-Filme eine neue Zielgruppe, denn immer mehr werden
Substanz und wieder inhaltliche Tiefe gefordert, und reines
Geballere entpuppt sich nicht zwangsläufig als Zuschauermagnet.
Der vorliegende Film besitzt eine Laufzeit von rund 88 Minuten,
was recht kurz ist. Abgelegt wurde er auf einer einseitigen
Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9).
Als Bonusmaterial
bietet die Disc:
- das
Making Of “Ballistic: Ecks vs. Sever”
- ein
B-Roll
- Trailer
- Cast
& Crew Infos
Die Laufzeit
des Bonusmaterials bemisst sich auf ca. 27 Minuten. Wir sehen
das Making Of als bestes Feature an, da es zumindest weitergehenden
Informationsgehalt aufweist und einen leichten Einblick hinter
die Kulissen bietet. Viel Substanz wird jedoch nicht vorgefunden.
Der Titel wurde freigegeben ab 16 Jahren und erschien am 08.
März als Verkaufs-Fassung im Handel. Wer Antonio Banderas
oder Lucy Liu als Idol hat, sollte nicht an diesem Action-Kracher
vorbeigehen. Allen anderen sei eine Probe angeraten.
Andre
Schnack
18.03.2004
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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