Ein gefährliches Geschäft in dem Robert Rath (Stallone) tätig
ist, nicht nur für ihn, sondern auch für andere, besonders
jedoch für seine "Ziele" denn er ist Auftragskiller,
der Beste, die Nummer 1. Seine Zeit war der Kalte Krieg, jedoch
haben sich die Umstände geändert und viele Söldner bieten
ihre Dienste für jeden an, Robert will aussteigen, nur noch
einen Auftrag will er erledigen. Schon zu viele Menschenleben
wurden durch Profikiller beendet, auch daß seines besten Freundes.
Gerade am aufsteigen ist hingegen Miguel Bain (Banderas),
er will die Nummer 1 werden, um jeden Preis. Was liegt dabei
näher als den aktuellen Besten vom Thron zu schießen. Aber
ganz so einfach ist das nicht. Vorerst versucht Bain es anders.
Er schnappt Rath vor der Nase dessen Auftrag weg, indem er
das "Ziel" vor ihm eliminiert. Rath wird sauer,
es scheint als habe Bain den gleichen Auftrag gehabt. Und
spätesten ab dem Zeitpunkt, an dem sie beide persönliche Bekanntschaft
machen geht es nicht mehr ums Geschäft. Genau in die Schußlinie
der beiden Assassins gerät die Hackerin Electra (Moore), sie
hat eine Diskette mit wertvollen Infos, die sie an Dritte
verkaufen will - Rath soll sie aus dem Verkehr ziehen. Erneut
funkt Bain dazwischen und alles gerät außer Kontrolle. Rath
erschießt die Hackerin nicht und sie schließen sich zusammen.
Als die Situation weiter eskaliert merkt Robert, daß der Auftraggeber
mehr im Schilde führt... doch wer ist diese Person, die er
sonst nur über eine Modemverbindung zum Empfangen von Aufträgen
kennt? Was hat er mit Bain und dem Disketten-Deal zu tun?
Und wie sagt man doch gleich: Geschichte wiederholt sich selbst?!
Ähnlich wie schon in "Desperado"
paßt Antonio Banderas auch hier die Rolle ausgezeichnet, Stallone
leistet ebenso gute Arbeit, nicht verwunderlich, denn beide
tun das was sie am besten können: saubere Action abliefern.
Die coolen Kommentare Miguels und die kalte Berechenbarkeit
der beiden Hauptcharaktere fasziniert den Betrachter, daß
Leben eines Profi-Killers wird eben öfter ganz schön turbulent.
Bei all den knallharten Auseinandersetzungen mit Schießeisen,
welche sehr ansehnlich mit der Kamera aufgenommen wurden,
kommt aber auch die Komik nicht zu kurz. Besonders der nervöse,
skrupellose und sehr lebhafte Miguel amüsiert köstlich. Aufbau
und Handlung des Thrillers sind gut gelungen und fesseln für
knappe 133 Minuten vor den Fernseher. Und nicht nur auf die
fein ausgearbeiteten Actionsequenzen wurde viel wert gelegt,
auch die beiden Auftragskiller und ihre sehr unterschiedlichen
Persönlichkeiten stellen ein großes Augenmerk des Films dar.
Interessant ist auch der Faktor, daß es keinen richtigen "Guten"
in der Handlung gibt, beide Hauptfiguren sind Killer und die
anderen Beteiligten sind meist auch alles andere als Träger
weißer Westen.
Non-Stop-Action der Superlative. Das 16:9erweiterte Bild
der Widescreen-Version erzeugt eine tolle Kinoatmosphäre,
kein Wunder, denn alles stimmt: Kontraste sind gut, aber nicht
überzogen, eine klare und detaillierte Schärfe zeichnet das
Bild aus und von Rauschen oder Kompressionsartefakten keine
Spur. Der Kampf der beiden Killer-Giganten hätte kaum besser
aussehen können. "Assassins" wird im original Kinoformat
von 1.85:1 präsentiert. Auf der zweiten Seite der Scheibe
wurde zusätzlich eine Pan&Scan-Fassung abgelegt, die 16:9er
kommt dem Kinovorbild natürlich näher. Die digitale Soundkulisse
gelang sehr und verwandelt den Raum des Betrachters in den
Schauplatz heißer Schießduelle. Besonders das klirrend dumpfe
Geräusch der Pistolen mit Schalldämpfer hört sich absolut
gemein an und wirkt sehr authentisch. Dahinter steckt ein
glanzvoll abgemischter 5.1-Surround-Track, außerdem befindet
sich noch eine französische Dolby-Surround-Spur auf der doppelseitigen
Single-Layer-Disc. Untertitel werden je nach Geschmack in
englischer, französischer oder spanischer Sprache angezeigt.
Die "Assassins" hören sich nicht nur gut an, sondern
sehen auch ebensogut aus, und genau das zeichnet natürlich
eine adäquate DVD-Umsetzung aus. Neben dem Film erhält der
Käufer noch Cast&Crew-Infos und Production-Notes, einen
Trailer spendierte man leider nicht. Aber trotz mangelhafter
Ausstattung ist die Scheibe ihr Geld wert, knappe 60,- DM
(25$ Listenpreis) müssen für den Actionkracher berappt werden.
Und wer auf Filme dieses Genres steht, dem sei gesagt, die
Disc lohnt sich. Also: das Ziel heißt "Assassins"
und befindet sich im nächstgelegenen DVD-Händler, zuschlagen.
Andre Schnack