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101 Reykjavik
Comedy
[Inhalt]
Parties, Alkohol und jede Nacht mit einer anderen Frau ins
Bett... Hlynurs einzige und wahre Leidenschaft ist das süße
Nichtstun. Ein eigenes Apartment oder auf Jobsuche gehen,
bereitet ihm viel zuviel Stress. Hlynur fühlt sich einfach
wohl bei Mama. Als Lola dort auftaucht, gerät sein Dolce
Vita allerdings gehörig ins Wanken. Die temperamentvolle
Spanierin fordert ihn heraus. Hlynur soll sich am Riemen reißen
und sein Leben endlich selbst in die Hand nehmen. Doch als
sie eines Abends mit ihm um die Häuser zieht, erliegt
selbst die widerspenstige Lola Hlynurs Charme. Ein One-Night-Stand
mit Folgen. Lola ist schwanger. Doch das ist noch lange nicht
alles. Als sie ihm eröffnet, dass seine Mutter und sie
ein Paar sind und eine Familie gründen wollen, fällt
Hlynurs Bequemlichkeit plötzlich wie ein Kartenhaus zusammen...
[Kommentar]
"101 Reykjavik" bietet Einblick in die Welt einer
Stadt, in der man nur dann wohnt, wenn man es irgendwie nach
der Geburt nicht geschafft hat, das Weite zu suchen. Islands
stets kalte, windige und ziemlich tote Gegend, in der Reykjavik
liegt, wird hier in ihren lebensfrohen Facetten dargestellt
- es geht um die Einwohner und ein Portrait des Lebens an
diesem Fleck der Erde, natürlich unter fürs Kino
etwas aufgebohrten Umständen. Insbesondere geht es um
den etwas tranigen und gemütlichen Hlynur. Seine Lebenseinstellungen
und Erfahrungen, die er in seinem Freundeskreis und der Familie
sammelt, prägen das Bild des Lebens in der dunklen Kälte.
Teils melancholisch, übertrieben, normal und oftmals
von schwarzem Humor behaftet gibt sich "101 Reykjavik"
in seinem eigenen, massentauglichen und sehr unterhaltsamen
Stil. Ein Film über die Liebe, die Menschen an entlegenen
Orten, Zufälle und Homosexualität, und kaltes Wetter.
[Technik]
Diese Kinowelt-Scheibe erstrahlt in Form eines anamorphen
und frisch wirkenden 1.85:1-Breitbildtransfers. Zumindest
hat man durch den gelungenen Kontrast und die gute und satte
Farbgebung vorerst Spass am Bild. Dieser verfliegt angesichts
der wahrzunehmenden Softness und gewissen Unschärfe jedoch
etwas. Was vom mangelnden Detailreichtum unterstrichen wird.
Einige Rauschmuster verunzieren etwas die durchschnittliche
Gesamtwirkung. Der Ton – anders als die visuelle Leistung
– gefällt wirklich gut. Es gibt ihn jeweils in
Dolby Digital 5.1 und Dolby Surround in den Sprachen Französisch,
Isländisch und Deutsch. Qualitativ bewegt er sich auf
hohem Niveau und überzeugt durch einige Wirkungsfaktoren,
die Räumlichkeit entstehen lassen. Vor allem die gute
Musik und einige Hintergrundgeräusche sorgen dafür.
Die Sprachausgabe ertönt eindeutig zu lokalisieren aus
dem Center-Speaker.
[Fazit]
Inhaltlich ein mehr als gelungenes Stück Film. Technisch
immerhin solide Kost und erwähnenswerte Leistungen im
Bereich der Akustik. Doch die Schlappe muss die DVD im Bereich
der Bonusmaterial-Ausstattung hinnehmen. Hier herrscht nicht
gerade Fülle. Denn mehr als ein Trailer und ein rund
20minutenlanges Making Of auf isländisch mit optionalen
Untertiteln ist im optisch ansprechenden Menü nicht vorzufinden.
Es handelt sich bei der Scheibe um eine einseitige Dual-Layer-Disc
(DVD Typ 9), die ab einem Alter von 16 Jahren freigegeben
wurde. Die Laufzeit des Titels wurde mit 85 Minuten angegeben.
Ein aussagekräftiger, wunderbarer Film! Eine Perle des
Nordens und der bisher weitgehend unentdeckten Filmkunst-Landschaft
der Isländer. Seit dem 08. April im Handel.
André Schnack
15.05.2003
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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